Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert
Darmkrebs

Forscher suchen neue Therapien gegen fortgeschrittene Tumore

26. März 2017 Detlef Hoewing 0

München (ko) – Aggressiven Darmkrebszellen fehlt möglicherweise ein wichtiges Molekül, das gesunde Zellen davor bewahrt, sich unkontrolliert immer weiter zu vermehren. Das könnte die Ursache für besonders schwere Krankheitsverläufe sein, vermuten Wissenschaftler der Technischen Universität München. Sie wollen jetzt die genauen Zusammenhänge entschlüsseln und neue Behandlungsstrategien entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit rund 325.000 €. Wenn die Kommunikation nicht richtig läuft, ist das Chaos meist vorprogrammiert. Was für das menschliche Miteinander charakteristisch ist, trifft auch auf die Zellen unseres Körpers zu. Ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Signalmoleküle steuert ihr gesundes Wachstum. Sogenannte Tumorsuppressoren etwa regulieren die Zellteilung. Kommt es zu Fehlern in der Nachrichtenübermittlung, können die Zellen unkontrolliert weiterwachsen und Tumore bilden. Als Tumorsuppressor fungiert vermutlich auch ein Eiweißmolekül mit der wissenschaftlichen Abkürzung DUSP5, das Wissenschaftler des Klinikums rechts der Isar an der Technischen Universität München jetzt im Zusammenhang mit der Entstehung von Darmkrebs genauer untersuchen wollen. „DUSP5 sorgt in gesunden Zellen des Darmtrakts dafür, dass diese sich regelmäßig erneuern und dann ihr Wachstum wieder einstellen. Es bremst quasi auf natürlichem Weg die Zellen aus“, erläutert Studienleiter Professor Dr. Klaus-Peter Janssen. „Wir konnten nachweisen, dass bei vielen Darmkrebspatienten dieses Protein nicht vorhanden oder nur schwach ausgeprägt ist. Bei Patienten, […mehr lesen]

Abbau der extrazellulären Matrix durch die invasive Brustkarzinomzellinie - Quelle: Universität Stuttgart
Brustkrebs

Brustkrebs – Traumatische Diagnose

5. März 2016 Detlef Hoewing 0

Der Befund Brustkrebs führt bei den meisten Patientinnen zu posttraumatischen Belastungssymptomen. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen halten diese mindestens ein Jahr an. Die Diagnose Brustkrebs kann posttraumatische Belastungssymptome auslösen. Wie die Studie Cognicares um Dr. Kerstin Hermelink vom Brustzentrum der Frauenklinik der LMU nun zeigt, sind diese bei der Mehrheit der Frauen noch ein Jahr nach der Diagnose messbar. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher aktuell in der Fachzeitschrift Psycho-Oncology. Im Rahmen der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Studie Cognicares hat das Team um Kerstin Hermelink und ihre Doktorandin Varinka Voigt mehr als 160 Brustkrebspatientinnen über einen Zeitraum von einem Jahr wissenschaftlich begleitet und mit 60 Frauen ohne eine Krebsdiagnose verglichen. Zu drei Zeitpunkten wurden alle Teilnehmerinnen auf Symptome posttraumatischer Belastung untersucht. 82,5 Prozent aller Patientinnen zeigten vor Beginn der Behandlung posttraumatische Belastungssymptome wie zum Beispiel ständige, unabweisbare Gedanken an die Erkrankung, das Gefühl emotionaler Taubheit, große Reizbarkeit mit Wutausbrüchen und übermäßige Schreckhaftigkeit. Ein Jahr später hatten zwar nur wenige Patientinnen (zwei Prozent) eine voll ausgeprägte Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt, aber mehr als die Hälfte (57,3 Prozent) litt noch immer unter posttraumatischen Symptomen. „Es ist bemerkenswert, dass die hohe seelische Belastung durch die Erkrankung über einen so langen Zeitraum […mehr lesen]

Gewebe- Dünnschnitt eines kutanen T-Zell-Lymphoms. Die Zellkerne sind blau gefärbt, PP4R1 braun. Die unter der Haut liegenden T-Zellen weisen keine braune Färbung und somit kein PP4R1 auf. - Quelle: Dr. Marco Herling, Universität Köln
Deutsche Krebshilfe

Mit aufgerüsteten T-Zellen Krebs bekämpfen

21. Februar 2016 Detlef Hoewing 0

Die Deutsche Krebshilfe fördert das Verbundforschungsprojekt „Nutzung mutierter Neoantigene für die T-Zelltherapie von Krebserkrankungen“, an dem Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz beteiligt sind. Ziel dieses Verbundforschungsprojektes im Bereich der personalisierten Immuntherapie ist es, T-Zellrezeptoren für therapeutische Anwendungen künstlich herzustellen. Im Erfolgsfall sollen die im Labor gewonnenen T-Zellrezeptoren in einer personalisierten Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs und bei Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse Anwendung finden. Deutsche Krebshilfe fördert Verbundforschungsprojekt mit Beteiligung der Universitätsmedizin Mainz im Bereich der personalisierten Immuntherapie Unter den weißen Blutzellen sind die sogenannten T-Zellen oder T-Lymphozyten in der Lage, über hochempfindliche und spezifische Rezeptoren Krebszellen zu erkennen. Diese T-Zellrezeptoren für therapeutische Anwendungen künstlich herzustellen, ist das Ziel eines Verbundforschungsprojekts, an dem Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz beteiligt sind. Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Verbundforschungsprojekt für die Dauer von drei Jahren mit einer Million Euro. Im Erfolgsfall sollen die im Labor gewonnenen T-Zellrezeptoren in einer personalisierten Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs und bei Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse Anwendung finden. „Unser Ziel ist es, T-Zellrezeptor-Moleküle herzustellen, mit denen sich das Immunsystem aktivieren lässt, gegen die Tumorzellen vorzugehen“, sagt der Tumorimmunologe Univ.-Prof. Dr. Thomas Wölfel von der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. Er und Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald, Direktor der III. Medizinischen Klinik, sind mit […mehr lesen]

Kein Bild

Deutsche Krebshilfe e.V. – Artikelserie

18. November 2014 Detlef Hoewing 0

© 2013 von Detlef Höwing über die Deutsche Krebshilfe e.V.. Dieses Buch einer Artikelsammlung der Online-Zeitung Mensch & Krebs, www.krebszeitung.de ist frei verfügbar für den privaten Gebrauch. Alle Texte und Bilder dürfen nur dann weiter bearbeitet oder verwendet werden, wenn meine schriftliche Genehmigung dazu vorliegt. Eine kommerzielle Nutzung des Buches oder Texte oder Bilder sind untersagt. Alle Rechte liegen bei mir und den entsprechenden Autoren. Krebszeitung–Download Deutsche Krebshilfe e.V. – Artikelserie als PDF-Datei —

Krebshilfe
Deutsche Krebshilfe

Wertvolles Geschenk für die Deutsche Krebshilfe

11. November 2014 Detlef Hoewing 0

Bundesliga-Clubs unterstützten Aktion von Hermes zugunsten krebskranker Menschen Bonn (ws) – Am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga, gleichzeitig 13. Spieltag der 2. Bundesliga, trugen alle Spieler Trikots mit dem Logo der Deutschen Krebshilfe. Hermes, Offizieller Premium-Partner der Bundesliga, hatte die Ärmelfläche, auf der sonst das Logo des Handels- und Logistikdienstleisters platziert ist, der Deutschen Krebshilfe als Geschenk zum 40-jährigen Bestehen zur Verfügung gestellt. Auch den Werbeplatz auf den Schiedsrichtertafeln machte Hermes frei für das Logo der Deutschen Krebshilfe. Mit dem Jubiläumsgeschenk gab Hermes der Deutschen Krebshilfe die Möglichkeit, das Thema Krebs verstärkt in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stellen und über ihre wichtige Arbeit zu informieren. Zahlreiche Bundesliga-Vereine begleiteten den Spieltag mit Beiträgen in den Stadionmagazinen. Bei den Spielen in Berlin, Frankfurt, Freiburg und München wurden zudem krebskranken Kindern ganz besondere Augenblicke geschenkt: Sie konnten gemeinsam mit den Fußballprofis zum Anpfiff ins Stadion einlaufen. Spieler des SC Freiburg überraschten krebskranke Kinder schon im Vorfeld des Spieles mit einem Besuch in der Universitätskinderklinik Freiburg: Persönlich übergaben Roman Bürki und Admir Mehmedi dem Einlaufkind das Trikot für den Auftritt beim Spiel gegen Schalke 04. In Frankfurt organisierte die Eintracht Frankfurt Fußballschule ein ganztägiges „Spieltags-Camp“ für krebskranke Kinder. Zahlreiche Betroffene erhielten darüber hinaus Freikarten […mehr lesen]

Lungenkrebszelle bei der Teilung Quelle: Dr. Felix Bestvater, Deutsches Krebsforschungszentrum
Lungenkrebs

DVD „Lungenkrebs“ hilft Patienten und Angehörigen

28. Juli 2014 Detlef Hoewing 0

Neuer Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe Bonn (gb) – Obwohl Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland ist, kommt die Diagnose meist unerwartet. Für die rund 55.600 jährlich neu Betroffenen in Deutschland ist sie ein Schock, der das bisherige Leben und zukünftige Planungen auf den Kopf stellt. Um den Patienten und ihren Angehörigen Mut zu machen und ihnen Hoffnung zu geben, hat die Deutsche Krebshilfe in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun den Patienten-Informationsfilm „Lungenkrebs“ veröffentlicht. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe unter der Telefonnummer 02 28/ 7 29 90-0 und unter www.krebshilfe.de angefordert werden. In dem Patienten-Informationsfilm erklären Experten, wie sich Lungenkrebs behandeln lässt und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Betroffene berichten von ihren Erfahrungen und wie sie ihren Alltag mit der Erkrankung erleben. Sämtliche Informationen zu medizinischen Sachverhalten und Therapiemöglichkeiten werden allgemein verständlich und umfassend vermittelt. Ergänzend zum Hauptfilm enthält diese DVD kurze Bonusfilme – unter anderem zu den Themen Chemotherapie, zusätzliche Heilmethoden, Patienten und Ärzte als Partner, Palliativmedizin sowie Hilfen für Angehörige. Neben dem Patienten-Informationsfilm „Lungenkrebs“ sind DVD-Ratgeber über Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Fatigue, Hautkrebs, Palliativmedizin, Hodgkin Lymphom und Krebs bei Kindern verfügbar. Weitere Informationen erhalten Interessierte auch in der Broschüre „Lungenkrebs“ aus der Reihe „Die […mehr lesen]

NCT Patientensportprogramm Joggen - Quelle: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg
Deutsche Krebshilfe

Startschuss für Kampagne – Bewegung gegen Krebs

13. März 2014 Detlef Hoewing 0

Heidemann, Overath und Reeves für mehr Bewegung im Alltag

Bonn (ws) – Britta Heidemann, Olympiasiegerin im Degenfechten, geht auf Fahrradtour, TV-Moderatorin Shary Reeves spielt Basketball und Wolfgang Overath, Fußball-Weltmeister von 1974, verabredet sich zum Joggen – Alle drei sind Botschafter von „Bewegung gegen Krebs“. Im Rahmen der gemeinsamen Präventionskampagne der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Sporthochschule Köln zeigen sie: Sport macht Spaß und tut gut! Am 11. März 2014 wurde die Kampagne im Deutschen Sport & Olympiamuseum in Köln gestartet.

„Es tut einfach gut, wenn man sich bewegt und dadurch den Kopf frei bekommt. Das schafft einen Ausgleich zum oft hektischen Alltag – und ganz nebenbei ist es ja ein sehr wichtiger Baustein zur Vorbeugung vieler verschiedener Krankheiten“, berichtet Britta Heidemann. „Ich finde, dass die Kampagne genau an der richtigen Stelle ansetzt – nämlich die positiven Aspekte und die Freude an Bewegung zu vermitteln“, so die Olympiasiegerin im Degenfechten.

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Mikroskopische Aufnahme eines Gewebsschnitts durch einen Dickdarmtumor mit Spezialfärbung: Die blau angefärbten Zellen produzieren den Wachstumsfaktor Epiregulin. Es handelt sich zum Großteil um Bindegewebszellen (Tumorfibroblasten). - Foto: Dr. Clemens Neufert
Darmkrebs

Gegen Darmkrebs und für das Leben

6. März 2014 Detlef Hoewing 0

Die Deutsche Krebshilfe gibt Tipps im Darmkrebsmonat März

Bonn (jft) – Jedes Jahr erkranken fast 64.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs. Die Diagnose ist für viele Betroffene ein schwerer Schock. In dieser neuen Lebenssituation kommen zahlreiche Fragen und Ängste über die Zukunft und die anstehende Therapie auf. Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser ist er heilbar. Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert die Deutsche Krebshilfe daher über die Möglichkeiten der Krebs-Früherkennung, die die gesetzlichen Krankenkassen Männern und Frauen ab 50 Jahren bieten.

„Wichtigstes Ziel der Darmkrebsfrüherkennung ist es, die Zahl der tumorbedingten Todesfälle zu senken“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Das Aufspüren eines Darmtumors in einem frühen Entwicklungsstadium ist daher lebenswichtig.“

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Kongress - pixabay
Krebskongress 2014

Artikelserie über den Deutschen Krebskongress 2014

23. Februar 2014 Detlef Hoewing 0

Berlin, 23.2.2014 – Der Deutsche Krebskongress 2014 wurde gestern mit dem Krebsaktionstag in der Messe Süd Berlin beendet. Um den Teilnehmern des Kongresses und interessierten eine Übersicht über die wichtigsten Pressemitteilungen und den Pressekonferenzen des Kongresses der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe e.V. zu geben, finden Sie diese unter der Rubrik: http://www.krebszeitung.de/category/kongresse/c174-krebskongress-2014/. Zum Teil wurden die Pressekonferenzen per Video aufgezeichnet und hier in der Online-Zeitung Mensch & Krebs in den hier untenstehenden Artikel und bei YouTube in einer Playliste unter „Krebskongress 2014“ veröffentlicht. Die Playliste unter YouTube finden Sie hier unter: http://www.youtube.com/playlist?list=PLnwdITuFn-kSYPDt2O64h3yc7DEgESNy8 Eine Artikelserie finden sie auch in der Online-Zeitung Mensch & Krebs unter Download:    Kontakt: Detlef Höwing Kirchhainer Damm 90 12309 Berlin Tel: 030 7440073 info@mensch-und-krebs.de www.mensch-und-krebs.de Krebsforschungszentrum-dkfz Artikelserie Krebszeitung–Download Artikelserie über den Deutschen Krebskongress 2014 als PDF-Datei —

Schmerz - pixabay
Krebskongress 2014

Krebs – Auch die Seele leidet mit

20. Februar 2014 Detlef Hoewing 0

Deutsche Krebshilfe und Deutsche Krebsgesellschaft fordern flächendeckende psychoonkologische Versorgung

Berlin, 20. Februar 2014 (gb) – Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose Krebs. Etwa ein Drittel der Betroffenen leidet so sehr unter der Erkrankung, dass sie psychologische Hilfe benötigen. Doch bundesweit werden noch nicht alle Patienten adäquat und nach den gleichen Qualitätsstandards versorgt. „Die Deutsche Krebshilfe appelliert an die Gesundheitspolitik und die Kostenträger, sich dem Thema verstärkt zu widmen und die notwendigen Versorgungs-Strukturen in den Krebszentren sowie deren adäquate Finanzierung sicherzustellen“, forderte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, heute auf einer Pressekonferenz auf dem Deutschen Krebskongress 2014 in Berlin.

Professionelle Hilfe ist immer dann erforderlich, wenn die eigenen Ressourcen für die Krankheitsbewältigung nicht ausreichen. Betroffene, die unter Depressionen leiden, brauchen dringend Unterstützung. Und auch sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Ängste oder andere psychische Störungen sind Hinweise dafür, dass psychoonkologische Hilfe notwendig sein könnte. Eine umfassende pychoonkologische Betreuung hat das Ziel, dem Betroffenen zu helfen, seine Krankheit aktiv zu bewältigen und zu lernen, mit den Symptomen und den Therapienebenwirkungen besser umzugehen. Eine adäquate psychoonkologische Hilfe umfasst die enge Zusammenarbeit eines Teams von Fachkräften: Ärzte, Psychologen, Pflegende, Sozialarber, Seelsorger und Physiotherapeuten sind notwendig. Selbsthilfegruppen können die Leistungen des professionellen Versorgungssystems sinnvoll ergänzen.

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