Professor Dr. Claus Fischer, der Vorsitzende des DGU-Arbeitskreises Prävention, Umwelt- und Komplementärmedizin. - Quelle: Urologenportal
Krebsthemen

Komplementärmedizin in der Urologie

4. Mai 2010 Detlef Hoewing 0

Professor Dr. Claus Fischer, der Vorsitzende des DGU-Arbeitskreises Prävention, Umwelt- und Komplementärmedizin. - Quelle: UrologenportalJeder vierte Krebspatient in Deutschland ist an einem urologischen Tumor erkrankt. Wie viele andere Krebskranke wollen auch die Urologie-Patienten ihre Therapien gern positiv unterstützen. Dabei wird bevorzugt an Verfahren aus der Naturheilkunde gedacht, die vermeintlich sanft und arm an Nebenwirkungen sind. Um der Bedeutung der Komplementärmedizin in der Urologie Rechnung zu tragen, hatte die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) bereits vor Jahren einen entsprechenden Arbeitskreis gegründet. Dort wird die unüberschaubare Flut an naturheilkundlichen Angeboten und Empfehlungen durchaus kritisch gesehen, denn oft mangelt es an der notwendigen Seriosität.

DGU-Arbeitskreis setzt auf weitere Forschung

Komplementärmedizin versteht sich, dem Wortsinn entsprechend, als Ergänzung konventioneller medizinischer Therapien, nicht als deren Ersatz. Professor Dr. Claus Fischer, der Vorsitzende des DGU-Arbeitskreises Prävention, Umwelt- und Komplementärmedizin, zieht die Grenze zwischen Komplementärmedizin und der Grauzone diverser alternativer Heilpraktiken besonders in der Darlegung ihrer Verfahren: „Wer seine Methoden oder Präparate nicht der wissenschaftlichen Diskussion stellt, nicht die Gelegenheit gibt, sie nachzuvollziehen, zu überprüfen und eigene Schlüsse daraus zu ermöglichen, der hat Gründe dafür.“ Wer so vorgehe und sich konventionellen medizinischen Anforderungen versperre, disqualifiziere sich als Gesundheitsanbieter selbst. Seriöse Komplementärmedizin sei ein Bereich der wissenschaftlichen Medizin.

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