Hautlupe

Hautkrebs schnell erkennen

5. Mai 2015

Der »Schwarze Hautkrebs« ist aggressiv und lebensbedrohlich. Wird er nicht frühzeitig erkannt, sinken die Heilungschancen – doch die Vorsorgeuntersuchungen sind kompliziert. Fraunhofer-Forscher haben mit mehreren Projektpartnern ein Assistenzsystem entwickelt, das Dermatologen bei der Diagnostik unterstützt. Jedes Jahr erkranken laut der Deutschen Krebsgesellschaft rund 200.000 Menschen an Hautkrebs. Besonders gefährlich ist der »schwarze« Hautkrebs: Dringt dieser erst einmal in tiefere Hautschichten ein, sinken die Heilungschancen auf unter 10 Prozent. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind der einzige Weg, um kritische Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen. Der Arzt inspiziert dazu mit einem Dermatoskop – einem Mikroskop, mit dem er bis in tiefere Hautschichten hinein sehen kann – atypische Leberflecken, Experten nennen sie Nävuszellnävi, auf Merkmale wie Größe, Textur und Umrandungen und beobachtet, ob sie sich im Laufe der Zeit verändern. Da die meisten Menschen viele davon haben, ist das eine zeitaufwändige Prozedur. Zudem ist es schwierig, Veränderungen wie etwa das Wachstum einzelner Leberflecke im Auge zu behalten, da sie der Arzt bei der nächsten Untersuchung oft nicht zweifelsfrei identifizieren kann. Ganzkörperscanner unterstützt Hautdiagnostik Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF entwickelten auf Initiative und gemeinsam mit der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Magdeburg sowie den Partnern Dornheim Medical Images GmbH und Hasomed GmbH einen dermatologischen […mehr lesen]

Kein Bild

Hautkrebs – Artikelserie

18. November 2014

© 2013 von Detlef Höwing über Hautkrebs. Dieses Buch einer Artikelsammlung der Online- Zeitung Mensch & Krebs, www.krebszeitung.de ist frei verfügbar für den privaten Gebrauch. Alle Texte und Bilder dürfen nur dann weiter bearbeitet oder verwendet werden, wenn meine schriftliche Genehmigung dazu vorliegt. Eine kommerzielle Nutzung des Buches oder Texte oder Bilder sind untersagt. Alle Rechte Krebszeitung–Download Hautkrebs – Artikelserie als PDF-Datei —

Die Stachelzellkrebszellen (grün) dringen in die Haut ein. - Quelle: Venugopal Rao Mittapalli

Neues Graduiertenkolleg an der UMM widmet sich dem Hautkrebs

10. November 2014

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Antrag der Hautklinik der Universitätsmedizin Mannheim in vollem Umfang Graduiertenkollegs (GRKs) sind Einrichtungen der Hochschulen, die die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zur Aufgabe haben. Das Graduiertenkolleg dient daher nicht allein der Forschung zum Hautkrebs, sondern auch dazu, die besten Medizinstudenten sowie Studierende der Lebenswissenschaften für die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Dermato-Onkologie, der Tumoren der Haut, zu gewinnen. Den Graduierten wird im Rahmen des Kollegs eine medizinische oder naturwissenschaftliche Promotion zu einem Thema auf diesem Gebiet ermöglicht. Das Graduiertenkolleg mit der Ziffer 2099 und dem vollständigen Titel „Mechanismen des Hautkrebses: Metastasierung, primäre Resistenz und neue Zielstrukturen“ wird von der Mannheimer Universitäts-Hautklinik geleitet. Designierter Sprecher des GRK 2099 ist der Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und Prodekan der Medizinischen Fakultät Mannheim, Professor Dr. Sergij Goerdt, sein designierter Stellvertreter Professor Dr. Martin Leverkus, Leiter der Sektion Molekulare Dermatologie an seiner Klinik: „In diesen für die UMM schwierigen Zeiten freuen wir uns ganz besonders, dass unsere auch vom Wissenschaftsrat sehr positiv beurteilte wissenschaftliche Arbeit hier in Mannheim erneut von der DFG anerkannt und gefördert wird.“ Die Mannheimer Medizinfakultät arbeitet in dem Graduiertenkolleg mit Wissenschaftlern anderer Einrichtungen der Metropolregion zusammen, wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Schwesterfakultät […mehr lesen]

Logo: Tag des Sonnenschutzes - Quelle: Haut.de

Hautkrebs – Vorsorge fängt im Kindesalter an

11. August 2014

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Sonnenbrände im Kindesalter gehören zu den Hauptursachen von Hautkrebs. Doch obwohl Sonnenbrände leicht vermeidbar sind, steigt die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren an. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seinem neuen Jahresbericht hin. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks warnt deshalb davor, den Sonnenschutz von Kindern zu vernachlässigen. „Hautkrebs-Vorsorge fängt im Kindesalter an“, sagte Hendricks anlässlich der Vorstellung des BfS- Berichts. „Eltern tragen dafür eine besondere Verantwortung. Gerade in der Urlaubszeit sollten sie penibel auf den Sonnenschutz ihrer Kinder achten. Dass die Haut am Ende eines Sonnentags am Meer oder am Badesee schmerzhaft rot ist, ist schnell passiert – und damit kann schon der erste Grundstein für späteren Hautkrebs gelegt sein.“ Schwerpunkt des BfS-Jahresberichts ist der Weg von der Wissenschaft zum vorbeugenden Gesundheits- und Verbraucherschutz. „Die Frage, wie sich die wissenschaftlich-technische Expertise des BfS in einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger umsetzen lässt, hat seit der Gründung des BfS immer stärkeres Gewicht bekommen“, sagte BfS-Präsident Wolfram König. „Der UV-Schutz ist hierfür ein gutes Beispiel. Das Wissen, dass die UV- Strahlung der Sonne Hautkrebs verursacht, ist mittlerweile Allgemeingut. Doch daraus folgt nicht automatisch auch das […mehr lesen]

Sommersonne genießen – vor Hautkrebs schützen!

18. Juli 2014

Deutsche Krebshilfe gibt Hautschutztipps für die Sommerferien Bonn (sts) –Sommer. Sonne. Ferien. Viele Menschen fahren in diesen Wochen in den Urlaub oder genießen die Sonne zu Hause. Der Aufenthalt im Freien tut gut und entspannt. Dabei ist jedoch der Schutz vor krebserregenden UV-Strahlen unverzichtbar, denn gerade Kinder und hellhäutige Menschen riskieren in der Sonne langfristige Hautschäden. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) empfehlen, sich im Sommer mittags im Schatten aufzuhalten und sich in der Sonne nicht aus-, sondern anzuziehen. Jährlich erkranken in Deutschland über 250.000 Menschen neu an Hautkrebs. „Hautkrebs ist bundesweit inzwischen die häufigste Krebserkrankung überhaupt“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Übermäßige UV-Strahlung schädigt das Erbgut und ist der größte Risikofaktor für dieses Tumorleiden.“ Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz besonders in der Sommerzeit so wichtig.  „Meiden Sie die pralle Sonne und halten Sie sich tagsüber bei höheren UV-Werten im Schatten auf. Nutzen Sie geeignete Kleidung, um sich vor UV-Strahlen zu schützen“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender ADP. „Dies bietet den effektivsten Schutz vor Hautkrebs.“ Insbesondere Kleidung ist ein einfach zu handhabender Sonnenschutz. Manche Textilien verfügen zudem über einen speziellen Sonnenschutzfaktor:  Der sogenannte Ultraviolet Protection Factor (UPF) gibt an, […mehr lesen]

Zelltod als Zerplatzen: Hier explodiert eine Hautkrebszelle aus einem Plattenepithelkarzinom und sch ... Bild/Quelle: Prof. M. Leverkus, Universitätsmedizin Mannheim

Hautkrebs – Erfolgreiche Blockade

30. April 2014

Mit einem neuen Wirkstoff konnten Wissenschaftler der Universitätsklinik Würzburg das Wachstum von Hautkrebszellen stoppen. Ob dieser Hemmstoff therapeutisch eingesetzt werden kann und ob er auch bei Tumorzellen anderer Krebsarten wachstumshemmend wirkt, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Viren können nicht nur lästige und unangenehme Infektionen, wie Grippe oder Masern, auslösen. Sie sind auch für eine Reihe von Krebserkrankungen beim Menschen verantwortlich. Ein Beispiel dafür ist das Merkelzell- Karzinom – eine seltene, aber hoch aggressiven Form von Hautkrebs. Hier konnten Wissenschaftler vor rund sechs Jahren nachweisen, dass in etwa 80 Prozent aller Karzinome ein Virus vorliegt – das sogenannte Merkelzell- Polyomavirus. Wie Viren Krebs auslösen Der genaue Mechanismus, wie das Virus die Zellen dazu bringt, sich ungebremst zu teilen und zu vermehren, ist noch nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass spezielle, vom Virusgenom kodierte Proteine – im Fachjargon T-Antigene genannt – eine zentrale Rolle dabei spielen. Aus Untersuchungen an verwandten Tumorviren ist bekannt, dass die T-Antigene in der Lage sind, in den Zellen das sogenannte Retinoblastoma-Protein zu inaktivieren, dessen Funktion es ist, unkontrollierte Vermehrung der Zellen zu verhindern. Das Zusammenspiel von T-Antigen und Retinoblastom-Protein bietet sich deshalb als Angriffspunkt für eine potenzielle Therapie an. Ob sie zum gewünschten Erfolg führt, haben Wissenschaftler aus […mehr lesen]

Ohne hinreichenden UV-Schutz entstehen beim Sonnenbaden erhebliche Strahlenbelastungen, die zu Hautkrebs führen können.

Frühlingssonne entspannt genießen

2. April 2014

Deutsche Krebshilfe gibt Tipps zum Schutz vor Hautkrebs Bonn (sts) – Endlich Frühling. Endlich Sonne. Endlich raus. Nach den Wintermonaten ist die Sehnsucht nach wärmenden Sonnenstrahlen groß. Wer es einrichten kann, verbringt möglichst viel Zeit an der frischen Luft. „Genießen Sie die Sonne ohne Reue. Gewöhnen Sie Ihre Haut jedoch behutsam an die UV-Strahlen und vermeiden Sie Rötungen“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Mit einfachen Sonnen-Tipps vermeiden Sie ein vorzeitiges Altern der Haut und verringern Ihr Hautkrebsrisiko.“ Gerade hellhäutige Menschen riskieren besonders im Frühling langfristige Hautschäden, wenn sie sich zu intensiv den UV-Strahlen aussetzen. Jeder Sonnenbrand schädigt die Hautzellen und erhöht das Hautkrebsrisiko. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz wichtig. Mit ein paar einfachen Tipps lassen sich die sonnigen Wochen ohne gerötete Haut genießen: „In der Sonne nicht ausziehen, sondern Textilien als Sonnenschutz nutzen, die pralle Sonne meiden und stattdessen öfter mal im Schatten aufhalten“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). „So können Sie Ihr Hautkrebs minimieren.“ Zum richtigen Sonnenschutz gehört zudem eine Sonnenbrille mit UV-A- und UV-B-Schutz sowie Kleidung. Sie besteht aus einer Kopfbedeckung, dicht gewebten T-Shirts, Hemden und Schuhen, die den Fußrücken ausreichend bedecken. Zudem gibt es spezielle Sonnenschutztextilien. Diese sind gekennzeichnet […mehr lesen]

Radgeber der Deutschen Krebshilfe

Ärztliche Leitlinien zur Hautkrebsprävention

17. Februar 2014

Wissenschaftlich begründete Empfehlungen zur Patientenaufklärung erschienen.

Bonn/Hamburg/Berlin, 14. Februar 2014. Hautkrebs gehört zu den weltweit häufigsten Tumorarten. Doch kaum eine andere Krebsart lässt sich besser durch Prävention vermeiden. Nun ist erstmals eine Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs erschienen, die Ärzte bei der Patientenaufklärung unterstützen soll. „Eine Leitlinie, die sich auf höchstem wissenschaftlichen Niveau mit der Prävention, sowohl der Ursachenvermeidung als auch der Früherkennung, bei einer bestimmten Krebsart auseinandersetzt ist völlig neu“, erklärt Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und Koordinator der Leitliniengruppe Hautkrebsprävention. Eine Bürgerinformation auf der Grundlage der Leitlinie Hautkrebsprävention sei ebenfalls geplant. „Ziel ist es, Ärzten und Bürgern wissenschaftlich begründete, praktikable Präventionsempfehlungen an die Hand zu geben, die zu einer Verbesserung der Gesundheit dienen und zur Lebensqualität beitragen. Generelle Empfehlungen zur Aufklärung der Öffentlichkeit über Hautkrebsrisiken sind ebenfalls enthalten.“

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Melanom

Neues Verfahren soll Behandlung von Hautkrebs verbessern

13. Januar 2014

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Projekt MeDiOO am HOT

Die Tumore sind oft winzig klein und doch hochgefährlich: Patienten, die an Schwarzem Hautkrebs erkrankt sind, sollten so schnell wie möglich operiert werden, denn das sogenannte Maligne Melanom kann bereits in einem frühen Stadium metastasieren. Das Projekt MeDiOO am Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) an der Leibniz Universität Hannover hat das Ziel, mittels einer neuen, optisch basierten Diagnosemethode erstmals bereits vor einer Operation zu bestimmen, wie dick eine verdächtige Hautläsion ist, so dass entsprechend weniger gesundes Gewebe entfernt werden müsste. Der Kurzname MeDiOO steht dabei für „Melanomdickenbestimmung mittels Optoakustik und OCT“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben innerhalb der Förderlinie VIP für drei Jahre vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2016.

Bei der Untersuchung eines Melanoms gibt es unterschiedliche Methoden. Keine von ihnen ist jedoch bislang in der Lage, zuverlässig bereits vor einer Operation Aufschluss über die Tumordicke bzw. die Invasionstiefe zu geben. Um das Risiko der Metastasierung oder eines Rezidivs für Betroffene möglichst gering zu halten, wird bei einer Operation bislang viel vom umliegenden gesunden Gewebe entfernt – bei einer Tumordicke von mehr als zwei Millimeter müssen rundherum bereits zwei Zentimeter entfernt werden. Die Tumordicke beziehungsweise Invasionstiefe sind dabei ein maßgebliches Kriterium für das Stadium der Krankheit und entscheidend für die weitere Behandlung und Prognose.

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Zelltod als Zerplatzen: Hier explodiert eine Hautkrebszelle aus einem Plattenepithelkarzinom und sch ... Bild/Quelle: Prof. M. Leverkus, Universitätsmedizin Mannheim

Immuncocktail lässt Tumoren schrumpfen

13. Januar 2014

Forscher entwickeln neue Therapiestrategie gegen Schwarzen Hautkrebs

Heidelberg (gb) – Wie wird das Immunsystem schlagkräftiger gegen Krebs? Heidelberger Wissenschaftler sind der Antwort auf diese Frage ein gutes Stück näher gekommen. Sie haben die Natürlichen Killerzellen des Immunsystems mit Hilfe eines Cocktails aus verschiedenen Botenstoffen so gestärkt, dass diese Tumoren zerstören konnten. Derzeit entwickeln die Forscher Strategien, um ihre Erkenntnisse in den klinischen Alltag umzusetzen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 248.000 Euro gefördert.

Seit Längerem verfolgen Forscher den Ansatz, Krebs mithilfe des körpereigenen Abwehrsystems zu bekämpfen. Vor allem die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) der angeborenen Immunabwehr gelten als vielversprechende Kandidaten. Sie sind die erste Instanz im Körper, wenn es darum geht, Krankheitserreger wirksam zu bekämpfen und Infektionen in Schach zu halten. Auch gegen Tumoren sind die Killerzellen im Einsatz. Bisher allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Dies könnte sich nun ändern.

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