Kombination

Krebs: Basler Forscher ebnen den Weg zur effektiven Kombination aus Immun- und Chemotherapie

Unser körpereigenes Immunsystem scheint die Entwicklung und das Fortschreiten von spontanen Tumoren unterdrücken zu können. Diese Fähigkeit zu unterstützen und weiter auszubauen ist Ziel einer Immuntherapie. Forscher am Universitätsspital sowie der Universität Basel wollen die Wirkung der Immuntherapie weiter verstärken, indem sie Wirkstoffe (Chemotherapeutika) einsetzen, die die Schlagkraft der Immunzellen gegen den Krebs steigern. Wenn das Vorhaben gelingt, könnten Ärzte diese Substanzen gezielt mit bereits etablierten Immuntherapien kombinieren und den Patienten in Zukunft effizientere Therapiemöglichkeiten anbieten.

Erste Versuche einer Immuntherapie bei Krebserkrankungen gehen bereits in das 19. Jahrhundert zurück als William Coley beobachtete, dass sich Tumoren nach der Injektion von Bakterien verkleinerten. Zu den heutigen Strategien der Immuntherapie in der Krebsbekämpfung gehören zum einen Impfstoffe sowie zum anderen die Verabreichung von Antikörpern, die Immunzellen aktivieren beziehungsweise deren Hemmung durch den Krebs spezifisch verhindern. Medizinische Studien haben bei Patienten mit Krebserkrankungen in den vergangenen zwei Jahren für beide Therapiestrategien einen Überlebensvorteil gegenüber der Standardtherapie gezeigt. Darüber hinaus wird unter dieser Form der Immuntherapie bei einem Teil der Patienten das Tumorwachstum dauerhaft gehemmt. Die Wirkung kann über viele Monate oder Jahre anhalten. Modelle mit Maustumoren haben verdeutlicht, dass eine Chemotherapie diese Immunantwort nicht, wie ursprünglich gedacht, hemmt, sondern sogar günstig beeinflussen kann. Somit könnte die Kombination von Immuntherapie mit bestimmten Chemotherapeutika eine sehr vielversprechende Therapieoption darstellen.

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