Diskutierten unter der Leitung von Nina Ruge über zwei Forschungsansätze zur Früherkennung des Bauchspeicheldrüsenkrebses: Professor Carlos Fernández-del Castillo, Gastgeber Ernst Freiberger, Professor Dr. Markus Büchler und Dr. Ulrich R. Mauerer (v.l.n.r.)
Bauchspeicheldrüsenkrebs

Vorsorge bei einer bestimmten Art von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist möglich

22. März 2014 Detlef Hoewing 0

Diskutierten unter der Leitung von Nina Ruge über zwei Forschungsansätze zur Früherkennung des Bauchspeicheldrüsenkrebses: Professor Carlos Fernández-del Castillo, Gastgeber Ernst Freiberger, Professor Dr. Markus Büchler und Dr. Ulrich R. Mauerer (v.l.n.r.)Amerang – Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine der gefährlichsten Krebsarten, kann in einem Teil der Fälle durch frühzeitige Erkennung und Behandlung geheilt werden. Durch moderne Bildgebungsverfahren können sogenannte IPMNs, Zysten, die sich im Hauptgang oder in den Seitengängen der Bauchspeicheldrüse bilden, erkannt und gegebenenfalls rechtzeitig entfernt werden – bevor sich daraus ein Pankreaskarzinom entwickelt. Im Einzelfall gilt es jedoch genau abzuwägen, um die optimale Balance zwischen Krebs- und Operationsrisiko zu finden.

Dies ist die Quintessenz eines wissenschaftlichen Disputs zwischen den beiden renommierten Pankreaskarzinom-Experten Prof. Dr. Markus Büchler, Ärztlicher Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, und Prof. Carlos Fernández-del Castillo, Direktor für Pankreas- und Gallenblasenchirurgie am Massachussets General Hospital in Boston/USA (Harvard Medical School). Die beiden trafen aufeinander beim „5. Ameranger Disput“ im Chiemgau, den Ernst Freiberger-Stiftung und die Medical Park AG erstmals gemeinsam ausrichteten.

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Themenfoto Darmkrebs - Foto: Bayer Vital gmbH
Darmkrebs

Mögliche neue Therapien für Darmkrebs

15. Juli 2013 Detlef Hoewing 0

Wissenschaftler haben genetische Veränderungen und neue Behandlungsoptionen bei einer der häufigsten Krebsarten entdeckt

Wissenschaftler des Klinikums rechts der Isar der TU München haben gemeinsam mit Kollegen genetische Veränderungen entdeckt, die bestimmten Typen des Darmkrebses zugrunde liegen. Ihre Erkenntnisse halfen ihnen, Krebsmedikamente zu identifizieren, die Prozesse bei der Entstehung von Tumoren spezifisch hemmen können. Die Forschungsergebnisse sind Schritte hin zu einer personalisierten Krebstherapie, die auf dem genetischen Profil der Tumoren individueller Personen basiert. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Cancer Cell veröffentlicht.

Jedes Jahr erkranken mehr als eine Million Menschen weltweit an Darmkrebs, der eine der häufigsten Todesursachen bei Krebspatienten ist. Bei einem von zehn Darmtumoren liegt eine Mutation im sogenannten BRAF-Gen vor, das häufig auch beim Melanom (schwarzer Hautkrebs) mutiert ist. Während beim Melanom eine therapeutische Hemmung des mutierten BRAF bereits erfolgreich eingesetzt wird, ist eine entsprechende Behandlung beim Darmkrebs bisher wirkungslos.

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Im Vergleich mit dem natürlichen Wuchs (links) der Versuchspflanze (Arabidopsis thaliana) sind die mutierten Pflanzen deutlich im Wachstum zurück geblieben. An diesen erforschen die Wissenschaftler die Defekte bei der DNA. - Quelle: ZMBP Uni Tübingen
Seltene Tumorarten

Genetische Ursachen von Hodenkrebs entdeckt

22. Mai 2013 Detlef Hoewing 0

MHH-Wissenschaftler findet genetische Varianten, die zur Entwicklung von Hodentumoren beitragen / Veröffentlichung in Nature Genetics und in Human Molecular Genetics

Hodentumoren sind die häufigsten Tumoren bei jungen Männern. Sie neigen stärker als viele andere Krebsarten dazu, gehäuft in bestimmten Familien aufzutreten. Das deutet darauf hin, dass die Entstehung dieser Tumoren durch erbliche Faktoren begünstigt wird. Zwei neue in den namhaften Zeitschriften Nature Genetics und in Human Molecular Genetics erschienene Artikel beschreiben insgesamt fünf neue genetische Varianten, die mit dem Risiko der Entwicklung von Hodentumoren assoziiert sind.

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Siemens-Forscher haben ein mathematisches Rechenmodell entwickelt, mit dem sich krebsauslösende Gene identifizieren lassen. Grafik: Siemens
Forschung

Hand in Hand gegen Krebs

10. Mai 2013 Detlef Hoewing 0

Gegen Krebs ist nicht ein Kraut gewachsen, sondern viele: So lässt sich zusammenfassen, was Mediziner um Professor Dr. Thorsten Stiewe und Dr. Oleg Timofeev von der Philipps-Universität jetzt herausgefunden haben. Die beteiligten Forscher aus Marburg und Würzburg untersuchten, wie ein wichtiges Protein wirkt, das normalerweise Krebs verhindert. Das Molekül nutzt demnach viele verschiedene Mechanismen, um vor den unterschiedlichen Krebsarten zu schützen, schreiben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der frei zugänglichen Zeitschrift „Cell Reports“ vom 9. Mai 2013.

Beim Versuch, Genveränderungen zu erkennen, die Krebs verursachen, sind Wissenschaftler immer wieder auf das Gen p53 gestoßen, das in vielen Krebszellen auf die eine oder andere Weise abgewandelt ist. „Mehr als 50 Prozent aller Krebspatienten tragen Mutationen im Gen p53 oder aber in Genen, die p53 beeinflussen“, erläutert Seniorautor Thorsten Stiewe. Anscheinend können Tumore nur entstehen, wenn p53 nicht ordnungsgemäß funktioniert.

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
dkfz

Krebsforschung braucht bundesweit einheitliche Daten

9. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) sorgt für Einheitlichkeit bei den Daten der elf deutschen Landeskrebsregister. Nur so lassen sich deutschlandweite Aussagen zu Krebsneuerkrankungen und Krebssterblichkeit treffen und die Qualität von Krebsprävention und Krebsmedizin im internationalen Vergleich beurteilen. GEKID tagt derzeit beim epidemiologischen Krebsregister Baden-Württemberg im Deutschen Krebsforschungszentrum, um gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen.

Bei Fragen nach der Häufigkeit oder der Altersverteilung bestimmter Krebsarten in Deutschland standen Wissenschaftler bis vor kurzem hauptsächlich die Daten des Saarländischen Krebsregisters zur Verfügung. Diese Daten repräsentieren zwar nur etwa 1,3 Prozent der Bundesbürger, wurden aber auf ganz Deutschland hochgerechnet. Inzwischen sind in allen deutschen Bundesländern Krebsregister etabliert. Die Landesregister arbeiten in der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) zusammen. „Vorrangiges Ziel von GEKID ist es, trotz unterschiedlicher landesgesetzlicher Regelungen bundesweit einheitliche methodische und inhaltliche Standards zu erreichen. Nur so sind die Ergebnisse der Krebsregister untereinander vergleichbar“, sagt Professor Nikolaus Becker vom Deutschen Krebsforschungszentrum, der das epidemiologische Krebsregister Baden Württemberg leitet.

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