Krankheitsbild

Warum wir psychoonkologische Unterstützung heute brauchen – Hintergründe und Ausblicke

Das Krankheitsbild Krebs hat sich in den letzten Jahren aufgrund des medizinischen Fortschrittes stark gewandelt. Akute und rasch tödliche Verläufe sind seltener geworden. Erkrankungen nehmen eher einen chronischen Verlauf, allerdings häufig um den Preis von dauerhaften Beeinträchtigungen und um die Einbuße von Lebensqualität. Hier sind spezifische psychosoziale Maßnahmen gefordert, um die Auswirkungen von Erkrankung und Therapie zu lindern und eine patientengerechte Krebsmedizin zu betreiben.

Tatsache ist, dass Krebs nach wie vor als lebensbedrohlich und unkontrollierbar wahrgenommen wird. Persönliche Ressourcen von Patienten und Angehörigen reichen oftmals nicht aus, um einen Umgang mit dieser Ausnahmesituation finden zu können. Das professionelle System ist dabei, dem Bedarf Rechnung zu tragen und adäquate Antworten zu geben. Vor zwei Wochen ist die S3-Leilinie ‚Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von Krebspatienten‘ veröffentlich worden. Ein Wegweiser mit evidenzbasierten Behandlungsempfehlungen, der mehr bedarfsgerechte, psychoonkologische Behandlungsleistungen erwarten lässt.

< >