Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
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Ein Jahr krebsinformationsdienst.med

28. Mai 2015 Detlef Hoewing 0

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet umfassende Informationen zum Thema Krebs per Telefon, E-Mail und Internet. Unter dem Namen „krebinformationsdienst.med“ steht dieser Dienst seit einem Jahr auch allen, die an der Versorgung von Krebspatienten beteiligt sind, zur Verfügung – mit einer eigenen Servicenummer und E-Mail-Adresse. In der Hektik des klinischen Alltags fehlt Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Pflege- und Fachpersonal häufig die Zeit für eigene Recherchen zu den onkologischen Fragestellungen, mit denen sie bei der Versorgung ihrer Patienten konfrontiert sind. Um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen, startete das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg vor einem Jahr den „krebsinformationsdienst.med“. Die Bilanz ist ausgesprochen positiv: Das Angebot stößt auf reges Interesse bei den Profis und die Nutzer sind sehr zufrieden. Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 – 430 40 50 (Mo bis Fr 8.00 – 20.00 Uhr) oder per E-Mail unter kid.med@dkfz.de beantwortete das ärztliche Team des Krebsinformationsdienstes im vergangenen Jahr mehr als 1.600 Anfragen rund um die Versorgung von Krebspatienten – auf Wunsch unter Angabe der Referenzen. Die evidenzbasierte KID-Wissensdatenbank stellt die Grundlage der vermittelten Informationen dar. „Die meisten Fachleute stellen Fragen zu einem konkreten Fall oder einer versorgungsrelevanten klinischen Situation“, berichtet Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes. „Häufig wenden sie […mehr lesen]

Krebssymbol - pixabay
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Krebsmythen im Internet – was ist dran?

16. Dezember 2013 Detlef Hoewing 0

Zum Thema Krebs kursieren im Internet Halbwahrheiten, Missverständnisse und Gerüchte. Was stimmt, was nicht – das ist oft nur schwer zu erkennen. Fördert das Tragen von BHs Brustkrebs? Stimmt es, dass man sich mit manchen Krebsarten doch anstecken kann, weil Viren im Spiel sind? Sollte man Vitamine einnehmen, weil industriell produzierte Lebensmittel keine Vitalstoffe mehr enthalten? Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ist einigen modernen Krebsmythen auf den Grund gegangen. Hintergründe erläutert der Dienst in seinem „Aktuellen Thema“ vom Dezember, abrufbar im Internet unter www.krebsinformationsdienst.de.

Wer im Internet nach Krebsinformation sucht, stößt auf seriöses Wissen, nicht selten aber auch auf Halbwahrheiten und Missverständnisse: Findige Anbieter preisen ihre Nahrungsergänzungsmittel mit der Begründung an, Obst und Gemüse enthielten heute kaum noch wichtige Schutzstoffe zur Krebsvorbeugung. In Foren wird darüber debattiert, ob man sich nicht doch bei Krebspatienten anstecken könne – vielleicht sind ja Tumorviren im Spiel. Schließlich gibt es regelrechte Verschwörungstheorien. Sie funktionieren meist nach dem gleichen Muster: Das Allheilmittel gegen Krebs sei schon längst bekannt, es werde aber systematisch geheim gehalten.

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Brustuntersuchung - Quelle: Humannews
Brustkrebs

Brustimplantate – ist eine Mammographie möglich?

2. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

In Deutschland lassen sich jährlich 15.000 bis 20.000 Frauen die Brüste vergrößern, so die Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie. Können Frauen mit kosmetischen Brustimplantaten noch eine Mammographie durchführen lassen, zur Krebsfrüherkennung oder um einen Krebsverdacht abzuklären? Diese Fragen beantwortet der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums in seinem „Aktuellen Thema“ zum Brustkrebsmonat Oktober.

Die Mammographie ist die wichtigste Untersuchung, um einen Brustkrebsverdacht abzuklären, beispielsweise bei einem tastbaren Knoten. Außerdem ist sie in Deutschland Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zur Mammographie.

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Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe beim DKK2012
Deutsche Krebshilfe

Krebsinformation hat eine Nummer: 0800 – 420 30 40

21. August 2009 Detlef Hoewing 0

Berlin (ct) – Bisher gab es in Deutschland keine einheitliche Anlaufstelle für die Bevölkerung bei Fragen zum Thema Krebs. Dies wird sich mit der Allianz zwischen dem Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe ändern. Ab Herbst werden die bisher getrennten Informationsangebote zusammengeführt und in ein gemeinsames qualitätsgeprüftes Informationsangebot überführt. Dazu gehört auch die bundesweite kostenlose Rufnummer 0800 – 420 30 40, unter der sich Ratsuchende zu allen Fragen rund um das Thema Krebs informieren können. Die Krebsinformation wird damit in Deutschland gestärkt und künftig von vier starken Partnern gemeinsam getragen: dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

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Dr. Hans-Joachim Gebest, Dr. Stefanie Seltmann, Prof. Annette Schavan, Prof. Otmar D. Wiestler (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz zur Erweiterung des KID zum Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation - Quelle: dkfz
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Bestmögliche Information für Krebspatienten

2. Mai 2009 Detlef Hoewing 0

Dr. Hans-Joachim Gebest, Dr. Stefanie Seltmann, Prof. Annette Schavan, Prof. Otmar D. Wiestler (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz zur Erweiterung des KID zum Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation - Quelle: dkfzDas Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Ausbau des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum zu einem „Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation“. Durch die institutionelle Förderung kann der Dienst adäquat personell an die gestiegenen Anforderungen angepasst werden. Dies schafft die notwendigen Voraussetzungen dafür, um den wachsenden Bedarf an qualitätsgeprüfter Information über Krebs in der Bevölkerung zu decken und vermehrt auch Fachkreisen für Anfragen zur Verfügung zu stehen.

Nationales Referenzzentrum für Krebsinformation am Deutschen Krebsforschungszentrum

Vor mehr als zwanzig Jahren wurde der Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg gegründet. Was damals als Projekt begann und seitdem durch das Bundesministerium für Gesundheit ideell und finanziell unterstützt wird, ist heute eine fest etablierte Einrichtung im Gesundheitssystem mit breiter Akzeptanz in der Bevölkerung und in der Fachwelt. KID stellt kostenlos und neutral per Telefon, Email und im Internet aktuelle, wissenschaftlich fundierte und allgemein verständliche Informationen zum Thema Krebs bereit. Mit diesem Angebot ist der Krebsinformationsdienst in Deutschland einzigartig. Ein großes Problem bestand bislang allerdings in der nur begrenzten Kapazität des KID, der eine bundesweite Verfügbarkeit verhinderte. Dies wird sich nun durch eine dauerhafte Finanzierung durch das Bundesforschungsministerium grundlegend ändern. Für das Jahr 2010 sind hierfür 3,3 Millionen Euro vorgesehen.

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
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Krebsrisiko aus Grill und Pfanne

2. Mai 2009 Detlef Hoewing 0

Rechtzeitig zum Start der Grillsaison bestätigen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum die Warnung: Finger weg von scharf angebratenen Steaks und angekohlten Würstchen, denn die beim Grillen oder Braten entstehenden heterozyklischen aromatischen Amine steigern erheblich das Risiko, bestimmte Gewebeveränderungen im Dickdarm zu entwickeln. Diese als Adenome bezeichneten Polypen sind häufig Vorstufen für Dickdarmkrebs.

Ob auf dem Grill oder in der Pfanne: Werden Fleisch, Fleischprodukte oder Fisch starker Hitze ausgesetzt, löst dies eine Vielzahl chemischer Reaktionen aus. Dabei entstehen Substanzen, die nichts Gutes verheißen: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder die heterozyklischen aromatischen Amine, die sich vor allem dann bilden, wenn Fleisch und Fisch lange scharf angebraten oder gegrillt werden.

Heterozyklische aromatische Amine stehen schon lange im Verdacht, die Entstehung von Adenomen im Darm zu fördern – zu Recht, wie Dr. Sabine Rohrmann und Kollegen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum mit einer aktuellen Untersuchung bestätigen.

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Chemotherapie - pixabay
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Wenn Krebszellen immer weiterleben

8. November 2004 Detlef Hoewing 0

Warum Krebszellen manchmal trotz Chemotherapie weiterleben und was Tumoren gegen eine Behandlung resistent machen kann, zeigt der Krebsinformationsdienst KID in seinem neuen „Aktuellen Thema“ auf. Die Chemotherapie bleibt trotz aller Weiterentwicklungen in der molekularen Medizin neben „Stahl und Strahl“, Operation und Bestrahlung, eine der wichtigsten Behandlungsmethoden gegen Krebs. Doch ihr eilt der Ruf voraus, nicht immer wirksam zu sein. Zu häufig werde sie auch dann noch eingesetzt, wenn eine Behandlung gar keinen Sinn mehr macht, bemängeln Kritiker.

Resistenz gegen Chemotherapie bei Krebs

Wirkt eine Chemotherapie nicht, liegt das nicht selten daran, dass die Zellen eines Tumors die Fähigkeit zum programmierten Zelltod, zur so genannten Apoptose, verloren haben. Trotz der vergleichsweise kurzen Zeit, in der dieses Thema im Blickfeld der Forschung steht, konnten bereits viele Details der Apoptose auf molekularer Ebene geklärt werden. Allerdings haben diese Erkenntnisse erst in geringem Umfang zur Entwicklung gezielter Medikamente geführt. Patienten profitieren trotzdem von den Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung, denn das erweiterte Wissen trägt auch dazu bei, die klassische Chemotherapie durch neue Kombinationen und neue Substanzen zu verbessern.

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