Ohne hinreichenden UV-Schutz entstehen beim Sonnenbaden erhebliche Strahlenbelastungen, die zu Hautkrebs führen können.
Deutsche Krebshilfe

Gegen Hautkrebs: Clever in Sonne und Schatten

22. April 2016 Detlef Hoewing 0

Kinderhaut schützen! Susanne Klehn: Schutz vor Hautkrebs muss bei den Kleinsten beginnen Bonn (sts) – Im Freibad, auf dem Spiel – und Sportplatz oder am Strand: Der An- blick von Kindern mit Sonnenbrand ist an diesen Orten keine Seltenheit. Experten warnen vor den Folgen. Denn jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko in späteren Jahren. Das Projekt „Clever in Sonne und Schatten“ der Deutschen Krebshilfe unterstützt daher Eltern, Kitas und Schulen durch kostenlose Informations – und Aktionsmaterialien dabei, bereits die Jüngsten zu richtigem Sonnenverhalten anzuleiten. Es wurde gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, der Universitäts – Hautklinik Köln, dem Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln sowie dem Präventionszentrum des Universitäts KrebsCentrums Dresden erarbeitet. Susanne Klehn, RTL – Moderatorin und selbst Hautkrebspatientin , engagiert sich als Botschafterin für das Projekt. Sie ist zudem das Gesicht der derzeitigen bundesweiten Plakat – und Onlinekampagne der Deutschen Krebshilfe , die zu mehr UV – Schutz aufruft. Wie wichtig Sonnenschutz bei Kindern ist, zeigen die neuen Zahlen der Hautkrebs- fälle, die sich in den letzten 40 Jahren vervierfacht haben: Fast 265 . 000 Menschen erkranken derzeit bundesweit jährlich neu an einem Tumor der Haut, mehr als 30 . 000 davon am gefährlichen malignen Melanom. Die […mehr lesen]

Sonnenbaden
Hautkrebs

Kinderhaut ist ein eigener Hauttyp

13. Mai 2013 Detlef Hoewing 0

Sonnenschutz von Anfang an reduziert das Hautkrebsrisiko

SonnenbadenBonn (sts) – Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Derzeit erkranken etwa 234.000 Menschen pro Jahr neu an einem Tumor der Haut: Rund 207.000 an einem weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinom: 137.000, Plattenepithelkarzinom: 70.000) und etwa 28.000 am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Experten machen insbesondere UV-bedingte Hautschäden, die in der Kindheit und Jugend erworben wurden, für diesen Trend verantwortlich. Denn die im Vergleich zu Erwachsenen noch anders strukturierte kindliche Haut ist besonders empfindlich gegen UV-Strahlen. „Sonnenschutz muss daher bereits bei Kindern so selbstverständlich werden wie das tägliche Zähneputzen“, fordert Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Schon bevor ein Sonnenbrand sichtbar wird, können ultraviolette Strahlen der Sonne das Erbgut der Zellen in der Haut schädigen. In der Regel beseitigt ein körpereigenes Reparatursystem entstandene Schäden. Ist dieses System überlastet, verändert sich das Erbgut und die Zelle kann entarten. Hautkrebs ist die Folge.

Kinderhaut reagiert ganz besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Epidemiologische Studien zeigen: Jugendliche, die in ihrer Kindheit häufig der Sonne ausgesetzt waren und Sonnenbrände erlitten, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko auf, später an Hautkrebs, insbesondere am malignen Melanom zu erkranken. Experten machen die spezifische Struktur der Kinderhaut für das erhöhte Hautkrebsrisiko verantwortlich. „Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind UV-Strahlen somit stärker ausgesetzt“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auch bei Sonnenbränden reagiert die kindliche Haut anders als die Erwachsener. Dieses „Alarmsignal“ des Körpers tritt bei Kindern zeitverzögert auf. Die Haut ist dann bereits erheblich geschädigt. „Kinderhaut muss daher ganz besonders vor krebserregenden UV-Strahlen geschützt werden“, betont Dr. Herbert Grundhewer vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

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