Chemotherapie

Wo bindet Cisplatin?

Genomweiter basengenauer Nachweis der Cisplatin-Vernetzungsstellen von DNA Cisplatin gehört zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten in der Krebstherapie. Es wirkt durch Quervernetzung von DNA, die den Zelltod auslösen kann. Wo aber im Genom greift Cisplatin vorwiegend an, wo weniger? Chinesische Wissenschaftler haben jetzt ein universelles Testsystem entwickelt, um das gesamte…

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Kombinierte Strahlentherapie beim Kleinzelligen Lungenkrebs

Bestrahlung kombiniert mit Chemotherapie auch im hohen Alter effektiv Berlin – Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen, und bei Männern ist er die häufigste tödliche Krebsform. Beim kleinzelligen Bronchialkarzinom, einer Lungenkrebsvariante mit besonders schnellem Wachstum, kann die Kombination aus einer Strahlen- und Chemotherapie den Tumor am besten…


Radiochemotherapie bei Speiseröhrenkrebs

Bestrahlung und Medikamente vor der Operation können Überlebenszeit verdoppeln Berlin – Eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie verbessert die Erfolgsaussichten einer Operation bei Speiseröhrenkrebs. Selbst lokal fortgeschrittene Tumore in der Speiseröhre können nach Vorbehandlung mit der sogenannten neoadjuvanten Radiochemotherapie häufig komplett entfernt werden. Zudem verbessert sie die langfristigen Überlebenschancen der…


Ergänzendes Behandlungsverfahren bei Brustkrebs

MHH-Frauenklinik erzielt gute Erfolge mit Kopfhautkühlung / Sensorgesteuerte Silikonhaube schützt die Haarwurzeln Etwa 71.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Brustkrebs. Viele von ihnen müssen sich einer Chemotherapie mit belastenden Nebenwirkungen unterziehen. Als eine schlimme Begleiterscheinung empfinden die meisten den Verlust der Haare. Die Klinik für Frauenheilkunde und…


Brustkrebs: Über- und Untertherapie vermeiden durch gezielten Einsatz der Chemotherapie

Kronberg – Die Chemotherapie zählt seit Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Therapiesäulen in der Krebsbehandlung. Auch wenn der Eindruck entsteht, dass sich diese Therapieform seither nicht wesentlich verändert hat, gibt es doch immer wieder neue Erkenntnisse und Empfehlungen, insbesondere um Über- und Untertherapien zu vermeiden. Ein Fokus der Wissenschaft lag…


Neue Therapie bei Lungenkrebs

Für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs gibt es künftig eine neue Behandlungsmethode neben der klassischen Chemotherapie. Weist ihr Tumor eine bestimmte Genmutation auf, kann ein neuer zielgerichteter Wirkstoff eingesetzt werden. Für die betroffenen Patienten bedeutet dies, dass sie im Schnitt ein weiteres Jahr mit dieser Krankheit überleben. Dies konnten u.a. Wissenschaftler…


Neoadjuvante Therapie beim invasiven Harnblasenkrebs

Bei 6.000 – 6.500 Menschen in Deutschland tritt jedes Jahr bereits ein fortgeschrittener Harnblasenkrebs vor, das bereits metastasiert ist. Davon könnten mit ungefähr 2.000 Patienten eine perioperative Chemotherapie erhalten und damit profitieren. Bei dieser voroperativen neoadjuvanten Chemotherapie soll der Tumor und vorliegende Metastasen verkleinert werden, z.B. in den Lymphknoten.

Also kann eine neoadjuvante Chemotherapie dabei häufig die Operabilität des Tumors verbessern und zeigte in Studien ebenso wie die adjuvante Chemotherapie einen Überlebensvorteil gegenüber alleiniger operativen Therapie. Dies zeigten Studien, wie bei Leissner und Gschwend et al., die zeigten, dass die Prognose bei einer nodalen Metastasierung bei Harnblasenkrebs sich dramatisch verschlechtert. Somit ist die Selektion von Patienten, die vor der Operation einer Chemotherapie erhalten sollten, wie auch der nachfolgenden Chemotherapie erhalten sollten.


Patientinnen fordern Erstattung von moderner Brustkrebsdiagnostik

Genexpressionstests könnten mehr als 10.000 Patientinnen die Chemotherapie ersparen

Berlin, 28.10.2013. Die Diagnose Brustkrebs stellt viele Frauen und Ärzte vor eine schwere Entscheidung: Chemotherapie – ja oder nein? Genexpressionstests wie der Oncotype DX® Brustkrebstest von Genomic Health können hierzu die entscheidende Information liefern: Sie geben an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, in den nächsten zehn Jahren ein Fernrezidiv (Rückfall) zu entwickeln und wie hoch der zu erwartende Nutzen einer Chemotherapie für die Patientin sein wird. Hiervon hängt ab, ob eine Chemotherapie sinnvoll ist oder nicht. Die gesetzlich versicherten Patientinnen haben jedoch immer noch keinen geregelten Zugang zu dem Test, obwohl dieser seit mehreren Jahren in deutschen Brustzentren eingesetzt wird. Nun melden sich die Patientinnen zu Wort: „Die Zeit ist reif, dass auch gesetzlich versicherte Patientinnen, wenn immer möglich, vor einer überflüssigen Chemotherapie bewahrt werden“, sagt Eva Schumacher-Wulf, Herausgeberin von „Mamma Mia! – Das Brustkrebsmagazin“.

Karin Klotzbach-Bierhoff ergänzt: „Ich selbst stand vor knapp einem Jahr vor einer solchen Entscheidung: Heute bin ich heilfroh, dass ich dank dieser modernen Diagnostik um die Chemotherapie herumgekommen bin.“

Auch führende internationale Leitlinien, zum Beispiel die St. Gallen Konsensus Leitlinie und die jüngste Diagnostikleitlinie des britischen NICE Instituts empfehlen den Einsatz der Tests.


Neue Hoffnung jenseits der Chemotherapie

Gezielte Behandlungsansätze für Patienten mit Leukämien und Lymphdrüsenkrebs

Nachweis der genetischen Veränderung 17p13-Deletion in Leukämiezellen  - Foto: UK UlmEin Team von Ärzten des Universitätsklinikums Ulm hat zur Entwicklung einer neuartigen Behandlung bei der häufigsten Leukämieerkrankung (chronische lymphatische Leukämie) und einer besonderen Form des Lymphdrüsenkrebs (Mantelzelllymphom) beigetragen. Sie waren an einer klinischen Studie beteiligt, in der die Wirkung eines neuen Medikaments, Ibrutinib, geprüft wurde, das anders als eine herkömmliche Chemotherapie gezielt an bestimmten biologischen Eigenschaften der Krebszellen ansetzt. Dabei zeigte sich unter anderem, dass Patienten, bei denen eine Chemotherapie nicht wirksam war, erfolgreich behandelt werden konnten. Die chronische lymphatische Leukämie und das Mantelzelllymphom sind lebensbedrohliche Krankheiten, die bis heute bei Erwachsenen nicht heilbar, sondern im besten Falle kontrollierbar sind.


Prostatakrebs: Neue Hoffnung für mCRPC-Patienten

Zum September 2013 wird das neue Medikament XTANDITM (Enzalutamid) zur Behandlung von Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC), deren Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel fortschreitet, auch in Deutschland erhältlich sein.

Am 21. Juni 2013 hatten die Astellas Pharma Europe Ltd. und das Unternehmen Medivation, Inc. von der Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für XTANDI Weichkapseln erhalten. Die Behörde war damit dem positiven Votum des wissenschaftlichen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) vom 25. April 2013 gefolgt.