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PET/CT: Nuklearmedizinische Untersuchung verbessert Erfolgskontrolle in der Brustkrebsbehandlung

28. Juni 2017

Berlin – Eine PET/CT-Untersuchung kann den Erfolg einer Brustkrebstherapie besser vorhersagen als eine Computertomographie (CT) allein. Dies belegt eine neue Studie mit 145 Patientinnen, die an fortgeschrittenem Brustkrebs litten. Demnach könnte das nuklearmedizinisch-radiologische Kombi-Verfahren den Therapieverlauf bei jeder vierten Brustkrebspatientin beeinflussen. Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) und Brustkrebsexperten weisen darauf hin, dass eine frühe und zuverlässige Kenntnis von Metastasen eine effektivere und zielgenauere Behandlung ermöglicht – beispielsweise, indem unwirksame Therapien schneller abgesetzt und effektive Anwendungen sicherer fortgesetzt würden. Wenn sich Metastasen im Knochen gebildet haben, ist eine Brustkrebserkrankung nicht mehr heilbar. „Moderne Behandlungsmethoden, die im ganzen Körper wirken und neben Zytostatika oder Antihormonen auch zielgerichtete Wirkstoffe nutzen, können jedoch häufig die Metastasen zurückdrängen und die Überlebenszeiten verlängern“, sagt Privatdozent Dr. med. Sherko Kümmel, Direktor des Brustzentrums der Kliniken Essen Mitte. Ob diese sogenannten Systemtherapien effektiv sind, konnte bisher mit bildgebenden Verfahren mitunter nur eingeschränkt beurteilt werden. „Die Computertomographie, eine Variante der klassischen Röntgenuntersuchung mit dreidimensionaler Darstellung, kann zwar die Metastasen sehr präzise lokalisieren“, erläutert BDN-Präsident Professor Dr. med. Detlef Moka. „Sie kann jedoch nicht zwischen lebendem und totem Gewebe unterscheiden, also nicht zwischen aktiven und abgetöteten Metastasen differenzieren.“ Vor allem im Knochen, wo die Computertomographie (CT) die Metastasen nur […mehr lesen]

Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN

Hoffnung für Prostatakrebs-Patienten

29. August 2012

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Deutschen Cochrane Zentrums (DCZ) haben nachgewiesen, dass der Arzneistoff Tamoxifen – bekannt aus der Brustkrebstherapie – auch männlichen Patienten zugutekommen könnte: Er mildert die Nebenwirkungen einer hormonellen Prostatakrebs-Therapie wie etwa die Entwicklung einer Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann (Gynäkomastie). Dieser Effekt könnte die Zahl der Therapie-Abbrüche deutlich reduzieren. Die jüngsten Forschungsergebnisse werden jetzt im Fachmagazin „BMC Medicine“ veröffentlicht.

Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern und grundsätzlich gut behandelbar: Mit einer frühen Therapie zur Unterdrückung männlicher Sexualhormone (Androgene) lässt sich die Entwicklung fortgeschrittener Erkrankungen erfolgreich verlangsamen. Allerdings machen die Nebenwirkungen dieser Therapie Patienten häufig psychisch zu schaffen: Die Antiandrogen-Behandlung kann beispielsweise für eine zum Teil schmerzhafte Vergrößerung der Brustdrüse verantwortlich sein – einer der Gründe, warum viele Männer die Therapie frühzeitig abbrechen und damit deren Erfolg gefährden.

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Prof. Dr. Wolfgang Janni testet Chemotherpieregime, endokrine Therapie und Lifestyle Intervention Quelle: UKD

Studie SUCCESS C testet optimierte Brustkrebstherapie

12. September 2009

Prof. Dr. Wolfgang Janni testet Chemotherpieregime, endokrine Therapie und Lifestyle Intervention Quelle: UKDDie Düsseldorfer Universitäts-Frauenklinik informiert über den Start der von ihr geleiteten und bundesweit an über 250 Zentren durchgeführten klinischen Studie zur Brustkrebstherapie “ SUCCESS C“. An rund 3.500 Patientinnen untersucht die Studie in der dritten und letzten Testphase die Effektivität weniger belastender Chemotherapieregime und zum weltweit ersten Mal die hormonelle Krebsbehandlung auf der Grundlage eines Befundes von zirkulierenden Tumorzellen im Blut. Die Studie schließt außerdem eine wissenschaftliche Analyse des Einflusses eines „gesunden Lebensstils“ auf die Prognose von Brustkrebspatientinnen ein, über den immer wieder spekuliert wird.

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Brustuntersuchung - Quelle: Humannews

Neue Ansatzpunkte für die Brustkrebstherapie

19. Mai 2005

Bonn, 17.05.2005. Die Arbeitsgruppe „Breast Cancer Research“ am Bonner Forschungszentrum caesar hat nachgewiesen, wie gesunde Zellen des Brust­gewebes durch den körpereigenen Eiweißstoff YB-1 in Krebszellen umgewandelt werden. YB-1 löst fehlerhafte Zellteilungen aus, die zur Tumorbildung führen. In der aktuellen Ausgabe der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift Cancer Research (Volume 65, Number 10, May 15, 2005, 4078 – 87) sind jetzt die Ergebnisse erschienen, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Charité der Humboldt-Universität Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, Berlin-Buch und des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg entstanden sind. Die Forscher sind davon überzeugt, dass die Erkenntnisse neue Ansatzpunkte für die Brustkrebstherapie bieten.

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