Anwendungsbeispiel einer Photodynamischen Therapie mittels Ala und Laserlicht beim Lungenkrebs - Grafik: D.Höwing
Gesundheitspolitik

Was kostet Lungenkrebs?

2. Oktober 2015 Detlef Hoewing 0

Neuherberg, 1. Oktober 2015. Lungenkrebs ist mit jährlich über 50.000 Neuerkrankungen eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Trotzdem liegen bis dato kaum Zahlen zur Versorgungssituation der Betroffenen und den damit verbundenen Kosten vor. Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben nun anhand von umfangreichen Krankenkassendaten untersucht, was die Erkrankung kostet und welche Behandlung die beste Prognose hat. Die Ergebnisse sind im Fachjournal ‚Lung Cancer‘ erschienen. Die Wissenschaftler um Dr. Larissa Schwarzkopf und Prof. Reiner Leidl vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen untersuchten dafür die Daten von über 17.000 Lungenkrebspatienten (ca. 12.000 Männer und ca. 5.000 Frauen). „Unsere Ergebnisse beruhen auf den bundesweiten Leistungsdaten der AOK. Erfasst wurden Lungenkrebsfälle aus dem Jahr 2009, deren Entwicklung dann über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet wurde“, erklärt die Erstautorin Larissa Schwarzkopf. Dabei registrierten die Wissenschaftler Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen. 20.000 Euro pro Patient Die Forscher vom Helmholtz Zentrum München, die auch Teil des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) sind, fanden heraus, dass die höchsten Kosten in den ersten sechs Monaten nach der Diagnose anfallen. Dies sei vor allem bedingt durch einen stationären Aufenthalt der Betroffenen, so die Forscher. Ambulante onkologische Betreuung spiele demnach eine untergeordnete Rolle. Der durchschnittliche finanzielle Aufwand pro Fall […mehr lesen]