Mamografie - Quelle: University of Melbourne
Brustkrebs

Tamoxifen – neue Hoffnung für Frauen mit genetisch bedingtem hohen Brustkrebsrisiko

16. August 2013 Detlef Hoewing 0

Mamografie  - Quelle: University of MelbourneNeue Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen mit einer hohen genetischen Veranlagung für Brustkrebs ein stubstantiell geringeres Risiko haben, erneut an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie Tamoxifen nach der ersten Tumorerkrankung einnehmen.

Die weltweit durchgeführte Studie unter der Leitung der University of Melbourne und des Peter MacCallum Cancer Centre wurde am 7. August 2013 im Fachmagazin Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

Die Studie umfasste 2.500 Frauen aus Europa, Nordamerika und Australien, deren Erbanlagen Mutationen in BRCA1 oder BRCA2, die für Brustkrebs empfänglichen Gene aufweisen und mit Brustkrebs diagnostiziert wurden. Rund ein Drittel der Frauen wurden mit Tamoxifen behandelt.

Tamoxifen wird seit Jahrzehnten zur Therapie von Brustkrebs eingesetzt. Vor kurzem konnte gezeigt werden, dass Tamoxifen bei vielen Frauen Brustkrebs verhindern kann.

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Die Bildfolge zeigt die Isolierung einer Brustkrebszelle (kleiner Kreis links und Mitte) und rechts einen Ausschnitt aus ihrem »molekularen Porträt«. - © Fraunhofer ITEM
Brustkrebs

Proneurotensin – ein validierter neuer Blutmarker für das individuelle Brustkrebsrisiko

14. Juni 2013 Detlef Hoewing 0

Mit einem neuen Bluttest lässt sich künftig das individuelle Risiko ermitteln, an Brustkrebs zu erkranken. Im Gegensatz zum bekannten BRCA-Gentest, der nur die erblich bedingte Prädisposition zur Entwicklung von Brustkrebs beleuchtet und damit einen kleinen Teil der Frauen betrifft, gibt der Nachweis des Peptidbiomarkers Proneurotensin allen Frauen Auskunft über ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

In einer Studie mit rund 2.000 Frauen wurde kürzlich der Voraussagewert des Biomarkers verifiziert (JAMA 2012, 308(14):1469-1475). Der mit der Überexpression des Proneurotensin verbundene Risikowert übertrifft schon bekannte Risikofaktoren wie z. B. die Hormon- Ersatztherapie deutlich. Die Überwachung der Proneurotensin-Werte bietet die Möglichkeit für erweiterte Früherkennungsoptionen, zum Beispiel durch eine häufiger durchzuführende Mammographie. Weitere, ursächlich wirkende Präventionsmaßnahmen werden derzeit evaluiert.

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Brustkrebsrisiko - © dkfz.de
Brustkrebs

Brustkrebsrisiko: Gene und Umwelt wirken gemeinsam

28. März 2013 Detlef Hoewing 0

Brustkrebsrisiko - © dkfz.deWissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg belegen erstmals, dass genetische und umweltbedingte Risiken für Brustkrebs nicht unabhängig voneinander agieren. So beeinflusst etwa der Genuss von Alkohol oder die Anzahl der Geburten das Risiko für Brustkrebs. Wie stark dieser Einfluss ist, hängt jedoch davon ab, welche genetischen Merkmale eine Frau in ihren Zellen trägt. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt in Plos Genetics veröffentlicht.

Ob eine Frau an Brustkrebs erkrankt oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Die Gene spielen eine Rolle, die Umwelt und das persönliche Verhalten. Zu den genetischen Risikofaktoren zählen die beiden Hochrisiko-Gene, BRCA1 und 2. Sie erhöhen das Risiko um das 10fache, sind aber aufgrund ihres seltenen Vorkommens nur für rund 5% aller Brustkrebsfälle verantwortlich. Darüber hinaus führten Erbgutvergleiche von Brustkrebspatientinnen und gesunden Frauen über 20 genetische Varianten zutage, die das individuelle Brustkrebsrisiko moderat beeinflussen. Zu den Umwelt- und Verhaltenseinflüssen zählen das Alter bei der ersten Regelblutung, die Anzahl der Geburten und Dauer des Stillens, das Gewicht, die Größe, die Einnahme von Hormonen zur Empfängnisverhütung oder zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, der Genuss von Alkohol, Rauchen und körperliche Aktivität.

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Die Bildfolge zeigt die Isolierung einer Brustkrebszelle (kleiner Kreis links und Mitte) und rechts einen Ausschnitt aus ihrem »molekularen Porträt«. - © Fraunhofer ITEM
Brustkrebs

Längere Hormonersatztherapie erhöht Brustkrebsrisiko

9. Mai 2008 Detlef Hoewing 0

Bonn/Heidelberg (ng) – Auch für Frauen in Deutschland ist nun nachgewiesen: Wird eine Hormonersatztherapie über mehr als fünf Jahre eingenommen, erhöht sich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das Risiko ist während der Zeit der Hormoneinnahme deutlich erhöht, sinkt jedoch fünf Jahre nach Absetzen der Präparate wieder auf das Ausgangsniveau. Dies ergab eine Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Deutsche Krebshilfe hat diese Studie mit 2,7 Millionen Euro gefördert.

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