MRT - FET/PET bei Hirntumoren - Foto: Forschungszentrum Jülich
Radiologie

Strahlungsarmer Blick auf Kindertumoren

3. Juni 2013 Detlef Hoewing 0

Bei Kindern, die geröntgt werden müssen, gilt die Regel: So wenig Strahlung wie möglich. Besonders wichtig ist das bei Kindern mit Krebserkrankungen, die oft zahlreiche Röntgenuntersuchungen benötigen. Ein neues diagnostisches Verfahren, die PET/MRT, kann die Strahlenbelastung in der Krebsdiagnostik von Kindern und Jugendlichen mehr als halbieren. Auf dem 94. Deutschen Röntgenkongress stellen Radiologen des Universitätsklinikums Tübingen, eines der wenigen PET/MRT-Zentren in Deutschland, die neue Technik vor.

Die Positronenemissionstomographie (PET) ist ein diagnostisches Verfahren, das es erlaubt, mit Hilfe von speziell markierten Molekülen („Tracern“) den Zellstoffwechsel darzustellen. Sie ist vor allem in der Krebsdiagnostik, aber auch in der Diagnostik von Erkrankungen des Gehirns unverzichtbar. Das Problem: Die reine PET-Diagnostik kann die Anatomie nicht gut darstellen. Ihre Auflösung ist zu gering. Das macht es für den Radiologen mitunter schwierig, einen Befund anatomisch zuzuordnen.

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Fluoreszierende Tumorzellen eines menschlichen Brustkarzinoms, das einer Nacktmaus eingeimpft wurde. Abbildung: PTB
Forschung

PTB bringt Tumore zum Leuchten

10. Juli 2012 Detlef Hoewing 0

Fluoreszierende Tumorzellen eines menschlichen Brustkarzinoms, das einer Nacktmaus eingeimpft wurde. Abbildung: PTBWissenschaftler der PTB kooperieren mit der Charité und der Freien Universität Berlin bei der Entwicklung eines neuen optischen Verfahrens für die Krebsdiagnostik

Sie machen weiße Wäsche weißer: Leuchtstoffe. Es gibt sie in jedem Haushalt. Auch der Energiesparlampe verhelfen sie zu weißerem Licht. Dazu nehmen sie Strahlung auf und geben sie auf niedrigerem Energieniveau wieder ab. So wird zum Beispiel aus UV-Licht weißes Licht zur Beleuchtung unserer Wohnstube. Fluoreszenz heißt dieses Phänomen. Auch im menschlichen Körper gibt es fluoreszierende Substanzen. In einem Forschungsprojekt ist es jetzt gelungen, die Anreicherung eines solchen körpereigenen Leuchtstoffes in Krebszellen auszulösen und diese damit zum Leuchten zu bringen. Ein in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) entwickeltes Messverfahren machte auf diese Weise Tumore in Nacktmäusen sichtbar. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift „Nanomedicine“ veröffentlicht.

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Einladung für den Workshop - Visions for future Diagnostics Grafik: die superpixel - Büro für Gestaltung und Illustration
Forschung

Visionen für die künftige Krebsdiagnostik

10. Juni 2009 Detlef Hoewing 0

Einladung für den Workshop - Visions for future Diagnostics Grafik: die superpixel - Büro für Gestaltung und IllustrationKrisen bieten die Chance, ein Umdenken anzuregen. Obwohl die Industrie im Bereich der optischen Technologien für Medizin und die Life Sciences (der Biophotonik) augenblicklich offenbar kaum von der Wirtschaftskrise betroffen ist, so kommt eine andere Krise unausweichlich auf sie und die Gesellschaft zu – die Überalterung und die damit verbundenen Folgen für die Gesundheitssysteme.

Krankheiten früher als bisher diagnostizieren, ihre Ursachen verstehen und mit schonenden und gezielten Verfahren heilen – all dies machen neueste optische Technologien möglich. Besonders die steigende Zahl an Krebserkrankungen ließe sich mit ihnen effektiver bekämpfen. Doch damit diese innovativen Verfahren schnell und in bedarfsgerechter Form in Kliniken und Forschungslabors ankommen, müssen Anwender und Entwickler enger zusammenarbeiten. Einen Impuls hierfür soll der Workshop „Visions for Future Diagnostics“ vermitteln, der am 17. Juni 2009 im Rahmen der Weltleitmesse für Optische Technologien LASER World of PHOTONICS stattfindet.

 

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Elektronenmikroskopische Aufnahme der Interaktion von Lymphomzellen mit Epithelzellen der Blutgefäße. Foto: Wilting
Lymphome

Krebsdiagnostik aus dem Computer

26. Juni 2006 Detlef Hoewing 0

Die genaue Abgrenzung unterschiedlicher Krebstypen ist von vitaler Bedeutung für die Auswahl geeigneter Therapien. Im Rahmen eines von der Deutschen Krebshilfe geförderten Verbundprojektes ist einer Gruppe von Wissenschaftlern aus siebzehn verschiedenen Arbeitsgruppen, unter ihnen Bioinformatiker des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, jetzt eine molekulare Abgrenzung des Burkitt-Lymphoms von dem morphologisch verwandten diffus großzelligen B-Zell-Lymphom gelungen. Die Erkenntnisse der Forscher werden erheblich dazu beitragen, Diagnose und Therapie des Burkitt-Lymphoms zu verbessern.

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Bilder aus zwei unterschiedlichen Verfahren werden digital miteinander verschmolzen – Ultraschall-Aufnahmen und Daten aus dem MRT, dem Magnetresonanztomografen. Uniklinikum Tübingen
dkfz

Bilder höchster Auflösung durch Weiterentwicklung der Computertomographie

8. Dezember 2004 Detlef Hoewing 0

Die Computertomographie ist ein Standardverfahren in der Krebsdiagnostik, um Tumoren im Körper aufzuspüren. Allerdings lassen sich hierbei detaillierte Gewebestrukturen aufgrund der zu geringen Auflösung nicht darstellen. In Nature Medicine berichten Dr. Fabian Kiessling, Abteilung Medizinische Physik in der Radiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, und Dr. Susanne Greschus, Abteilung Neuroradiologie der Universität Gießen, über eine Weiterentwicklung der Standardmethode, die innerhalb von Sekunden Bilder in höchster Auflösung liefert.

fpVCT – in deutsch: volumetrische Computertomographie mit Flachbilddetektoren

Bisher werden Computer- (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) angewendet, um Tumoren und deren Blutversorgung im Körper sichtbar zu machen. Die Auflösung ist jedoch nicht hoch genug, um auch kleine Gefäße, die den Tumor versorgen, darzustellen. Mit einer Mikro-CT (µCT) ist dies zwar möglich, aber es werden lange Scanzeiten und hohe Strahlendosen erforderlich. Daher ist dieses Verfahren eher für die Untersuchung von Gewebeproben und nur mit größeren Limitationen für Kleintiere geeignet.

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Foto: Das 3-D-Mikroskopiesystem
Forschung

Höhere Sicherheit bei der Krebsdiagnostik

15. Oktober 2004 Detlef Hoewing 0

Das CiS präsentierte auf der MEDICA 2004 eine neue modulare Bildverarbeitungs-Software zur 3-dimensionalen Analyse und Rekonstruktion von Gewebeproben in der Krebsdiagnostik. Die von einem europäischen Konsortium mit Partnern aus Dänemark, Deutschland und Großbritannien entwickelte Lösung zeichnet sich gegenüber herkömmlichen Methoden durch folgende Vorteile aus: Die Software ist auf jedem computergesteuerten Standard-Lichtmikroskop einsetzbar und damit deutlich kostengünstiger als die bisherige Verwendung von Lasermikroskopen.

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