Jugendliche

Bewegungsprogramme für krebskranke Kinder zeigen positive Effekte

Eine systematische Studienanalyse der Deutschen Sporthochschule Köln belegt, dass krebskranke Kinder und Jugendliche von spezifischen Bewegungsprogrammen profitieren.

Sind krebskranke Kinder und Jugendliche während der medizinischen Therapie oder in der Nachsorge einer Krebserkrankung in der Lage, an spezifischen Bewegungsprogrammen teilzunehmen? JA – sagen Dr. Freerk Baumann und Diplom-Sportwissenschaftlerin Julia Beulertz. Die beiden Wissenschaftler/innen vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abt. Molekulare und Zelluläre Sportmedizin) der Deutschen Sporthochschule Köln haben aktuelle wissenschaftliche Studien analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass sich spezifische Bewegungsprogramme positiv auf die Patientinnen und Patienten auswirken können, ohne den Gesundheitszustand oder den medizinischen Behandlungserfolg negativ zu beeinflussen.

Nicht nur die Krebserkrankung selbst, sondern auch die damit in Zusammenhang stehende, intensive medizinischen Therapie führt häufig dazu, dass die Betroffenen körperlich geschwächt sind und über einen längeren Zeitraum aus ihrem sozialen Umfeld heraus gerissen werden. Dabei zeigt die aktuelle Studienlage, dass durch professionelle Bewegungsprogramme insbesondere Verbesserungen in Bezug auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, das Erschöpfungssyndrom (Fatigue) sowie die Muskelkraft erzielt werden können. Erste wissenschaftliche Untersuchungen wurden an der Deutschen Sporthochschule Köln bereits vor 15 Jahren durchgeführt. Dennoch fehlt es in der Kinderonkologie bislang noch an einer flächendeckenden bewegungstherapeutischen Versorgung.

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Rauchfreie Vorbilder machen Jugendliche stark

Berlin (jft) – Am 31. Mai 2008 ist Welt-Nichtrauchertag. Unter dem diesjährigen Motto „Rauchfreie Jugend“ fordert das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN wirksame Maßnahmen, die verhindern, dass Kinder und Jugendliche anfangen zu rauchen. „Trotz Werbeverboten und Selbstverpflichtungserklärungen hat die Tabakindustrie nach wie vor junge Menschen als wichtige Kunden ihrer gesundheitsschädlichen Produkte im Blick“, so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, anlässlich einer Pressekonferenz heute, am 29. Mai 2008, in Berlin. Die Deutsche Krebshilfe ist Mitglied im AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN.


Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen

Im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums treffen sich rund 40 Kliniker und Wissenschaftler aus aller Welt, um Daten zur Behandlung von Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom zu analysieren. Jugendliche Hodgkin-Patienten werden bisher entweder in Studien für Kinder oder in Studien für Erwachsene behandelt, so dass Jugendliche gleichen Alters oft sehr unterschiedliche Therapien erhalten und die entsprechenden Daten über verschiedene Altersgruppen und Studien verstreut sind. Mit einigen Tausend Datensätzen liegt den Wissenschaftlern nun der bisher größte Datenpool speziell zu Jugendlichen mit Hodgkin-Lymphom vor. Initiatoren und Leiter dieser internationalen Kooperation sind Richard Fisher, Jonathan Friedberg und Louis (Sandy) Constine von der University of Rochester sowie Cindy Schwartz von der Johns Jopkins University (ehem. Rochester).