Die Bildfolge zeigt die Isolierung einer Brustkrebszelle (kleiner Kreis links und Mitte) und rechts einen Ausschnitt aus ihrem »molekularen Porträt«. - © Fraunhofer ITEM
Brustkrebs

Brustkrebs: Genauere Diagnostik und gezieltere Therapie

18. November 2015 Detlef Hoewing 0

Forschungsverbund startet mit Gemeinschaftsprojekt TransLUMINAL-B Unter Federführung der Charité – Universitätsmedizin Berlin beginnen mit einem Kick-off-Meeting die Arbeiten am Forschungsprojekt TransLUMINAL-B. Erforscht werden soll in den kommenden drei Jahren der Prozess der Metastasenentstehung und die Rolle von bösartigen Zellen, die sich im Verlauf bestimmter Brustkrebserkrankungen in Blut und Knochenmark anreichern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben im Rahmen ihres Schwerpunktprogrammes „Translationale Onkologie“ mit 2 Millionen Euro. Jedes Jahr erkranken 72.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Das aktuelle Forschungsprojekt befasst sich mit der häufigsten Form dieser Erkrankung, den sogenannten luminalen Tumoren. Diese Tumoren machen 70 bis 80 Prozent der Mammakarzinome aus und sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr Wachstum von Hormonen abhängig ist. In der Behandlung wird daher meist eine endokrine, also hormonelle Therapie gewählt. In vielen Fällen ist dies wirksam, aber nicht in allen. Eine Gruppe von luminalen Tumoren birgt ein hohes Risiko, diese Tumoren sind häufig resistent gegenüber der Therapie, was zu Rückfällen und dem Auftreten von Metastasen führt. Es sind zunächst nur wenige vereinzelte Tumorzellen, die sich in Blut und Knochenmark finden. Doch diese wenigen Zellen sind entscheidend für die Ausbreitung des Tumors im Körper. Um diesen Mechanismus besser zu verstehen, untersuchen im Rahmen des TransLUMINAL-B-Projektes die Wissenschaftler um […mehr lesen]

Kein Bild
Hirntumoren

PET-MRT – Neues Bildgebungsverfahren verbessert die Treffsicherheit der Diagnostik bei Hirntumoren

23. Oktober 2014 Detlef Hoewing 0

Bedeutung der PET-MRT für die individualisierte Therapie – Intensive Diskussion auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie e.V. Köln, 23. Oktober 2014. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts versterben pro Jahr in Deutschland über 5.500 Patienten an Hirntumoren. Die individualisierte Krebstherapie hat aber auch in diesem Bereich große Fortschritte gemacht und gibt vielen Betroffenen berechtigte Hoffnung auf ein besseres Behandlungsergebnis. Grundlage dafür ist eine möglichst genaue Charakterisierung des Tumors, um zu wissen, ob und welche der modernen Therapieoptionen im individuellen Fall erfolgsversprechend sind. Weil das Bildgebungsverfahren der PET-MRT anatomische Genauigkeit mit Informationen zu Stoffwechselvorgängen verbindet, kann eine Entnahme von Gewebeproben aus den „bösartigsten“ Tumorarealen sichergestellt werden. Sogenannte Unterdiagnosen, die durch die Entnahme und feingewebliche Untersuchung „harmloseren“ Tumorgewebes entstehen, werden vermieden. Außerdem kann die Untersuchung auch zur Therapieüberwachung eingesetzt werden und frühzeitig darüber Aufschluss geben, ob eine Behandlung anschlägt oder nicht. Die PET-MRT findet in der Onkologie vor allem Anwendung bei der Diagnostik von Hirntumoren. Sie trägt dazu bei, die Tumoren vor der Behandlung zu charakterisieren. In Zusammenschau mit anderen Verfahren (MRT, Perfusionsbildgebung etc.) liefert die PET-MRT sehr gute Informationen zur Lokalisation von stärker malignen (bösartigen) Tumoranteilen (sogenanntes „hot spot imaging“), die dann im Rahmen der Biopsie gesichert werden können. Denn […mehr lesen]

Chemazeichnung der TUR-B
Harnblasenkrebs

Die PDD mit Hexvix während der TUR-B

8. März 2014 Detlef Hoewing 0

Chemazeichnung der TUR-BPDD bedeutet Photo Dynamische Diagnostik und wird auch als fluoreszenzgestützte Diagnostik bezeichnet.

Die Photodynamische Diagnostk (PDD) unter OP-Bedingungen wird bereits bei der ersten TUR-B empfohlen, um ausschließen zu können, dass tumorverdächtiges Gewebe in der Harnblase verbleibt.

HEXVIX® ist im Moment das einzige zugelassene Arzneimittel für die photodynamische Diagnostik (PDD), um Harnblasentumoren besser sichtbar zu machen und bei einer transurethralen Resektion festzustellen, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde.

Entwickelt zur besseren Erkennung von Harnblasenkrebs, insbesondere dem Carcinoma in situ (Cis), kann die PDD auch kleinste Tumoren nachweisen, die mit dem Standard-Weißlicht- Verfahren allein unter Umständen nicht gesehen werden.

Nach der Instillation (Einbringen in die Harnblase) wird HEXVIX® in ein photoaktives Porphyrin umgewandelt, welches sich in rasch vermehrenden Zellen (z.B. Tumoren) anreichert. Unter Blaulicht fluoreszieren diese Zellen rot.

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S3-Leitlinie Harnblasenkarzinom
Krebskongress 2014

Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung – Die neue S3-Leitlinie

20. Februar 2014 Detlef Hoewing 0

Krebserkrankungen sind für die Betroffenen und ihre Angehörigen fast immer seelisch sehr belastend. Studien zeigen, dass etwa die Hälfte der Patienten vor allem zu Beginn der Erkrankung psychisch stark belastet ist, ein Drittel leidet unter so starken Ängsten und Depressionen, dass man von einer psychischen Begleiterkrankung sprechen muss. Aber auch im weiteren Verlauf der Krebserkrankung, das heißt während der Rehabilitation und Nachsorge, brauchen viele Patienten professionelle psychoonkologische Unterstützung. Und auch Menschen, deren Erkrankung schon länger zurückliegt, erleben psychische Krisen, die sie allein nicht bewältigen können.

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Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen mit Krebs - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
GIST

Forschungsprojekt zur zielgerichteten Behandlung von Gastrointestinalen Stromatumoren

15. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Start des von Mannheim aus koordinierten europaweiten Forschungsprojektes MITIGATE

Am 1. Oktober fiel der Startschuss für ein europaweites Forschungsprojekt, das sich einer verbesserten Diagnostik und Therapie der seltenen Erkrankung der Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) widmet. Das Projekt MITIGATE wird durch das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (FP7) gefördert und hat sich damit europaweit gegenüber einer Vielzahl anderer Projekte durchgesetzt. Im Februar dieses Jahres erhielt der Antrag die Zusage der vollen Förderung des beantragten Volumens in Höhe von 4,5 Millionen Euro für vier Jahre.

Insgesamt zehn Partner sind an dem Projekt beteiligt, darunter drei Universitäten: die Universität Heidelberg, die Medizinische Universität Innsbruck sowie die Universität Turin. Koordiniert wird das Projekt von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem European Institute for Biomedical Imaging Research (EIBIR), Wien. EIBIR ist eine gemeinnützige GmbH zur Koordination der Forschung in der biomedizinischen Bildgebung. Wissenschaftlicher Koordinator ist Professor Dr. Stefan Schönberg, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin (IKRN) an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM).

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Ein 'Labor' kleiner als eine 1-Euromünze: Der Mikrochip, den die Hochschule Hamm-Lippstadt gemeinsam mit der iX-factory GmbH in einem neu gestarteten Forschungsprojekt entwickelt, um Leukämiediagnostik zukünftig in der Praxis zu ermöglichen. - Copyright: Hochschule Hamm-Lippstadt
Krebsthemen

Therapiebegleitende Diagnostik bei Krebs

7. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Eigentumsrechte klären und Abläufe standardisieren

Ärzte können heute durch Tests immer häufiger und genauer vorhersagen, ob ein Krebsmedikament bei einem Patienten wirken wird oder nicht. Diese „Companion Diagnostics“ entwickeln sich derzeit zu einem wachsenden neuen Forschungsbereich der Medizin. Die dafür notwendigen Gewebeproben werden zunehmend für klinische Studien genutzt. Welche ethischen, auch eigentumsrechtlichen und technischen Probleme Companion Diagnostics bergen, ist ein Thema des diesjährigen Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM).

Ein Drittel aller neu zugelassenen Arzneimittel bis zum Jahr 2015 sind Krebsmedikamente. Früher bestimmten Pathologen durch ihre Gewebediagnostik im wesentlichen nur, an welcher Krebsart ein Patient leidet und wie bösartig der Tumor ist. Doch vor allem für Lungen-, Magen-, Dickdarm- und Hautkrebs entwickelten Forscher in den vergangenen drei Jahren neue therapiebegleitende Tests. Sie geben vor Gabe der Medikamente darüber Aufschluss, ob ein Wirkstoff bei einem Patienten überhaupt wirksam sein kann. Mehr als 20 Tests wurden bislang eingeführt, um bei Leukämien und bösartigen Tumoren eine für den Patienten passende Therapie zu finden, berichtet Professor Dr. med. Christoph Röcken, Leiter des Instituts für Pathologie an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel.

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UBC-Rapid - Quelle: consile
Harnblasenkrebs

Erster quantitativer Blasenkrebs-Marker vorgestellt

14. Februar 2013 Detlef Hoewing 0

UBC Rapid ermöglicht quantitative Diagnostik und Risikobeurteilung von Blasenkrebs am Point of Care

UBC-Rapid - Quelle: Consile GmbHFreiburg, 1. Februar 2013. Risikopersonen für Blasenkrebs können einfach und kostengünstig mit Urin-basierten Proteinmarkern für die patientennahe Diagnostik untersucht werden. Mit UBC Rapid steht jetzt erstmals ein Point-of-Care (POC) Test für die quantitative Auswertung zur Verfügung. Die Ergebnisse einer Pilotstudie an der Universität Tübingen stellte der Urologe Tilman Todenhöfer am 30. Januar 2013 auf dem 22. Urologischen Winterworkshop in Leogang vor. 1

Der UBC Rapid Test kann auf einem kleinen, mobilen POC-Messgerät  quantifiziert werden. Dazu wird eine verdünnte Urinprobe des Patienten in das Probenfenster einer Testkassette pipettiert. Die Farbintensität der Testlinie wird in dem Messgerät concile® Ω100 automatisch mit einem CCD-Sensor anhand einer Kalibrationskurve ausgewertet. Das Gerät ist für die einfache patientennahe Diagnostik vieler verschiedener Marker geeignet. Es zeigt die UBC-Konzentration im Urin nach 10 Minuten in µg/l an. Damit steht erstmals ein quantitativer POC-Test für die Früherkennung, die Diagnostik und das Monitoring von Harnblasenkrebs zur Verfügung.

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Kegelstrahl-CT der Brust - Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft
Brustkrebs

Deutsches Mammographie-Screening-Programm ist erfolgreich

8. Juli 2012 Detlef Hoewing 0

Berlin. Internationale Studien haben nachgewiesen, dass der Nutzen von Mammographie-Screening-Programmen zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren das Risiko überwiegt. Erst im Frühjahr 2012 bestätigten Forscher von der Universität Rotterdam auf dem 8. Europäischen Brustkrebskongress in Wien, dass durch Mammographie- Screening eine Senkung der Brustkrebssterberate um 31 Prozent in den Niederlanden zu verzeichnen ist.

Die Ergebnisse des deutschen Mammographie-Screening-Programms, im Februar 2012 veröffentlicht, zeigen, dass das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm auch hierzulande auf einem sehr guten Weg ist. Denn um die Effektivität des Programms bereits frühzeitig beurteilen zu können, werden kontinuierlich die von den Europäischen Leitlinien definierten Leistungsparameter wie Brustkrebsentdeckungsrate analysiert, ausgewertet und offen gelegt.

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Blasenspiegelung (Zystoskopie) beim Mann mit einem flexiblen Zystoskop - Bild: Detlef Höwing
Harnblasenkrebs

Diagnostik des Harnblasenkrebs

12. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Im letzten Artikel haben wir über die Risiken, die zu Harnblasenkrebs führen können, aufgeklärt und über mögliche Vorsorge- und Früherkennung berichtet, der ein Mittel darstellt, frühzeitig Blasenkrebs zu erkennen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns nun mit den diagnostischen Möglichkeiten, Harnblasenkrebs (auch Blasenkrebs oder medizinisch Urothelkarzinom genannt) zu erkennen.

Symptome

Harnblasenkrebs wird oftmals zu spät erkannt, da Symptome der Erkrankung oft sehr spät auftreten und von Arzt wie Patient falsch gedeutet werden können, da gleiche Symptome auch auf weniger gefährliche Erkrankungen hinweisen können. Gerade der Anteil der zu spät diagnostizierten Frauen ist sehr hoch, da bestimmte Frauenleiden die gleiche Symptomatik haben können.

Die Symptome im Einzelnen:

  • Häufig auftretende Infekte oder Entzündungen der Harnblase
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang
  • Harninkontinenz
  • Harnverhalt
  • Sichtbare oder nicht sichtbare Blutbeimengungen im Urin (Makro- oder Mikrohämaturie)
  • Zellklumpen im Urin

Wenn diese Symptome auftreten, ist unbedingt der Arztbesuch bei einem Urologen zu empfehlen, der den Ursachen auf den Grund gehen wird. Bei Blutbeimengungen im Urin ist auf jeden Fall ein Harnblasenkrebs auszuschließen, so die Empfehlung der internationalen Leitlinien zum Harnblasenkrebs

Schmerzen entstehen oft erst sehr spät in weit fortgeschrittenen Stadien oder wenn ein Harnleiter (von der Niere zur Harnblase) oder die Harnröhre durch einen Tumor verlegt ist. In diesem Fall können die Schmerzen auch in den Flanken oder im Rücken sein, wegen der Stauung oder Entzündung der betroffenen Niere.

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Abbau der extrazellulären Matrix durch die invasive Brustkarzinomzellinie - Quelle: Universität Stuttgart
Brustkrebs

Neuer Prognosefaktor für Brustkrebs entdeckt

3. April 2012 Detlef Hoewing 0

Wissenschaftler um PD Dr. Marcus Schmidt von der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten der Universitätsmedizin Mainz und Univ.-Prof. Dr. Jan G. Hengstler von Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund haben erstmals gezeigt, das Immunglobulin Kappa C (IGKC), ein integraler Bestandteil des Immunsystems, mit einer deutlich verbesserten Prognose bei Brustkrebs und mit einer erhöhten Empfindlichkeit auf eine Chemotherapie assoziiert ist. Der günstige Effekt fand sich auch bei Patienten mit Darmkrebs und Lungenkarzinomen. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Clinical Cancer Research“ veröffentlicht.

Obwohl die zentrale Rolle des Immunsystems für die Prognose von Tumorerkrankungen generell akzeptiert ist, wurde bisher kein einzelner Bestandteil des Immunsystems als zuverlässiger Marker identifiziert. In früheren Arbeiten konnte die Mainzer Arbeitsgruppe bereits zeigen, dass Gene bestimmter Zellen des Immunsystems – vor allem B-Zellen und T-Zellen – einen Einfluss auf die Prognose von Brustkrebs haben. Dies gelang mithilfe so genannter Genexpressionsanalysen. Dabei kann eine Vielzahl von Genen im Hinblick auf ihre Aktivität im Tumorgewebe identifiziert und charakterisiert werden. „Um die klinische Anwendbarkeit zu verbessern, haben wir uns gefragt, ob der Einfluss dieser ganzen Gruppe von Genen der B-Zellen sich nicht auf ein einziges Gen – und damit auf einen einzigen Marker – zurückführen lässt“, erläutert Dr. Marcus Schmidt, Oberarzt an der Frauenklinik der Universitätsmedizin Mainz. „Dabei stießen wir auf Immunglobulin Kappa C, das eine vergleichbare Aussagekraft hat wie die gesamte Gruppe von Genen, die wir in unserer früheren Arbeit identifiziert hatten.

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