Ein Beispiel der Krebs- Früherkennung ist die HPV-Testung (HPV ist ein Virus, der bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen kann.
DGU-Kongress 2015

HPV – „Impft auch die Jungs!“

26. September 2015 Detlef Hoewing 0

Was hat Krebs mit Jungensprechstunde zu tun? „Ich bin tief davon überzeugt, dass die HPV-Impfung von Jungen von großer Bedeutung ist – nicht nur wegen der Tatsache, dass Männer die Hauptübertragungsquelle für Hochrisiko- Papillomvirusinfektionen sind, sondern auch, weil sowohl im Oropharyngeal-Bereich wie auch im Anal- und externen Genitalbereich Krebserkrankungen auftreten, die zumindest zu einem großen Teil durch die gleichen Viren verursacht werden wie beim Gebärmutterhalskrebs. Schließlich sollte auch noch betont werden, dass Genitalwarzen bei beiden Geschlechtern ein extrem unangenehmes Problem darstellen und zumindest eine der verfügbaren Impfungen auch einen Schutz gegen diese Warzen verleiht.“ Diese Worte darf ich Ihnen, verehrte Anwesende, im Namen von Herrn Prof. Dr. Harald zur Hausen, Medizin-Nobelpreisträger 2008, Entdecker der HP-Viren als Krebserreger und Vater der HPVImpfung, aus Heidelberg übermitteln. Speziell zur Eröffnungs- Pressekonferenz dieses Kongresses hat er mir in einem Telefonat diese Botschaft gesendet: „In Deutschland erkranken pro Jahr mehr als sechstausend Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Zweitausend sterben an diesem Krebs. Das ist mit 30% eine viel zu hohe Rate. Und wenn man sich vor Augen hält, in welchem Umfang die Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses behandelt werden, die ja immerhin etwa 100.000 Operationen pro Jahr in Deutschland erfordern, ist das schon eine sehr hohe Zahl.“ Seit Einführung […mehr lesen]

Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd
Krebsthemen

Impfung gegen Kopf-Hals-Tumoren verbessert Prognose von Krebspatienten

19. November 2014 Detlef Hoewing 0

Die Prognosen für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sind schlecht. Nur jeder zweite hat die Chance, diese bösartige Krebserkrankung zu überleben. Das liegt nicht nur an der Aggressivität der Krebszellen, sondern auch an ihrer Fähigkeit, das Immunsystem der Erkrankten zu unterdrücken. Mediziner der Universitäten Ulm und Pittsburgh (USA) haben nun einen neuen immuntherapeutischen Ansatz entwickelt und in einer klinischen Studie mit 16 Kopf-Hals-Karzinom-Patienten erfolgreich getestet. „Mit einer speziellen Impfung ist es uns gelungen, durch die spezifische Aktivierung des Immunsystems die Überlebensprognose der Patienten nachweislich zu verbessern“, erklärt PD Dr. Patrick Schuler. Er ist Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm und Erstautor der in „Clinical Cancer Research“ veröffentlichten Studie. Die Publikation wurde jüngst mit dem Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung – dotiert mit 10 000 Euro – ausgezeichnet. Dem Ulmer Wissenschaftler gelang es in der Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Professor Robert Ferris (University of Pittsburgh) so genannte dendritische Zellen der Tumorpatienten im Reagenzglas zu züchten und biotechnologisch für den Kampf gegen Krebszellen „scharf zu machen“. Diese besonderen Immunzellen weisen astartige Verzweigungen auf und dienen der Antigen-Präsentation. Denn für eine spezifische Immunantwort braucht es genaue Hinweise auf die Aggressorzellen. „Wir haben die Zelloberfläche der dendritischen Zellen mit p53 beladen, einem […mehr lesen]

Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd
Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs: Wer impft, beugt vor

20. Juli 2013 Detlef Hoewing 0

Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd

Gebärmutterhalskrebs – diese Tumorerkrankung ist nach Brustkrebs die zweithäufigste bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Wie eine Impfung vorbeugen kann, zeigt dieser Überblick.

Frauen, die an Gebärmutterhalskrebs erkranken, sind oft bereits in ihrer Jugend von den Auslösern infiziert worden: „Humane Papillomviren, kurz HPV, können viele verschiedene Erkrankungen verursachen. Erwiesen ist, dass Infektionen mit bestimmten HPV-Typen für die Entstehung von Krebserkrankungen und deren Vorstufen am Gebärmutterhals, der Scheide, des äußeren weiblichen und männlichen Genitalbereichs verantwortlich sind“, erklärt Professorin Dr. med. Monika Hampl. Die Expertin ist leitende Oberärztin der Frauenklinik am Universitätsklinikum Düsseldorf sowie unter anderem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), der Arbeitsgemeinschaft für Infektionen und Infektionsimmunologie in der Gynäkologie und Geburtshilfe (AGI) sowie der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO).

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Legende: A) Normales Gebärmutterhalsgewebe, das viel pro-IL-1β enthält (braun gefärbt) B) Gebärmutterhalskrebs, negativ für pro-IL-1β - Bildquelle: DKFZ/Charité Berlin
Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs – Studien zeigen, wie wirksam Impfen ist

29. April 2013 Detlef Hoewing 0

Gute Nachrichten zum Thema Gebärmutterhalskrebs: Aktuelle Studien untermauern erneut, dass die Impfung gegen bestimmte Humane Papillomviren (HPV) einen effektiven Schutz vor dieser Krebsart und ihren Vorstufen bieten kann – und dass diese Schutzmaßnahme gut verträglich ist. Gebärmutterhalskrebs ist laut Europäischem Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) nach Brustkrebs die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Neben den jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen beim Frauenarzt ist die Impfung gegen bestimmte HPV-Typen eine wichtige Möglichkeit der Vorbeugung. Denn dass diese Viren sowohl Genitalwarzen als auch Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und den Krebs selbst verursachen können, gilt als gesichert.

Kompetenter Rat per Telefon von führenden Impfexperten
16. Mai 2013, 11 bis 16 Uhr
Rufen Sie kostenfrei an unter: 0800 000 55 32

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Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd
Gebärmutterhalskrebs

HPV-Impfung – Was hat sie gebracht?

28. März 2013 Detlef Hoewing 0

Seit mehr als sechs Jahren gibt es in Deutschland die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Sie war die erste Impfung gegen Krebs und wurde weltweit als Durchbruch in der Krebsprävention gefeiert. Prof. Harald zur Hausen, der den zugrunde liegenden Zusammenhang zwischen einer Virusinfektion und der Entstehung von Krebs nachweisen konnte, bekam für diese Entdeckung den Nobelpreis für Medizin.

Die Impfung bietet erstmals die Chance, Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) vom Typ 16 und 18 zu verhindern, die für etwa 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 1.600 Frauen an dieser Erkrankung. Derzeit gibt es zwei Impfstoffe. Beide richten sich gegen die HPV-Typen 16 und 18 (bivalent – zweifach), einer zusätzlich gegen HPV 6 und 11 (tetravalent – vierfach). HPV 6 und 11 können andere genitale Erkrankungen, wie z.B. Genitalwarzen, auslösen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung seit Marz 2007 für alle Mädchen vom 12. bis zum 17. Lebensjahr. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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Hirntumor - Quelle: NGFN
Hirntumoren

Neue Angriffspunkte für Impfung gegen Hirntumor

19. Juni 2012 Detlef Hoewing 0

Krebsforscher aus Heidelberg, Genf und Tübingen sind in der Erforschung eines äußerst aggressiven Hirntumors, des Glioblastoms, einen großen Schritt weitergekommen: Sie erfassten erstmals systematisch sämtliche Eiweiße auf der Oberfläche der Glioblastomzellen und identifizierten zehn Marker, die besonders charakteristisch für diese Tumorart sind. Die Forschungsergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Brain“, fanden bereits Eingang in die klinische Anwendung: Ein Krebsimpfstoff gegen die Tumormarker kommt in zwei klinischen Studien zum Einsatz, eine weitere ist am Universitätsklinikum Heidelberg geplant.

So funktioniert die Impfung:

Charakteristische Oberflächenstrukturen der Tumorzellen, z.B. Eiweiße oder Teile davon, werden gemeinsam mit Substanzen, die das Immunsystem anregen, in die Haut injiziert. „Wir lösen quasi eine Entzündung aus: Die Immunzellen werden angelockt und auf die Tumoreiweiße geprägt“, erklärt die Biologin. In Folge entstehen deutlich mehr Lymphozyten, die auf die Bekämpfung des Tumors spezialisiert sind, als ohne die zusätzliche Aktivierung. Entdecken sie im Körper Zellen mit den Eiweißen aus dem Impfstoff, zerstören sie diese.

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Themenfoto Darmkrebs - Foto: Bayer Vital gmbH
Darmkrebs

Den Darmkrebs bekämpfen, bevor der Tumor entsteht

23. Mai 2008 Detlef Hoewing 0

Heidelberger Wissenschaftler haben eine neue Strategie für eine Impfung gegen bestimmte Formen von Krebs entdeckt. Sie stellten fest, dass Immunzellen auf veränderte Eiweiße in Tumorzellen stark reagieren, bei denen ein DNS-Reparaturdefekt aufgetreten ist. Man schätzt dass bei etwa 15 Prozent aller Tumoren dieser Reparaturdefekt vorliegt.

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Risiko der Krebserkrankung bei einer Infektion mit HPV - Quelle: Institut für Mikroökologie
dkfz

Hoffnungen und Hindernisse auf dem Weg zur vorbeugenden Impfung gegen humane Papillomviren (HPV)

7. Oktober 2004 Detlef Hoewing 0

Experten sind optimistisch, dass mit der Verfügbarkeit von HPV-Impfungen die Zahl der Frauen, die sich diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung von Krebsvorstufen im Bereich des Gebärmutterhalses unterziehen müssen, innerhalb einer Dekade deutlich zurückgehen wird. Mehrere Multicenterstudien dazu sind unterwegs, mit Ergebnissen ist in wenigen Jahren zu rechnen, betonte Professor Laura Koutsky, University of Washington, Seattle, bei einer Pressekonferenz am 5. Oktober im Deutschen Krebsforschungszentrum.

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