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Schädling im Reisfeld als Helfer gegen Krebs

Jena. Ein 30 Jahre altes Rätsel ist gelöst: Wissenschaftlern des Leibniz- Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll- Institut (HKI) und der Universität Tübingen ist es gelungen, einen wichtigen Schritt in der Herstellung des Wirkstoffes Rhizoxin zu entschlüsseln. Die Brisanz liegt in seiner Wirkungsweise: Rhizoxin hindert Krebszellen daran, sich zu teilen. Ihre Erkenntnisse konnten die Jenaer Forscher nun in der international renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlichen.

Lange bevor die Kartoffel europäische Teller und Mägen eroberte, wurde in Südostasien Reis angebaut – heute weltweites Grundnahrungsmittel. Verheerend ist es, wenn Pflanzenkrankheiten die Ernte vernichten. Zu den Schädlingen zählt auch die Reiskeimlingsfäule, ausgelöst durch den Schimmelpilz Rhizopus microsporus. Der Pilz befällt die Keimlinge und bildet den Naturstoff Rhizoxin. Dieses Zellgift hindert das Wachstum der Wurzeln und die Pflanze stirbt ab.

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