Schmerz - pixabay
Krebs bei Kindern

Krebs vorbeugen – bereits bei Kinder!

23. September 2014 Detlef Hoewing 0

Am Weltkindertag, dem 20. September 2014, stehen die Rechte der Kinder im Mittelpunkt. Das Recht auf Gesundheit gehört zweifellos zu den wichtigsten. Es umfasst auch den Schutz vor Risiken, die später einmal zu einer Krebserkrankung führen können. Da Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) das Krebsrisiko erhöhen, sollten eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung für Kinder selbstverständlich sein. Eine neue Publikationsreihe aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum fasst die Fakten zum Zusammenhang von Adipositas und Krebs zusammen. Viele Kinder in Deutschland ernähren sich zu süß und zu fetthaltig und bewegen sich nicht genug. Infolgedessen stieg seit den 1980er Jahren der Anteil der adipösen Kinder zwischen drei und 17 Jahren auf heute etwa sechs Prozent. Das entspricht fast zwei Millionen Kindern. Dicke Kinder werden häufig dicke Erwachsene. In den letzten zehn Jahren stieg der Anteil stark Übergewichtiger deutlich an – vor allem unter jungen Erwachsenen: Rund 15 Prozent der jungen Männer und Frauen (25-34 Jahre) sind adipös. Übergewicht erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Besonders Krebs des Gebärmutterkörpers (Endometriumkarzinom), Gallenblasenkrebs und Speiseröhrenkrebs werden durch Adipositas begünstigt. Doch auch Nierenzellkrebs, Dickdarmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren und Bauchspeicheldrüsenkrebs treten bei stark übergewichtigen Menschen häufiger auf als bei schlanken. In Deutschland lassen sich jährlich schätzungsweise drei Prozent […mehr lesen]

Blick durchs Mikroskop: Der rote Farbstoff ist ein spezieller Tumorzell-Marker, das Skelett der zum Teil riesigen Tumorzellen ist in grün dargestellt, die Zellkerne in blau. © Aufnahme: Roman Reinartz/Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Uni Bonn
Krebs bei Kindern

Ein Gen wird entfesselt: Neue Ursache für Leukämien bei Kindern entdeckt

16. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Epigenetischer Fehler stoppt Zellreifung – Vorhersage über Krankheitsverlauf möglich?

Nicht das Gen ist fehlerhaft: Es hat nur seine Markierung verloren, wird fälschlicherweise abgelesen und trägt so zur Entstehung akuter lymphatischer Leukämien (ALL) bei Kindern bei. Das ist, stark verkürzt, das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „The Journal of Experimental Medicine“ (JEM) veröffentlicht haben.

„Die ALL ist nicht, wie bisher angenommen, ausschließlich eine genetische Erkrankung. Gen-Mutationen sind nicht alleine die Ursache, damit aus einer gesunden Zelle eine Leukämie wird“, erklärt Professor Dr. Martin Horstmann, wissenschaftlicher Direktor des Instituts, „vielmehr spielen auch epigenetische Veränderungen, das heißt chemische Veränderungen an der Gensequenz und seiner Verpackung eine wesentliche Rolle“.

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Hirntumor - Quelle: NGFN
Krebs bei Kindern

Tiefer Einblick in die DNA

15. August 2013 Detlef Hoewing 0

Erbgutanalyse kindlicher Hirntumoren erlaubt neue Behandlungsansätze

Hirntumor - Quelle: NGFNHirntumor - Quelle: NGFNDer häufigste bösartige Hirntumor bei Kindern ist das Medulloblastom, an dem jährlich etwa 60 – 80 Kinder in Deutschland erkranken. Nach Behandlung mit den heute verfügbaren Methoden entwickelt sich bei 40% der Patienten der Hirntumor erneut.Etwa 30% der Patienten sterben an den Folgen der Krankheit. Die Kinder, die überleben, tragen oft Hirnschäden davon und leiden ein Leben lang unter den Folgen der Behandlungen. Erstmals wurden nun Gewebeproben von 125 Medulloblastompatienten umfassend analysiert und die Ergebnisse in dem renommierten Fachjournal „Nature“ veröffentlicht.

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Erkennung, Wechselwirkung und Eliminierung von Neuroblastomzellen durch aktivierte Natürliche Killerzellen. Quelle: Dr. Stephan Klöß, AG PD Dr. Ulrike Köhl
Krebs bei Kindern

Neue Hemmstoffe gegen Krebs

14. Juli 2013 Detlef Hoewing 0

Das Neuroblastom ist eine bösartige Krebserkrankung, die vor allem Kleinkinder trifft. Würzburger Wissenschaftler stellen im Fachblatt „Cancer Cell“ jetzt neue Hemmstoffe vor, die das Wachstum dieser Tumore aufhalten können.

Neuroblastome sind eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern, die noch nicht älter als ein Jahr sind. Sie entstehen, wenn bestimme Nervenzellen entarten und – meist im Bauch der Kinder – größere Geschwulste bilden. Pro Jahr werden in Deutschland rund 130 Fälle diagnostiziert.

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MRT - FET/PET bei Hirntumoren - Foto: Forschungszentrum Jülich
Radiologie

Strahlungsarmer Blick auf Kindertumoren

3. Juni 2013 Detlef Hoewing 0

Bei Kindern, die geröntgt werden müssen, gilt die Regel: So wenig Strahlung wie möglich. Besonders wichtig ist das bei Kindern mit Krebserkrankungen, die oft zahlreiche Röntgenuntersuchungen benötigen. Ein neues diagnostisches Verfahren, die PET/MRT, kann die Strahlenbelastung in der Krebsdiagnostik von Kindern und Jugendlichen mehr als halbieren. Auf dem 94. Deutschen Röntgenkongress stellen Radiologen des Universitätsklinikums Tübingen, eines der wenigen PET/MRT-Zentren in Deutschland, die neue Technik vor.

Die Positronenemissionstomographie (PET) ist ein diagnostisches Verfahren, das es erlaubt, mit Hilfe von speziell markierten Molekülen („Tracern“) den Zellstoffwechsel darzustellen. Sie ist vor allem in der Krebsdiagnostik, aber auch in der Diagnostik von Erkrankungen des Gehirns unverzichtbar. Das Problem: Die reine PET-Diagnostik kann die Anatomie nicht gut darstellen. Ihre Auflösung ist zu gering. Das macht es für den Radiologen mitunter schwierig, einen Befund anatomisch zuzuordnen.

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Hirntumor - Quelle: NGFN
dkfz

Zweiklassengesellschaft bei Hirntumoren

22. August 2011 Detlef Hoewing 0

Wissenschaftler aus den Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg leiteten die bislang größte molekularbiologische Analyse des Ependymoms, eines gefährlichen Hirntumors bei Kindern. Dabei konnten sie zwei verschiedene Typen von Ependymomen definieren, die sich sowohl in ihrem Erbgut als auch im klinischen Verlauf unterscheiden. Anhand dieser Ergebnisse wollen die Forscher die Ursachen der Erkrankung besser verstehen und gezieltere Therapieansätze entwickeln.

Ependymome sind die zweithäufigste Form von bösartigen Hirntumoren im Kindesalter. Sie entwickeln sich aus Vorläuferzellen der Gewebeschicht, die die Hirnkammern auskleidet. Die Erfolge einer Therapie des Ependymoms variieren stark: Während bei einigen Patienten das Tumorwachstum nach Operation und Bestrahlung zum Stillstand kommt, nimmt die Erkrankung bei anderen Kindern rasch einen schweren Verlauf.

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