Harnblasenkrebs

Querschnittlähmung als Risikofaktor für Harnblasenkrebs

Die Lebenserwartung von Menschen mit Querschnittlähmung ist in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Betroffene können annähernd so alt werden wie nichtbehinderte Menschen. Mit zunehmender Lebenserwartung rücken aber weitere Erkrankungen ins Blickfeld der Mediziner, wie zum Beispiel der Harnblasenkrebs. Urologen des Berufsgenossenschaftlichen Klinikums Hamburg haben gemeinsam mit weiteren auf diesem Gebiet erfahrenen…

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Selbsthilfe Harnblasenkrebs kein Verein mehr

Seit dem April dieses Jahres ist die Selbsthilfe Harnblasenkrebs kein eingetragener Verein. Sie ist aber weiterhin für kranke Menschen mit Harnblasenkrebs als Selbsthilfegruppe für Berlin und Brandenburg da. Kontakt mit der Telefonnr.: 030 7440073 und Internetseiten: www.selbsthilfe-harnblasenkrebs.de mit Informationen über Harnblasenkrebs. Krebszeitung–Download Selbsthilfe Harnblasenkrebs kein Verein mehr als PDF-Datei —


67. Urologen-Kongress thematisiert kontinenten Harnblasenersatz

DGU-Präsident Prof. Roth: „Operative Expertise erhalten!“ Harnblasenkrebs ist mit jährlich rund 28.000 Neuerkrankungen der zweithäufigste urologische Tumor. Muss die Blase wegen einer fortgeschrittenen Erkrankung entfernt werden, kann der kontinente Harnblasenersatz die Lebensqualität weitestgehend erhalten und stellt für viele Patienten die beste Behandlungsoption dar. DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Stephan Roth…


Harnblasenkrebs – mein Buch

© 2013 von Detlef Höwing über Harnblasenkrebs, Erektile Dysfunktion (ED) und Harninkontinenz. Dieses Buch einer Artikelsammlung der Online-Zeitung Mensch & Krebs, www.krebszeitung.de ist frei verfügbar für den privaten Gebrauch. Alle Texte und Bilder dürfen nur dann weiter bearbeitet werden, wenn meine schriftliche Genehmigung dazu vorliegt. Eine kommerzielle Nutzung des Buches…


Welche Patienten profitieren von der Blasenkrebs-Früherkennung?

Warum ist die Früherkennung auf Blasenkrebs wichtig?

Dr. Gerson Lüdecke - Foto: consileFrüh erkannt hat das Harnblasenkarzinom eine Heilungschance von über 90%. Dagegen haben Patienten, bei denen der Blasenkrebs erst in einem späten Stadium entdeckt wird, ein hohes Mortalitätsrisiko. Leider werden immer noch etwa 30% der Patienten erst diagnostiziert, wenn das Karzinom bereits invasiv ist. Eine Früherkennung bietet eine erhebliche Chance, die Heilungsaussichten der Betroffenen deutlich zu erhöhen. Bislang fehlt aber noch der wissenschaftliche Beweis, dass dies beim Blasenkrebs erfolgreich umgesetzt werden kann.

Welche Patienten sollten mit einem Schnelltest auf urinlösliche Blasenkrebsmarker untersucht werden?

Die Methode mit der Chance auf höchste Effektivität ist eine risikoadaptierte Früherkennung. Hier sind langjährige Raucher und Personen mit beruflicher Risikoexposition und medizinisch induzierten Faktoren ab einem Alter von ca. 55 Jahren zu nennen, außerdem bietet sich diese Diagnostik als Ergänzung bei Patienten mit Symptomen auf Blasenkrebs oder in der Nachsorge. In quantifizierender Form können Schnelltests dabei sogar Prognose relevant sein. Für ein Massen-Screening in der Bevölkerung bei Personen ohne Symptome oder Risikofaktoren ist keiner der in Deutschland erhältlichen Tests bisher zugelassen oder in Leitlinien empfohlen.


Neoadjuvante Therapie beim invasiven Harnblasenkrebs

Bei 6.000 – 6.500 Menschen in Deutschland tritt jedes Jahr bereits ein fortgeschrittener Harnblasenkrebs vor, das bereits metastasiert ist. Davon könnten mit ungefähr 2.000 Patienten eine perioperative Chemotherapie erhalten und damit profitieren. Bei dieser voroperativen neoadjuvanten Chemotherapie soll der Tumor und vorliegende Metastasen verkleinert werden, z.B. in den Lymphknoten.

Also kann eine neoadjuvante Chemotherapie dabei häufig die Operabilität des Tumors verbessern und zeigte in Studien ebenso wie die adjuvante Chemotherapie einen Überlebensvorteil gegenüber alleiniger operativen Therapie. Dies zeigten Studien, wie bei Leissner und Gschwend et al., die zeigten, dass die Prognose bei einer nodalen Metastasierung bei Harnblasenkrebs sich dramatisch verschlechtert. Somit ist die Selektion von Patienten, die vor der Operation einer Chemotherapie erhalten sollten, wie auch der nachfolgenden Chemotherapie erhalten sollten.


Harnblasenkrebs und Rauchen

Ein holländisches Forscherteam hat im Jahr 2011 Daten von 718 an nicht muskelinvasivem Harnblasenkrebs erkrankten Patienten über einen Zeitraum von 2,5 Jahren ausgewertet. Ihr besonderes Augenmerk war dabei auf die Tatsache gerichtet, ob es sich bei den Patienten um Raucher oder Nichtraucher handelte.

Die Auswertung der Studie kam zu folgendem Ergebnis:

Harnblasenkrebs und Rauchen sind eine schlechte Kombination

Nichtraucher jedoch waren in diesem Zeitraum nur zu 37,7 % betroffen.

Ein Rezidiv trat durchschnittlich nach 19,6 Monaten bei 284 der Patienten auf.

Während demnach folglich also Rauchen eindeutig die rezidivfreie Zeit verkürzt, wurden gleichfalls auch Faktoren wie bereits im Vorfeld erfolgte Rezidive sowie die Häufung von Primärtumoren in der Blase berücksichtigt. Diese Tatbestände sind ebenfalls für ein häufigeres Wiederauftreten des Blasenkrebses verantwortlich.


Webseiten

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Radiochemotherapie bei fortgeschrittenem Blasenkrebs

Berlin – Bei der Behandlung von Blasenkrebs im fortgeschrittenen Stadium verbessert die Kombination von Strahlenbehandlung und gleichzeitiger Chemotherapie die Prognose der Patienten deutlich, wie eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt. „Die Radiochemotherapie bietet für viele Patienten eine schonende Alternative zu einer Radikaloperation, und eine Entfernung der Blase kann dadurch meistens vermieden werden“, betont Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). „Denn gerade für ältere Menschen mit Begleiterkrankungen kann die Operation eine große Belastung darstellen.“

Radiochemotherapie weit wirksamer als alleinige Bestrahlung

Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 16 000 Menschen an Blasenkrebs. Die meisten Blasenkrebsarten wachsen nur oberflächlich in der Schleimhaut und sind relativ harmlos; diese Krebse können meistens bei einer Blasenspiegelung durch die Harnröhre entfernt werden. Die Blase wird dabei erhalten. Doch in jedem fünften Fall hat das Karzinom schon auf die Blasenmuskulatur übergegriffen. Dann versuchen Ärzte gewöhnlich, die gesamte Harnblase zu entfernen, oft samt umliegender Organe wie etwa Prostata oder Gebärmutter. Privatdozent Dr. Christian Weiss, leitender Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie der Universität Frankfurt am Main, erläutert, dass dieses Vorgehen nicht für alle Patienten optimal ist: „Diese sogenannte Zystektomie belastet gerade ältere Menschen, die an weiteren Begleiterkrankungen leiden, schwer.“


Nachsorge und Ernährung bei Harnblasenkrebs

Prof. M. Beer bei einer Zystoskopie im Franziskus-Krankenhaus BerlinNachdem wir in der letzten Ausgabe über die Therapiemöglichkeiten beim fortgeschrittenen Harnblasenkrebs und den möglichen Harnableitungssysteme nach der Entfernung der erkrankten Harnblase berichtet haben, behandeln wir in dieser Ausgabe die notwendigen Nachsorgeprogramme und geben Ernährungsempfehlungen bei Blasenentfernung oder einer Chemotherapie.

Nachsorge

Eine gründliche Nachsorge beim Harnblasenkrebs ist ebenso wichtig wie die richtige Behandlung! Tumornachsorgeuntersuchungen sind beim Harnblasenkarzinom in den ersten beiden Jahren alle 3 Monate, im dritten und vierten Jahr alle 6 Monate und ab dem fünften Jahr Tumorfreiheit einmal jährlich notwendig. Unter bestimmten Bedingungen und auf Wunsch des Patienten können auch längerfristig engmaschige Kontrollen erfolgen. Welche Untersuchungen notwendig sind, wird teilweise individuell entschieden und hängen insbesondere vom Tumorstadium und den Vortherapien ab. Die Erhebung der Krankengeschichte, eine sorgfältige körperliche Untersuchung, eine urologische Ultraschalluntersuchung, Laboruntersuchungen von Blut und Urin und eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) sind Standard der Nachsorge.