Immunzellen
Forschung

Fortgeschrittener nicht – kleinzelliger Lungenkrebs

11. Februar 2017 Detlef Hoewing 0

Bestimmte Patienten können nun schon früher mit innovativen Therapien behandelt werden Haar , 01. Februar 2017 – Lungenkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebsart bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen . In mehr als 80 % der Fälle handelt es sich um den sogenannten nicht – kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC ), der im fortgeschrittenen Stadium – trotz der medizinischen Weiterentwicklungen der letzten 10 Jahre – in der Regel mit einer ungünstigen Prognose verbunden ist . Eine der neueren Entwicklungen im Kampf gegen Krebs stellen die innovativen Therapieoptionen aus der Immunonkologie , wie z. B. ein biotechnologisch hergestellter Antikörper von MSD SHARP & DOHME GMBH, dar. Erstmalig ist damit auch in Deutschland eine Therapie ohne vorangegangene Chemotherapie bei bestimmten Patienten mit fortgeschrittenem, das heißt metastasiertem , NSCLC möglich. „Die innovativen immunonkologischen Therapien erweitern das Spektrum unserer Behandlungsmöglichkeiten“, so Professor Dr. Martin Reck, Chefarzt der Onkologie an der LungenClinic Großhansdorf . „Sie bieten vielen Patienten mit nicht – kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium neue Behandlungsmöglichkeiten. Eine der Therapien kann, anders als bisher, bei bestimmten Patienten jetzt auch ohne vorangegangene Chemotherapie – also als sogenannte Erstlinientherapie – eingesetzt werden. Voraussetzung ist ein Test, der Auskunft über bestimmte Tumor – spezifische Merkmale liefert. So […mehr lesen]

Immunzellen (T-Zellen) im Bauchspeicheldrüsenkrebs, die ihre Entzündungsstoffe (Zytokine) über den alternativen p38-Signalweg bilden und dadurch das Tumorwachstum fördern. Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg
Krebsthemen

Immunonkologie – Krebs mit dem körpereigenen Immunsystem bekämpfen

5. März 2016 Detlef Hoewing 0

Das Immunsystem ist das Instrument des Körpers zur Bekämpfung von Erregern und geschädigten Zellen. Bei einigen Tumorarten wie beispielsweise beim schwarzen Hautkrebs oder beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom gelingt es zunehmend, die Fähigkeiten des körpereigenen Abwehrsystems auch zur Krebsbekämpfung zu nutzen. Die Immuntherapie gilt deshalb als Hoffnungsträger. Noch vor wenigen Jahren konnte die Immuntherapie im Kampf gegen Krebs kaum Erfolge verzeichnen. Dabei ist die Idee, Krebszellen mithilfe des eigenen Immunsystems zu bekämpfen, mehr als einhundert Jahre alt. Bereits in den 1860er-Jahren berichtete der Bonner Chirurg Wilhelm Busch von einer Frau, deren Tumor nach einer absichtlich herbeigeführten Infektion schrumpfte. Doch die Erkenntnisse über die vielfältigen Interaktionen zwischen Krebszellen und dem Immunsystem sind erst im 21. Jahrhundert ausreichend genug erforscht, um neue Wege in der Krebstherapie zu beschreiten. Das Immunsystem reagiert normalerweise zuverlässig auf bestimmte Strukturen von Erregern und Zellen, die den Körper schädigen können. Auch Krebszellen tragen an ihrer Zelloberfläche Merkmale, die sie für das Immunsystem erkennbar machen sollten. Doch haben viele Tumorarten Strategien entwickelt, ihre bösartige Identität zu verschleiern. Hier setzt das Wirkungspotenzial der Immuntherapie an. Sogenannte Checkpoint-Inhibitoren sollen die krebsbedingten Blockaden auflösen und das Immunsystem stimulieren, um Tumorzellen zu erkennen und zuvernichten. Aktuelle Informationen zum Forschungsstand der Immuntherapie, zu Wirkmechanismen, Ansprechraten […mehr lesen]

Roche
Allgemein

Fortschritte im Kampf gegen Nieren- und Blasenkrebs

5. März 2016 Detlef Hoewing 0

Urologen erwarten in Kürze neuen Therapieansatz in der Immunonkologie Düsseldorf. Eine Tumorerkrankung mit dem eigenen Immunsystem angreifen? Genau dieser Mechanismus wird durch verschiedene neue Substanzen aus dem Bereich der „Immunonkologie“ verfolgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapieansätzen, wie der Chemotherapie, bei denen der Tumor direktes Ziel des Wirkstoffes ist, funktionieren die Immunonkologika über eine verstärkte Immunantwort und die daraus resultierende anti-tumoröse Wirkung der körpereigenen Abwehr. „Dieser Mechanismus greift auch bei urologischen Tumoren und wird die Therapievielfalt beim metastasierten Nierenzellkarzinom und beim metastasierten Harnblasenkarzinom in Kürze erweitern“, sagt Prof. Dr. Christian Wülfing, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) angesichts der bevorstehenden Zulassung neuer Wirkstoffe in der uroonkologischen Immuntherapie. Jährlich erkranken laut Statistik des Robert Koch-Instituts in Deutschland rund 15 000 Männer und Frauen neu an Nierenkrebs und etwa 29 000 an Blasenkrebs. Schlüssel für den Fortschritt im Kampf gegen Krebs sind die „T-Zellen“. Prof. Wülfing: „Die körpereigenen zytotoxischen T-Zellen, die in der Lage sind, körperfremde Zellen – auch Tumorzellen – zu erkennen und zu zerstören, werden durch ein komplexes Zusammenspiel bestimmter aktivierender und hemmender Signale gesteuert. Diese sogenannten Immun-Checkpoints steuern die Zerstörung von fremden Zellen, verhindern dabei aber eine dauerhafte Immunantwort und somit eine Schädigung gesunden Gewebes. Die wichtigsten Regulatoren in […mehr lesen]