Der neue hochempfindliche Bluttest unterscheidet genau zwischen gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und erkennt gefährliche Veränderungen in frühesten Stadien. Uniklinikum Dresden
Brustkrebs

Brustkrebs: Bluttest soll Früherkennung verbessern

27. Oktober 2015 Detlef Hoewing 0

Neues Verfahren könnte Mammographie ergänzen Aachen (Ko) – Brustkrebs: Tumore in der Brust könnten vielleicht bald früher, zuverlässiger und schonender erkannt werden als bisher – mit nur wenigen Blutstropfen. Wissenschaftler aus Aachen arbeiten derzeit an einem Test, der zukünftig die Mammographie ergänzen und die Brustkrebs-Früherkennung verbessern könnte. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Aachener Projekt mit rund 335.000 Euro. Brustkrebs ist immer noch die häufigste weibliche Tumorart. Über 75.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu daran. Spätestens seit der Einführung des bundesweiten Mammographie-Screening-Programms ist die qualitätsgesicherte Röntgenuntersuchung der Brust fester Bestandteil der Krebsfrüherkennung in Deutschland. Wegen ungenauer Ergebnisse ist sie jedoch immer wieder in der Diskussion: Manche Veränderungen, die in der Mammographie bösartig aussehen, breiten sich nicht weiter aus. Andererseits kann es vorkommen, dass ein bösartiger Tumor nicht erkannt wird. Wissenschaftliche Arbeiten an der Uniklinik RWTH Aachen könnten die Brustkrebs-Früherkennung verbessern: In der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie um Professor Dr. Edgar Dahl entwickeln Wissenschaftler derzeit einen Bluttest, der bösartige Zellveränderungen schon in frühen Stadien der Erkrankung erkennen soll. Als minimal-invasive und nicht belastende Methode könnte dieser Test damit zukünftig die Mammographie ergänzen. Ein weiterer Vorteil des neuen Frühwarnsystems: Der Test ist sehr spezifisch – er unterscheidet präzise zwischen gesundem und krankem Gewebe. Studienleiter Professor […mehr lesen]

Laufen für die Heilung von Brustkrebs Quelle: Detlef Höwing
Krebsthemen

Mit Armbändern gegen Brust- und Hodenkrebs

11. September 2013 Detlef Hoewing 0

Berliner Krebsgesellschaft erhält über 4.000 Euro vom Hard Rock Cafe Berlin. Die Spende aus einer Armband-Verkaufsaktion kommt jungen Menschen mit Brust- und Hodenkrebs zu Gute.

Berlin, 9. September 2013 – Die Berliner Krebsgesellschaft freut sich über eine Spende von 4.052 Euro. Diesen Betrag hat das Hard Rock Cafe Berlin durch den Verkauf von mehr als 3.500 Armbändchen His & Hers eingenommen – und nun der Berliner Krebsgesellschaft für ihren Kampf gegen Brust- und Hodenkrebs gespendet.

„Wir finden es ganz prima, dass das Hard Rock Cafe junge Menschen für die Themen Brust- und Hodenkrebs sensibilisieren will und freuen uns sehr über die Spende“, sagt der Geschäftsführer der Berliner Krebsgesellschaft Dr. Hubert Bucher. Die Aktion trage nicht nur dazu bei, Betroffene vor Ort unmittelbar zu unterstützen, sondern auch die Erkrankung Krebs weiter zu enttabuisieren und auf Früherkennungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.

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Links: Intakter Zellkern, rechts: Zerfall des Zellkerns unter radioaktiver Bestrahlung - Bild: UK Ulm
Brustkrebs

Brustkrebs: Neue Techniken ermöglichen kürzere Bestrahlungszeiten

7. Mai 2013 Detlef Hoewing 0

Berlin – Nach Brustkrebsoperationen ist fast immer eine Strahlentherapie erforderlich, um ein erneutes Tumorwachstum in der Brust zu verhindern. Die Strahlenbehandlung wird werktäglich ambulant durchgeführt und dauerte bisher immer etwa bis zu acht Wochen. Neue technische Verfahren erlauben jetzt eine Verkürzung der Behandlungszeit auf etwa vier bis fünf Wochen. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) betont, dass diese Verfahren sicher sind und allgemein empfohlen werden können.

Eine Strahlentherapie nach Brustkrebsoperationen dauert bisher etwa sieben bis acht Wochen. Man bestrahlt zunächst immer die ganze Brust – etwa 25 bis 28 Mal. „Diese Fraktionierung, also die Aufteilung der Bestrahlung, ist notwendig, um dauerhafte Strahlenreaktionen im normalen Gewebe zu minimieren“, erläutert DEGRO-Präsident Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck.

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Brustkrebsrisiko - © dkfz.de
Brustkrebs

Brust-Scan in 3-D:

22. März 2013 Detlef Hoewing 0

Neues Ultraschallverfahren bemisst Erfolg von Chemotherapie bei Brustkrebs

Berlin, 21. März 2013 – Die 3-D-Ultraschalltechnik ermöglicht es Ärzten, Tumore in der Brust in ihrem gesamten Volumen darzustellen. Die neueste Entwicklung dieser Technologie, die „automatisierte Volumendarstellung der Brust“ (ABVS), eignet sich nach Auffassung von Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) besonders gut, um den Erfolg einer Chemotherapie zu beurteilen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Ergebnisse des Brustultraschalls bereits ohne die Anwendung der neuen Technik mit denen der Brust-Magnetresonanztomografie vergleichbar sind. Es ist zu erwarten, dass die ABVS die Resultate nochmals verbessert, betonen die Experten auf der heutigen Pressekonferenz der DEGUM in Berlin. Entsprechende Studien hierzu stehen allerdings noch aus.

„Der große, mechanisch geführte Ultraschallkopf des Gerätes gewährleistet eine lückenlose Durchuntersuchung, die gleichzeitig auch dokumentiert wird“, erklärt Professor Dr. med. Jens-Uwe Blohmer, Chefarzt der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums City am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin. Jeder Bereich der Brust wird gescannt und dokumentiert, und zwar auch dann, wenn er unauffällig ist. „Die gespeicherten 3-D-Ultraschallbilder können standardisiert, systematisch untersucht und mit vorherigen Ergebnissen verglichen werden“, erklärt Blohmer. Damit eigne sich das Verfahren besonders gut zur Nachkontrolle im Anschluss an eine Chemotherapie. „Schlägt die Behandlung an, können wir auf den Ultraschallbildern verfolgen, wie der Tumor schrumpft“, so der Experte.

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Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach
Brustkrebs

Brustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit

21. August 2012 Detlef Hoewing 0

Brustkrebs wird bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, oftmals nicht frühzeitig genug entdeckt. Das hat mehrere Ursachen: Durch die Schwangerschaft und das Stillen verändert sich die Brust; Milchstau kann während der Stillzeit immer wieder zu kleinen Knötchen führen, die sich von selbst wieder auflösen. Auf der anderen Seite liegt das Zentrum der Aufmerksamkeit in Schwangerschaft und mehr noch in der Stillzeit mehr auf dem Baby, das alle Kraft und Achtsamkeit beansprucht. Beides kann dazu führen, dass eine Veränderung der Brust so lange übersehen wird, bis eine erfolgreiche Behandlung gefährdet ist.

Brustkrebs in Schwangerschaft oder Stillzeit ist eine seltene Erkrankung: Grob geschätzt ist eine von 5000 Schwangeren betroffen, in Deutschland nur wenig mehr als 100 Frauen pro Jahr. Für sie bedeutet die Diagnose allerdings einen existenziellen Einschnitt. Zunächst einmal gilt wie auch außerhalb einer Schwangerschaft, dass die Operation umso kleiner ausfallen kann und die Aussichten umso besser sind, je früher der Krebs entdeckt wird. Eine Bestrahlung der operierten Brust sollte entsprechend den gültigen Leitlinien möglichst nach der Schwangerschaft durchgeführt werden, um mögliche Tumorreste zu zerstören. Während dieser Zeit sollte nicht gestillt werden. Eine Systemtherapie und/ oder Operation und können dagegen auch bereits während einer Schwangerschaft durchgeführt werden.

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