Krebs-Patienten

Krebs-Patienten bestmöglich versorgen

Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012Deutsche Krebshilfe: Leitlinien sichern ärztliche Qualität Bonn (jft) – Wenn Menschen an Krebs erkranken, verändert sich schlagartig das Leben der Betroffenen. In dieser von Unsicherheit und Angst geprägten Situation müssen die Patienten die Gewissheit haben, dass sie nach dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen therapiert werden. Systematisch entwickelte Leitlinien, wissenschaftlich begründet und praktikabel, sind Ärzten und Patienten dabei eine große Orientierungs- und Entscheidungshilfe. Die Deutsche Krebshilfe hat daher vor vier Jahren gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) das „Leitlinienprogramm Onkologie“ aufgelegt. Anlässlich des 30. Deutschen Krebskongresses in Berlin machten der Lenkungsausschuss des Leitlinienprogramms sowie Patientenvertreter heute, am 23. Februar 2012, deutlich, wie wichtig Leitlinien als Handlungsempfehlungen für Ärzte und allgemein verständliche Patientenratgeber für Betroffene sind.

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Selbsthilfevertreter fordern psychosoziale Unterstützungsangebote für alle Krebs-Patienten

Offene Krebskonferenz in HamburgHamburg (ct) – Rund 800 Patienten, deren Angehörige und andere Interessierte informierten sich am 12. September 2009 in Hamburg bei der dritten Offenen Krebskonferenz über aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin. Das Haus der Krebs-Selbsthilfe, ein Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Krebs-Selbsthilfeorganisationen, forderte im Rahmen der Konferenz eine Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Krebs-Patienten. „Das, was notwendig und möglich ist, muss jedem Betroffenen zur Verfügung gestellt werden“, sagte Professor Dr. Gerhard Englert, Vorsitzender der Deutschen ILCO, einer Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Darmkrebs-Patienten. Mit der Bitte um Unterstützung auch auf gesundheitspolitischer Ebene übergab Englert an Professor Dr. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, eine Resolution der Selbsthilfeorganisationen. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz wurde erstmals gemeinsam von der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Hamburger Krebsgesellschaft veranstaltet und finanziert.


Aktive Lebenshilfe für schwerkranke Krebs-Patienten

Magazin der Deutschen Krebshilfe: Ausgabe 2/2008Bonn (ct) – Den Tagen mehr Leben geben, statt dem Leben mehr Tage – das will die Palliativmedizin. Sie legt sich wie ein schützender Mantel (lat. pallium) um Schwerstkranke und Sterbende, unterstützt sie psychisch und lindert ihre körperliche Beschwerden. Die Deutsche Krebshilfe hat den Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen maßgeblich unterstützt und die Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet gefördert. In der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „Magazin der Deutschen Krebshilfe“ berichtet sie über eine unheilbar kranke Patientin, die dank palliativmedizinischer Betreuung wieder mehr Lebenskraft und Mut bekam.


Leitlinienprogramm Onkologie

Krebs-Patienten haben das Recht auf eine bestmögliche Versorgung, unabhängig von Wohnort, Alter und Versicherungsstatus. Die Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Krebskrankheiten sollte im Sinne der höchsten Versorgungsqualität nach einheitlichen Leitlinien ablaufen. Bislang gibt es allerdings in der o­nkologie noch zu wenige methodisch hochwertige, interdisziplinäre Leitlinien mit entsprechender wissenschaftlicher Evidenz, an denen sich die behandelnden Ärzte und Patienten orientieren können.


Qualität in der Krebsbehandlung sichern

München (nh) – Die Deutsche Krebshilfe fördert am Tumorregister München die schnellere Nutzung der dort verfügbaren Patienten-Daten per Internet. Ihr Ziel: Die Versorgungsqualität von Krebs-Patienten zu verbessern. Eine vergleichbare Vernetzung und Präsentation von Informationen, wie sie jetzt am Münchener Tumorregister eingerichtet wird, gibt es in Deutschland bisher noch nicht. „Das Projekt übernimmt daher eine wichtige Vorreiterfunktion für die Krebsregister in Deutschland,“ konstatiert Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation fördert das Projekt mit rund 200.000 Euro.


Krebs-Patienten müssen mitbestimmen

Bonn / Magdeburg (ct) – Patientenbeteiligung verbessert die Behandlungs-Ergebnisse und spart Kosten im Gesundheitswesen – etwa, weil unnötige Untersuchungen oder Doppelbefunde vermieden werden können. Um eine aktive Partnerschaft zwischen Arzt und Patient im Sinne des so genannten „Shared Decision Making“ zu erreichen, müssen Betroffene jedoch mitbestimmen können. Dies forderten die Frauenselbsthilfe nach Krebs und die Deutsche Krebshilfe auf einer Pressekonferenz am 3. September 2004 in Magdeburg. An den Gemeinsamen Bundesausschuss appellierten sie daher, den Patientenvertretern nicht nur Rede-, sondern auch Stimmrecht einzuräumen. Mit der Einrichtung eines Patientenbeirates trägt die Deutsche Krebshilfe der wichtigen Bedeutung einer Patientenbeteiligung Rechnung. Dieser Beirat fungiert als Sprachrohr und Anwalt für Krebs-Patienten.