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Hirntumoren

PET/CT bei Kopf-Hals-Tumoren: Einsatz zur Vermeidung invasiver Eingriffe wird Kassenleistung

25. April 2017 Detlef Hoewing 0

Berlin, 16. März 2017 – Patientinnen und Patienten mit bestimmten Kopf-Hals-Tumoren können zukünftig auch mit der Positronenemissionstomographie (PET)/Computertomographie (CT) untersucht werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist nach Auswertung der aktuellen Studienlage zu der Erkenntnis gelangt, dass die PET/CT in bestimmten Fällen geeignet ist, die invasiven Eingriffe Neck Dissection und laryngoskopische Biopsie zu vermeiden. Der G-BA hat mit seinen Beschlussfassungen am Donnerstag in Berlin die Leistungserbringung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung in der ambulanten Versorgung ermöglicht und für die Behandlung im Krankenhaus bestätigt. „Mit einer PET/CT kann bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs entschieden werden, ob ggf. eine weiträumige Entfernung der Lymphknoten vermieden werden kann und den Betroffenen damit erhebliche Belastungen erspart werden können“, so Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung. „Zudem kann die therapierelevante Abklärung eines Rezidivverdachts bei Kehlkopfkrebs durch die Bildgebung der PET/CT erfolgen, Patientinnen und Patienten bleibt eine Gewebeentnahme am Kehlkopf erspart.“ Eine Neck Dissection stellt einen invasiven Eingriff dar, der in Vollnarkose durchgeführt wird und der für den Patienten auch deshalb sehr belastend ist, weil er in Abhängigkeit vom Umfang der Operation (Ausmaß der Lymphknotenausräumung) einen dauerhaften Funktionsverlust und schwerwiegende Komplikationen bedingen kann. Bei einer […mehr lesen]

Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd
Krebsthemen

Impfung gegen Kopf-Hals-Tumoren verbessert Prognose von Krebspatienten

19. November 2014 Detlef Hoewing 0

Die Prognosen für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sind schlecht. Nur jeder zweite hat die Chance, diese bösartige Krebserkrankung zu überleben. Das liegt nicht nur an der Aggressivität der Krebszellen, sondern auch an ihrer Fähigkeit, das Immunsystem der Erkrankten zu unterdrücken. Mediziner der Universitäten Ulm und Pittsburgh (USA) haben nun einen neuen immuntherapeutischen Ansatz entwickelt und in einer klinischen Studie mit 16 Kopf-Hals-Karzinom-Patienten erfolgreich getestet. „Mit einer speziellen Impfung ist es uns gelungen, durch die spezifische Aktivierung des Immunsystems die Überlebensprognose der Patienten nachweislich zu verbessern“, erklärt PD Dr. Patrick Schuler. Er ist Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm und Erstautor der in „Clinical Cancer Research“ veröffentlichten Studie. Die Publikation wurde jüngst mit dem Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung – dotiert mit 10 000 Euro – ausgezeichnet. Dem Ulmer Wissenschaftler gelang es in der Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Professor Robert Ferris (University of Pittsburgh) so genannte dendritische Zellen der Tumorpatienten im Reagenzglas zu züchten und biotechnologisch für den Kampf gegen Krebszellen „scharf zu machen“. Diese besonderen Immunzellen weisen astartige Verzweigungen auf und dienen der Antigen-Präsentation. Denn für eine spezifische Immunantwort braucht es genaue Hinweise auf die Aggressorzellen. „Wir haben die Zelloberfläche der dendritischen Zellen mit p53 beladen, einem […mehr lesen]

PET/MR-Aufnahme des Schädels Quelle: Siemens AG
Kongresse

Patiententag Kopf-Hals-Tumoren am 24. September 2014, Klinik für Tumorbiologie, Freiburg

23. September 2014 Detlef Hoewing 0

Die Informationsveranstaltung von 14-18 Uhr an der Klinik für Tumorbiologie über Krebserkrankungen u. a. im Rachen, in der Mundhöhle oder im Kehlkopf richtet sich an Patienten, Interessierte und Angehörige. Die Ärzte informieren in Vorträgen über Fortschritte in der Tumortherapie, über geeignete Rehabilitationsmaßnahmen, die richtige Ernährung, häufige Fragen zu komplementärmedizinischen Themen, aber auch über Möglichkeiten der Schmerz- und Palliativmedizin. Zudem stehen die Experten für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Der Landesverband der Kehlkopfoperierten BW e.V. und die regionale Selbsthilfegruppe für Kehlkopfoperierte e.V., Raum Freiburg – Breisgau – Hochschwarzwald werden mit einem Stand vertreten sein. Das ausführliche Programm mit allen Referenten finden Sie auf der Homepage der Klinik für Tumorbiologie: www.tumorbiologie- freiburg.de/de/AKTUELLES/veranstaltungen_patienten/Patiententag_kopf_hals_tumoren_2014.php Aufgrund der unspezifischen Symptome wie Halsschmerzen, Heiserkeit oder einseitig verstopfte Nase gehen Patienten oftmals sehr spät zum Arzt und der Tumor befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Werden die Tumoren jedoch frühzeitig erkannt und behandelt, erhöhen sich die Heilungschancen. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen oder aber auch übermäßiger Alkoholgenuss. An bösartigen Tumoren der Mundhöhle und des Rachens erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 9.340 Männer und 3.490 Frauen. Bei Männern stehen diese Tumoren damit an fünfter Stelle aller Krebserkrankungen. Die häufigste einzelne […mehr lesen]