Senologie-Kongress 2012
Brustkrebs

Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation: Senkt sie Rezidivraten und erhöht Überlebensraten nachweislich?

3. Juli 2012 Detlef Hoewing 0

Senologie-Kongress 2012Stuttgart – Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung erkranken in Deutschland immer mehr Frauen an Brustkrebs. Die Zahl der Todesfälle hat jedoch im letzten Jahrzehnt abgenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie führt diese günstige Entwicklung auf die Früherkennung und verbesserte Behandlung bei der mit Abstand häufigsten Krebserkrankung bei Frauen zurück. Welchen Stellenwert die Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation auf Rezidivraten und Überlebensraten hat, erläutern Experten im Rahmen der Kongress-Pressekonferenz am 5. Juli in Stuttgart.

Die meisten Frauen in Deutschland überleben den Brustkrebs: Auf knapp 75.000 Erkrankungen kommen nur etwa 17.500 Todesfälle, Tendenz fallend. Zu verdanken ist dies neben der Früherkennung vor allem der guten Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen bei der Therapie, sagt der diesjährige Kongresspräsident Professor Dr. med. Wilfried Budach vom Universitätsklinikum Düsseldorf. Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten hätten in den letzten Jahren Behandlungskonzepte entwickelt, die immer besser auf das Stadium und die Aggressivität des Tumors abgestimmt werden. Als Beispiel für den Erfolg nennt Budach die Radiotherapie nach brusterhaltender Operation. Ihr Ziel ist die Vernichtung von Tumorzellen, die nach der Operation in der Brust zurückbleiben.

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