Prof. Andreas Dietz (re.) erwartet 90 HNO-Experten aus ganz Europa zum 7. Leipziger OP-Kurs am Uniklinikum Leipzig. Foto: UKL
Kehlkopfkrebs

Neue Wege in der Kehlkopfkrebs -Therapie

6. Juni 2014 Detlef Hoewing 0

Wenn ein Tumor den Kehlkopf beschädigt und er entfernt werden muss, hat das für den Patienten weitreichende Folgen. Ein neuer Therapieansatz für Kehlkopfkrebs erhöht die Chance auf den Erhalt des Kehlkopfes und die Überlebensrate der Patienten. Entwickelt wurde das Konzept von der Deutschen Larynx-Organerhalt-Studiengruppe (DeLOS) unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Dietz von der Universitätsmedizin Leipzig. Die Ergebnisse der Studie wurden vor kurzem auf dem Kongress der amerikanischen Krebsgesellschaft in Chicago der internationalen Fachwelt vorgestellt. Der Kehlkopf hat für den Menschen zwei zentrale Funktionen: Sprechen und Schlucken. Diese Funktionen können durch einen Tumor eingeschränkt werden oder vollständig verloren gehen – für die Patienten ein erheblicher Verlust an Lebensqualität. Deshalb spielt der Organerhalt bei der Behandlung von Kehlkopfkrebs eine zentrale Rolle. Etwa einer von 5000 Einwohnern in Deutschland erkrankt an Kehlkopfkrebs; der größte Risikofaktor ist Tabakkonsum. Ein erstes Anzeichen für die Krankheit ist Heiserkeit. In einem späteren Stadium können auch Schluckstörungen oder Blut im Speichel auf einen Tumor hindeuten. Zu Beginn der Krebserkrankung sind nur Teile des Organs betroffen, die sich herausoperieren lassen, der Kehlkopf bleibt erhalten. „Bei einem großen Tumor, der das Organ beschädigt, ist die Entfernung des kompletten Kehlkopfes die sauberste Form der Krebsbehandlung“, erklärt Prof. Dr. Andreas Dietz, […mehr lesen]