Links: CT-Aufnahme, rechts: PET, Mitte: Kombination; Patient mit Lungentumor vor (oben) und nach (unten) Hochpräzisionsbestrahlung.Der Tumor hat sich bei erhaltener Lunge komplett zurückgebildet. Universitätsklinikum Freiburg
Lungenkrebs

Lungenkrebs: Freiburger Klinik für Strahlenheilkunde leitet europaweite Studie

6. Mai 2015 Detlef Hoewing 0

Lungenkrebs ist die häufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland. Bei etwa jedem vierten Patienten ist der Tumor selbst in einem frühen Stadium inoperabel. Mit der Hochpräzisionsbestrahlung lassen sich bereits sehr gute Heilungsraten erzielen. Auf Initiative der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg wird nun in einer Studie untersucht, ob Hochpräzisionsbestrahlung auch bei Patienten sicher und wirksam eingesetzt werden kann, bei denen der Tumor direkt an Organe wie Herz oder Speiseröhre anschließt. Die Studie mit einem Budget von 1,5 Millionen Euro (EORTC und Deutsche Krebshilfe) wird an 23 Zentren in Europa durchgeführt und von Prof. Dr. Ursula Nestle, leitende Oberärztin der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg (Ärztliche Direktorin: Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu), koordiniert. Etwa 80 Prozent der Lungenkrebs-Patienten leiden an einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, das in vielen Fällen inoperabel ist. Ohne lokale Behandlung überlebt aber nur jeder dritte Patient mehr als fünf Jahre. Die Hochpräzisionsbestrahlung bietet vielen dieser Patienten eine wichtige Behandlungsalternative. Die Hochpräzisionsbestrahlung, auch als stereotaktische Bestrahlung oder Radiochirurgie bezeichnet, hat in den letzten Jahren eine rasante medizinisch-technologische Entwicklung erfahren. Die Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg war daran im Rahmen wissenschaftliche Studien und durch den Einsatz modernster Technologien beteiligt. Bestrahlungsgeräte wie der Linearbeschleuniger TrueBeam STx kamen hier erstmals in Europa […mehr lesen]

Magenkrebs

Magen- und Speiseröhrenkrebs: Neue Spezialsprechstunde am UKJ

4. Januar 2013 Detlef Hoewing 0

Jena (ukj/dre). Rund 20.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an Magenkrebs, über 5.000 Menschen an Speisenröhrenkrebs. Als erste Klinik in Thüringen hat nun das Universitätsklinikum Jena (UKJ) eine Spezialsprechstunde für diese Patienten etabliert. Angesiedelt ist die Sprechstunde in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Klinikdirektor Prof. Dr. Utz Settmacher: „Damit können wir die Beratung und die Nachsorge dieser Patienten noch individueller gestalten.“ Eine dauerhafte Heilung ist bei Magenkrebs nur möglich, wenn der Tumor vollständig durch eine Operation entfernt werden kann. Häufig ist dabei die komplette Entfernung des Magens notwendig. Für die Patienten bedeutet dies eine enorme Umstellung in ihrer Lebensführung. Ein Großteil der Patienten ist zwischen 50 und 70 Jahre alt.

„Nur in ausgewählten Fällen ist es möglich, einen Teil des Magens erhalten zu können. Nach einer kompletten Magenentfernung ist die Speiseröhre direkt mit dem Dünndarm verbunden. Für die Patienten bedeutet dies unter anderem, dass sie etwa sieben bis acht kleine Mahlzeiten täglich zu sich nehmen müssen, statt etwa zwei oder drei großer Mahlzeiten. Denn der Magen als Reservoir steht ihnen nicht mehr zur Verfügung. Diese Umstellung und natürlich die weitere Nachsorge begleiten wir intensiv im Rahmen der Sprechstunde“, erklärt Dr. Yves Dittmar, der zusammen mit Dr. Alexander Koch und Oberärztin Dr. Silke Schüle die Sprechstunde leitet. Bis zu 50 Patienten mit Magenkrebs werden jährlich am UKJ versorgt, beim Speisenröhrenkrebs sind es rund 30. Dr. Koch: „Bei der operativen Behandlung des Speiseröhrenkrebses muss in der Regel der größere Teil der Speiseröhre entfernt und durch einen sogenannten Schlauchmagen oder ein Darmsegment ersetzt werden. In ausgewählten Fällen ist auch eine Heilung durch Strahlentherapie möglich.“

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Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz
Hirntumoren

Bundesweit erstes zertifiziertes Hirntumorzentrum am UKM

24. August 2012 Detlef Hoewing 0

Münster (ukm/cccm). Im Kampf gegen Krebs kommt es auch auf die Geschwindigkeit an: Je schneller und besser die Abstimmung der einzelnen Fachdisziplinen funktioniert, desto größer sind die Erfolgschancen. Deswegen wurde 2010 das Hirntumorzentrum am UKM (Universitätsklinikum Münster) gegründet, das die Zusammenarbeit koordiniert. Jetzt ist es von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bundesweit als erstes Zentrum für Hirntumoren zertifiziert worden.

Die Patienten profitieren von den neuesten Operationstechniken, innovativen bildgebenden Verfahren und aktuellen Konzepten der Strahlen- und Chemotherapie. Daher freuen wir uns sehr, dass wir dafür nun auch offiziell zertifiziert wurden“, sagt Prof. Dr. Walter Stummer, Direktor der Klinik für Neurochirurgie und Sprecher des Hirntumorzentrums. Er lobt den Einsatz und die gute Zusammenarbeit der Kollegen, die erheblich zur erfolgreich bestandenen Prüfung beigetragen haben.

Während zahlreicher Besuche hatten unabhängige Gutachter sich vor Ort ein Bild davon gemacht, ob das Zentrum den hohen, in bundesweiten Expertengremien entwickelten Qualitätskriterien der DKG gerecht wird. „So können sich die Patientinnen und Patienten trotz ihrer schweren Erkrankung sicher aufgehoben und bestens versorgt fühlen“, unterstreicht Prof. Dr. Jörg Haier, koordinierender Direktor des Zentrums für Krebsmedizin, zu dem das Hirntumorzentrum am UKM gehört.

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Der Vortrag zeigt, wie die anatomisch hochauflösenden Darstellungen eines modernen Computertomographen mit der molekularen Bildgebung der Positronen-Emissionstomographie kombiniert werden können. Foto: Jörg Marienhagen, Universitätsklinikum Regensburg
Kongresse

Moderne Bildgebung im klinischen Einsatz

7. August 2012 Detlef Hoewing 0

Der Vortrag zeigt, wie die anatomisch hochauflösenden Darstellungen eines modernen Computertomographen mit der molekularen Bildgebung der Positronen-Emissionstomographie kombiniert werden können. Foto: Jörg Marienhagen, Universitätsklinikum RegensburgDr. Jörg Marienhagen vom Universitätsklinikum Regensburg hält am Montag, 13. August 2012, ab 19.00 Uhr einen Online-Vortrag zum Thema „Hybride Bildgebung mit PET/CT in der Klinik“. Er stellt neuartige diagnostische Ansätze der klinischen Bildgebung vor, bei denen die anatomisch hochauflösenden Darstellungen eines modernen Computertomographen (CT) mit der molekularen Bildgebung der Positronen-Emissionstomographie (PET) kombiniert werden. Bei der PET werden Stoffwechselvorgänge im Körper dreidimensional abgebildet. Die Hybridbildgebung mit PET/CT nimmt in der bildgebenden Diagnostik von Tumoren, aber auch von neurodegenerativen Erkrankungen einen immer breiteren Raum ein und ist dabei, sich als neuer Standard in der Radiologie und Nuklearmedizin zu etablieren.

Der Vortrag geht auf die technischen und radiopharmakologischen Grundlagen der Bildgebung mit PET/CT ein. Die klinische Bedeutung der PET/CT- Diagnostik wird an Hand ausgewählter Beispiele aus der Krebsheilkunde erläutert. Die für Krankenkassen im Hinblick auf die Kostenerstattung stets relevante Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der Hybridbildgebung wird vor dem Hintergrund der deutschen Gesetzgebung beantwortet. Außerdem wirft der Vortrag einen Blick auf die aktuelle Studienlage zu wichtigen klinischen Krankheitsbildern, bei denen das neue Verfahren hilfreich ist. Als Abschluss erfolgt ein Ausblick auf die Zukunft der hybriden Bildgebung, bei der die PET mit der Kernspintomographie kombiniert wird.

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Prof. Dr. med. Florian M.E. Wagenlehner -Quelle: Wahlers-PR
DGU-Kongress 2010

Werden wir in Klinik und Praxis krank?

24. September 2010 Detlef Hoewing 0

Prof. Dr. med. Florian M.E. Wagenlehner -Quelle: Wahlers-PRBakterien stellen die am weitesten verbreitete Lebensform auf unserer Erde dar. Sie finden sich auf den höchsten Bergen und in den tiefsten Meeren, in den heißesten Quellen und in tiefgekühltem Polareis. Man schätzt, dass Bakterien bis zu 90% der gesamten lebenden Biomasse stellen. Auch in Pflanzen, Tieren und Menschen findet sich ein Kosmos dieser einzelligen Lebensformen. Bakterien konnten sich über Jahrmilliarden an ihre unterschiedlichen Lebensumstände anpassen. Hierzu haben sie viele verschiedene Strategien entwickelt sich gegen andere Lebensformen zu verteidigen. Zum Beispiel produzieren viele Pflanzen und Pilze Antibiotika oder antibiotikaähnliche Substanzen, gegen die bestimmte Bakterienarten, wenn sie in Kontakt mit solchen Substanzen gekommen sind, Abwehrmechanismen entwickelt haben. Diese Abwehrmechanismen finden sich letztlich natürlicherweise bereits in den verschiedensten Bakterienarten.

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Krebshilfe
Deutsche Krebshilfe

Neue Klinik für Krebskranke in Rostock

12. Juni 2008 Detlef Hoewing 0

Rostock (ng) – Eine hochmoderne medizinische Ausstattung, helle und großzügige Räume, eine phantasievolle künstlerische Gestaltung – so präsentiert sich der Neubau der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Rostock. Heute wurde das Haus auf dem Universitäts-Campus in der Rostocker Südstadt von der Deutschen Krebshilfe offiziell an die Nutzer übergeben. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, und Dr. Otto Ebnet, Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

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True Point SPECT*CT der Fa. Siemens
Radiologie

Neue True Point SPECT/CT-Technik verbessert Diagnostik

3. Oktober 2004 Detlef Hoewing 0

True Point SPECT*CT der Fa. SiemensIm Januar 2005 ist es so weit. Die europaweit erste Installation der neuen True Point Spect*CT- Anlage der Fa. Siemens wird in der Nuklearmedizinischen Klinik der Universität Erlangen erfolgen. Schon jetzt liegen vielversprechende Ergebnisse aus den USA vor, wo das Verfahren und die Technik entwickelt wurden. Um Krankheiten noch früher und sicherer erkennen zu können, hat Siemens zwei bildgebende Verfahren in einem Gerät miteinander verbunden. Die True Point SPECT*CT-Technik vereint die nuklearmedizinische SPECT-Diagnostik (Single Photon Emissions Tomographie) mit der Computertomographie. Die Kombination beider Methoden hat das Potential, die Diagnostik von Krebs, Herzerkrankungen und Nervenleiden erheblich zu verbessern.

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Forschungslabor von Pierre Fabre - Quelle: Pierre Fabre
Forschung

Ping-Pong zwischen Labor und Klinik

15. September 2004 Detlef Hoewing 0

(Hamburg) Die Gynäkologen wollen Laborforschung und Klinik zum Nutzen der Patientinnen besser miteinander verzahnen. Ziel ist die individuell angepasste Therapie, die den Frauen überflüssige Therapien erspart, ohne notwendige Therapien zu unterlassen. Auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg diskutieren Experten, welche Schritte dazu erforderlich sind, und liefern Beispiele für erfolgreiche Ansätze.

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Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz
Forschung

Einzigartiger Computertomograph in München

7. September 2004 Detlef Hoewing 0

In Großhadern wurde jetzt eine neue Generation von Computertomographen erstmals in einer Klinik installiert. Mit dem Produkt der Firma Siemens können gleichzeitig 64 Einzelschichten untersucht werden. Dazu wurde die Umlaufzeit der Röhre auf 330 Millisekunden verkürzt. Damit wurde aber nicht der Drang nach technischen Superlativen befriedigt. Vielmehr ergeben sich weitreichende Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientenversorgung.

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