Chemotherapie - pixabay
Brustkrebs

Brustkrebs: Über- und Untertherapie vermeiden durch gezielten Einsatz der Chemotherapie

21. März 2015 Detlef Hoewing 0

Kronberg – Die Chemotherapie zählt seit Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Therapiesäulen in der Krebsbehandlung. Auch wenn der Eindruck entsteht, dass sich diese Therapieform seither nicht wesentlich verändert hat, gibt es doch immer wieder neue Erkenntnisse und Empfehlungen, insbesondere um Über- und Untertherapien zu vermeiden. Ein Fokus der Wissenschaft lag in den vergangenen Jahren beispielsweise auf der „älteren, rüstigen Patientin“. Es stand die Frage im Raum, ob Frauen in einem fortgeschrittenen Alter überhaupt von einer Chemotherapie profitieren. Diese Frage kann nun dank neuer Studiendaten beantwortet werden: „Bei der ICE-Studie, einer internationalen Studie unter deutscher Leitung, wurde untersucht, ob mit einem relativ nebenwirkungsarmen Einzelmedikament überhaupt ein Effekt im Sinne einer Verbesserung der Heilungsrate bei älteren Patientinnen erreicht werden kann. Dies hat sich in dieser Studie nicht zeigen lassen, passend auch zu Ergebnissen einer amerikanischen Studie. Somit muss festgestellt werden, dass bei Indikation für eine adjuvante Chemotherapie auch bei älteren Patientinnen konsequent mit einer Kombinationschemotherapie behandelt werden sollte“, erklärt Prof. Dr. Christoph Thomssen, Direktor der Frauenklinik am Universitätsklinikum Halle (Saale), im Gespräch mit dem Brustkrebsmagazin Mamma Mia!. Insgesamt ist das Ziel der Forschung, die Chemotherapie gezielter einzusetzen und Übertherapien zu reduzieren. Hierfür stehen neue Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, wie Prof. Thomssen erläutert: „Mit […mehr lesen]

Pressekonferenz des Deutschen Krebskongress 2012 - Sport unterstuetzt Krebstherapie
Brustkrebs

Aktiv trotz Brustkrebs

27. Oktober 2014 Detlef Hoewing 0

Neue App unterstützt bei Bewegung und Sport während der Krebsbehandlung Die kostenlose App „Aktiv trotz Brustkrebs“ von Novartis Oncology in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln bietet Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs unterstützend zu ihrer Therapie eine praktische Anleitung für mehr Bewegung Krebspatientinnen profitieren von körperlicher Aktivität, denn ausreichend Bewegung steigert die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität Die Bewegungs-App – motivierend – mobil – innovativ – ist ab sofort im App- Store für iOS sowie im Google Play Store für Android erhältlich Nürnberg, den 27. Oktober 2014 – Die Bedeutung von regelmäßiger Bewegung bei Brustkrebs war lange Zeit unbekannt. Meist wurde den Patientinnen vielmehr geraten, sich zu schonen. Diese Einschätzung hat sich jedoch mittlerweile geändert: Studien konnten zeigen, dass regelmäßige Aktivität die körperliche Leistungsfähigkeit bei Krebspatienten verbessert, die Nebenwirkungen der Therapie reduziert, die Stimmung aufhellt und die Lebensqualität steigert.1 In fast jeder Krankheitssituation profitieren Patienten von einem individuell angepassten Trainigsprogramm. Welche Möglichkeiten Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs haben, körperlich aktiv zu sein, zeigt die neue App „Aktiv trotz Brustkrebs“ von Novartis Oncology. Entwickelt wurde sie in Zusammenarbeit mit Dr. Freerk Baumann, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln, und seinem Team. Dabei geht es nicht um Leistungssport oder Krafttraining, sondern um moderate, an […mehr lesen]

Immun-Fluoreszenzfärbung, um die Differenzierung einer Stammzelle festzustellen. Fett-Tropfen (rot) sind charakteristisch für Fettzellen, die aus den Stammzellen entstanden sind. Die noch undifferenzierten Zellen sind durch grüne Fluoreszenz in den Zellkernen zu erkennen. Foto: O. Karpiuk
Kongresse

Immuntherapie: Auf dem Weg in eine neue Ära?

12. Oktober 2014 Detlef Hoewing 0

Immuntherapie wird die Krebsbehandlung in den kommenden Jahren deutlich verändern. Neue und sehr unterschiedliche Ansätze wie bispezifische oder immunregulatorische Antikörper, die Tumorvakzine oder genmodifizierte T-Lymphozyten u.a. werden allein oder in Kombination mit bewährten Medikamenten eingesetzt werden. Dabei sind die Potenziale genauso groß wie der Forschungsbedarf. Auch für die Immuntherapie steht die Frage nach der Personalisierung im Raum. Diese und weitere Themen diskutieren 5.500 Krebsexperten auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Hamburg. In den letzten zwei Jahren hat sich die Tumor-Immuntherapie von einem langjährigen Hoffnungsträger zu einem Therapieansatz mit großem Potenzial entwickelt. Nicht umsonst erklärte das Wissenschaftsmagazin Science den immuntherapeutischen Ansatz bei der Behandlung von Krebs 2013 zum „Breakthrough of the Year“, dem Durchbruch des Jahres. „Es spricht in der Tat einiges dafür, dass wir am Beginn einer neuen Ära in der Tumortherapie stehen. Wir sind optimistisch, dass wir bald zahlreichen Patienten neue, effektive Behandlungen anbieten können“, betont Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Kongresspräsident der Jahrestagung 2014, die noch bis zum 14. Oktober in Hamburg stattfindet. Checkpoint-Hemmung als neues Therapiekonzept Das Immunsystem reagiert zwar bei vielen Patienten auf eine Krebserkrankung, wird aber vom eigenen regulatorischen Netzwerk blockiert. Jetzt stehen Medikamente für die Aufhebung […mehr lesen]

Kongress - pixabay
Krebskongress 2014

Interdisziplinäre Zusammenarbeit – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Krebsbehandlung

19. Februar 2014 Detlef Hoewing 0

In der Deutschen Krebsgesellschaft haben sich onkologisch tätige Fachdisziplinen zusammengeschlossen, um mit ihrer Arbeit Krebs zu bekämpfen – präventiv, diagnostisch und therapeutisch. Qualität in der Patientenversorgung ist für uns dabei ein zentrales Thema. Doch was bedeutet Qualität in der onkologischen Versorgung? Wie misst man sie und wie wird sie erreicht? Ein wichtiger Aspekt ist hier sicher die interdisziplinäre Kooperation verschiedener Fachrichtungen.

Tumorerkrankungen sind äußerst komplex. Nur wenn Experten für die medikamentöse Tumortherapie, Strahlentherapie und Chirurgie bzw. die operativen Fächer eng zusammenarbeiten, gelingt eine optimale Versorgung der Patienten. Dazu kommen Psychoonkologen, Sozialarbeiter, Palliativspezialisten und Pflegepersonal mit einer speziellen onkologischen Expertise. Sie alle treffen sich zum Beispiel in einer regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenz, um den medizinischen Zustand und die Behandlungsmöglichkeiten eines Patienten zu prüfen und zu diskutieren. Diese Bündelung der Expertise hat zu einem dreistufigen Zentrenmodell geführt, für das sich die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe seit Jahren einsetzen.

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Sich verbinden
Medizin

Personalisierte Krebsmedizin: Für jeden Patienten die richtige Medizin

5. Dezember 2012 Detlef Hoewing 0

Sich verbindenDie Begriffe individualisiert, maßgeschneidert, personalisiert oder zielgerichtet in Zusammenhang mit Krebsbehandlung sind heute in aller Munde. Sie stehen als Synonym für moderne Krebsmedizin – für Therapien, die genau an die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten angepasst sind. Personalisierte oder individualisierte Therapie klingt wie ein Zauberwort – was steckt genau dahinter?

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Abb. a: Symptomatische Pneumonitis vier Wochen nach Strahlentherapie eines Lungenkarzinoms mit 60 Gy. Abb. b: Fibrotische Residuen sechs Monate nach Strahlentherapie.
Deutsche Krebshilfe

DVD „Strahlentherapie“ informiert und nimmt Ängste

23. August 2011 Detlef Hoewing 0

Bonn (jft) – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung. Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten- Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden.

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Krankenkassen - pixabay
Medizin

Naturheilkundliche Medikamente bei Krebs

11. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Heidelberg (humannews) – Längst gehören auch naturheilkundliche Heilmethoden zum Standard bei vielen Krebstherapien. Sie werden meist ergänzend zu den klinischen Maßnahmen eingesetzt. Ihre positive Wirkung ist unbestritten. Doch der Staat, die Ärzteverbände und die Krankenkassen gehen mit dieser Tatsache noch nicht angemessen um. Unklare gesetzliche Regelungen, welche naturheilkundlichen Medikamente von den Krankenkassen erstattet werden, verunsichern Ärzte und Patienten. Zudem hält sich der Staat bei der Förderung der Naturheilkunde zurück. Forschungsgelder fließen äußerst spärlich. Für die meisten Betroffenen ein nicht nachvollziehbarer Zustand.

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Krebssymbol - pixabay
Krebsthemen

Krebsbehandlung: Versorgungsgrenzen lösen sich auf

19. Juni 2008 Detlef Hoewing 0

Frankfurt am Main – Im Kampf gegen Krebs geht Deutschland neue Wege: In onkologischen Zentren werden Forschung und Patientenversorgung enger miteinander verzahnt, während immer mehr allgemeine Kliniken die Onkologie als Geschäftsfeld entdecken. Die EUROFORUM-Konferenz „Onkologie“ (6. bis 7. August 2008 in Frankfurt) beleuchtet die neuen Versorgungsstrukturen, die Qualität sowie die Finanzierbarkeit neuer Behandlungen aus der Perspektive aller Beteiligten. Ärzte und Kliniken kommen ebenso zu Wort wie Krankenkassen, Forschungseinrichtungen und Patientenvertreter.

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Strahlenschutztechniker Thomas Lenders beim Justieren eines Ionenstrahl-Optikelements.
Radiologie

Tumorstammzellen gezielt töten

19. April 2008 Detlef Hoewing 0

Strahlenschutztechniker Thomas Lenders beim Justieren eines Ionenstrahl-Optikelements.Europaweit einzigartig ist der Beschleuniger, den die Ruhr-Universität Bochum vor kurzem in Betrieb genommen hat. Mit seiner Hilfe lassen sich in Zukunft neue spezielle radioaktive Implantate für die Krebsbehandlung herstellen. Die Anlage arbeitet mit bis zu 100.000 Volt Beschleunigungsspannung und ermöglicht es zum Beispiel, das radioaktive Isotop Phosphor (32 P) in winzige Drähte hineinzuschießen.

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Zell-Ernte: Angezüchtete Zellen werden vom Boden einer Nährplatte abgeschabt, um an ihnen die zelleigene Tumorkontrolle zu untersuchen - Foto: Forschungszentrum Karlsruhe
Forschung

Einfluss der Gene auf die Krebsbehandlung

29. Juni 2005 Detlef Hoewing 0

(ukg) Mit zwei Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit Januar 2005 für zunächst viereinhalb Jahre ein interdisziplinäres Graduiertenkolleg zum Thema „Pharmakogenomik“ in Göttingen. Ziel des Kollegs ist es, Krebstherapien individuell auf den Patienten abzustimmen und gleichzeitig jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine umfassende Ausbildung in dem hochrangigen Forschungsgebiet zu ermöglichen.

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