Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach
Brustkrebs

Brustkrebs in Schwangerschaft und Stillzeit

21. August 2012 Detlef Hoewing 0

Brustkrebs wird bei Frauen, die schwanger sind oder stillen, oftmals nicht frühzeitig genug entdeckt. Das hat mehrere Ursachen: Durch die Schwangerschaft und das Stillen verändert sich die Brust; Milchstau kann während der Stillzeit immer wieder zu kleinen Knötchen führen, die sich von selbst wieder auflösen. Auf der anderen Seite liegt das Zentrum der Aufmerksamkeit in Schwangerschaft und mehr noch in der Stillzeit mehr auf dem Baby, das alle Kraft und Achtsamkeit beansprucht. Beides kann dazu führen, dass eine Veränderung der Brust so lange übersehen wird, bis eine erfolgreiche Behandlung gefährdet ist.

Brustkrebs in Schwangerschaft oder Stillzeit ist eine seltene Erkrankung: Grob geschätzt ist eine von 5000 Schwangeren betroffen, in Deutschland nur wenig mehr als 100 Frauen pro Jahr. Für sie bedeutet die Diagnose allerdings einen existenziellen Einschnitt. Zunächst einmal gilt wie auch außerhalb einer Schwangerschaft, dass die Operation umso kleiner ausfallen kann und die Aussichten umso besser sind, je früher der Krebs entdeckt wird. Eine Bestrahlung der operierten Brust sollte entsprechend den gültigen Leitlinien möglichst nach der Schwangerschaft durchgeführt werden, um mögliche Tumorreste zu zerstören. Während dieser Zeit sollte nicht gestillt werden. Eine Systemtherapie und/ oder Operation und können dagegen auch bereits während einer Schwangerschaft durchgeführt werden.

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