Andere Kinder und draussen spielen kann Leukämie vorbeugen. Auch ein Schnupfen ist da nicht schlimm. - Quelle: DccCheck com
Krebs bei Kindern

Eine zweite Chance für krebskranke Kinder

6. Dezember 2014 Detlef Hoewing 0

Krebs bei Kindern ist heute meist dauerhaft heilbar. Doch 20 Prozent der krebskranken Kinder erleiden nach zunächst erfolgreicher Behandlung einen Rückfall, an dem sie schließlich versterben. Mit dem INFORM-Projekt* wollen Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung diesen Kindern eine zweite Chance eröffnen: Die Grundlage dafür ist die Analyse des gesamten Tumor-Erbguts zum Zeitpunkt des Rückfalls. Damit können die Forscher herausfinden, welche Faktoren den Krebs zum Wachsen anregen und dem einzelnen Kind möglicherweise mit einem der neuen, zielgerichteten Medikamente helfen. Das Ziel ist es, deutschlandweit bei allen Kindern mit Krebsrückfällen nach Erbgutveränderungen zu suchen und herauszufinden, ob es Medikamente gibt, die zu genau diesem Tumor passen. Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Kinderkrebsstiftung unterstützen nun eine Machbarkeitsstudie über zwei Jahre mit rund 1,1 Millionen Euro. Das drängendste Problem in der Krebsmedizin bei Kindern sind heute Rückfälle nach einer intensiven Stahlen- und Chemotherapie. „Das betrifft in Deutschland jedes Jahr etwa 500 krebskranke Kinder. Zum Zeitpunkt des Rückfalls sind die wirksamen Behandlungen bereits weitgehend ausgereizt, die Medikamente versagen häufig, wenn der Krebs zurückkehrt“, erklärt Prof. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). „Deshalb ist es uns so wichtig, für diese Kinder neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden.“ Mit einer […mehr lesen]

Andere Kinder und draussen spielen kann Leukämie vorbeugen. Auch ein Schnupfen ist da nicht schlimm. - Quelle: DccCheck com
Krebs bei Kindern

Mutperlen für krebskranke Kinder der Charité

8. April 2014 Detlef Hoewing 0

Berliner Krebsgesellschaft spendet der Charité Kinderonkologie Mutperlen im Wert von 2.000 Euro. Aktion startet am 7. April 2014 Berlin, 7.4.2014 – Ab heute erhalten krebskranke Kinder auf den beiden kinderonkologischen Stationen am Charité Campus Virchow Klinikum ein ganz besonderes Geschenk: Jede einzelne Behandlungsmaßnahme wird vom Pflegepersonal mit einer Mutperle belohnt. Die Berliner Krebsgesellschaft hat die Aktion initiiert und der Kinderklinik Mutperlen im Wert von 2000 Euro gespendet. Mutperlen ist ein bundesweites Projekt der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Es wurde entwickelt, um krebskranken Kindern Mut zu machen und sie für ihre Tapferkeit zu belohnen. Da es für jede Behandlungs- oder Untersuchungsmaßnahme eine spezielle Perle gibt, entsteht mit der Zeit eine ganz bunte, individuelle Kette. Die Perlensammlung besteht aus 30 verschiedenen Motiven, die die unterschiedlichen Maßnahmen – von einer Spritze über eine Bluttransfusion bis hin zu einer Operation – symbolisieren. „Mit der Vorfreude auf die Belohnung kann den Kindern ein Stück weit die Angst vor der Behandlung genommen werden“, sagt Prof. Dr. Angelika Eggers, Direktorin der Kinderklinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie am Charité Virchow Klinikum, die das Projekt bereits aus ihrer Zeit am Tumorzentrum Essen kennt. „Ich bin der Berliner Krebsgesellschaft dankbar, dass wir das bewährte Belohnungssystem nun auch unseren kleinen Patienten anbieten […mehr lesen]

Verteilung der Kindertumoren - Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister Mainz
Krebs bei Kindern

Bewegungsprogramme für krebskranke Kinder zeigen positive Effekte

30. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Eine systematische Studienanalyse der Deutschen Sporthochschule Köln belegt, dass krebskranke Kinder und Jugendliche von spezifischen Bewegungsprogrammen profitieren.

Sind krebskranke Kinder und Jugendliche während der medizinischen Therapie oder in der Nachsorge einer Krebserkrankung in der Lage, an spezifischen Bewegungsprogrammen teilzunehmen? JA – sagen Dr. Freerk Baumann und Diplom-Sportwissenschaftlerin Julia Beulertz. Die beiden Wissenschaftler/innen vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abt. Molekulare und Zelluläre Sportmedizin) der Deutschen Sporthochschule Köln haben aktuelle wissenschaftliche Studien analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass sich spezifische Bewegungsprogramme positiv auf die Patientinnen und Patienten auswirken können, ohne den Gesundheitszustand oder den medizinischen Behandlungserfolg negativ zu beeinflussen.

Nicht nur die Krebserkrankung selbst, sondern auch die damit in Zusammenhang stehende, intensive medizinischen Therapie führt häufig dazu, dass die Betroffenen körperlich geschwächt sind und über einen längeren Zeitraum aus ihrem sozialen Umfeld heraus gerissen werden. Dabei zeigt die aktuelle Studienlage, dass durch professionelle Bewegungsprogramme insbesondere Verbesserungen in Bezug auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, das Erschöpfungssyndrom (Fatigue) sowie die Muskelkraft erzielt werden können. Erste wissenschaftliche Untersuchungen wurden an der Deutschen Sporthochschule Köln bereits vor 15 Jahren durchgeführt. Dennoch fehlt es in der Kinderonkologie bislang noch an einer flächendeckenden bewegungstherapeutischen Versorgung.

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Patientin - pixabay
Deutsche Krebshilfe

Krebskranke Frauen – Auch die Angehörigen leiden

8. März 2013 Detlef Hoewing 0

Partner und Familienmitglieder brauchen ebenfalls Unterstützung

Bonn – Am 8. März ist Weltfrauentag. Seit mehr als 100 Jahren prangern Frauen in aller Welt an diesem Tag Missstände an und streiten für ihre Rechte. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. und die Deutsche Krebshilfe verleihen an diesem Tag den Frauen, die an Krebs erkrankt sind, eine Stimme, denn noch gibt es in der Versorgung der Betroffenen Defizite. Nicht nur das Leben der Betroffenen selbst ändert sich schlagartig, sondern auch das der Familie, Partner und Freunde. Oft wird übersehen: Auch die Angehörigen brauchen Hilfe, um einen Umgang mit den eigenen Ängsten und der veränderten Lebenssituation zu finden.

Nahestehende Angehörige begleiten und unterstützen die erkrankten Frauen meistens in sehr intensiver Weise. „Wir machen in unseren Selbsthilfegruppen häufig die Erfahrung, dass die Partner sehr mitleiden, sich aber hilflos fühlen und vermeiden, über Ihre Probleme zu sprechen. Diese Situation belastet die ganze Familie und natürlich die betroffenen Frauen zusätzlich“, erläutert Karin Meißler, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). „Die psychische Belastung der Angehörigen wirkt sich massiv auf die Krebserkrankung aus. Das sollte von Seiten der Behandlungsteams unbedingt berücksichtigt werden“, ergänzt Diplompsychologe Dr. Frank Schulz-Kindermann vom Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

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Themenfoto Darmkrebs - Foto: Bayer Vital gmbH
Darmkrebs

Bei Darmkrebs: bewegen statt schonen!

30. März 2012 Detlef Hoewing 0

Bonn (sts) – Etwa 70.000 Menschen erkranken bundesweit jährlich neu an Darmkrebs. Betroffene, die während und nach der Therapie körperlich aktiv sind, steigern ihr Wohlbefinden und haben eine bessere Prognose als sportlich inaktive Patienten. „Krebskranke profitieren von diesen Effekten noch viel zu wenig“, betont Dr. Freerk T. Baumann, Deutsche Sporthochschule Köln, anlässlich des diesjährigen Darmkrebsmonats März. Die Deutsche Krebshilfe bietet Interessierten kostenlos den blauen Ratgeber „Bewegung und Sport bei Krebs“ an.

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Abb. a: Symptomatische Pneumonitis vier Wochen nach Strahlentherapie eines Lungenkarzinoms mit 60 Gy. Abb. b: Fibrotische Residuen sechs Monate nach Strahlentherapie.
Deutsche Krebshilfe

DVD „Strahlentherapie“ informiert und nimmt Ängste

23. August 2011 Detlef Hoewing 0

Bonn (jft) – Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren, doch viele krebskranke Menschen verdanken den Strahlen ihr Leben. Denn die Strahlentherapie ist Standard in der modernen Krebsbehandlung. Fast jeder zweite Krebs-Patient benötigt im Rahmen seiner Therapie eine Bestrahlung. Die Deutsche Krebshilfe hat in ihrer Reihe „Die blaue DVD“ nun einen Patienten- Informationsfilm „Strahlentherapie“ veröffentlicht. Betroffene und Angehörige berichten darin von ihren Erfahrungen mit dieser Form der Therapie. Ärzte und Wissenschaftler erklären anschaulich, wie Strahlen bösartige Krebszellen zerstören und welche Nebenwirkungen dabei auftreten können. Der Film kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden.

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Krebssymbol - pixabay
Deutsche Krebshilfe

Überprüfbare Versorgungsqualität für Krebskranke

11. Januar 2009 Detlef Hoewing 0

Köln (ng) – Im Rahmen einer Initiative des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) e.V. fördert die Deutsche Krebshilfe ein Projekt, das zur besseren Qualität und Transparenz in der Onkologie beitragen und die Patientenperspektive stärker berücksichtigen soll. Dabei wird die Qualität in der Krebsversorgung präzise beobachtet und gemessen. In dem wissenschaftlichen Projekt werden dazu Verfahren und Instrumente erarbeitet, die Patienten und Ärzten zukünftig bessere Informationen über die Versorgungsangebote liefern sollen.

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Krebshilfe
Deutsche Krebshilfe

Neue Klinik für Krebskranke in Rostock

12. Juni 2008 Detlef Hoewing 0

Rostock (ng) – Eine hochmoderne medizinische Ausstattung, helle und großzügige Räume, eine phantasievolle künstlerische Gestaltung – so präsentiert sich der Neubau der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Rostock. Heute wurde das Haus auf dem Universitäts-Campus in der Rostocker Südstadt von der Deutschen Krebshilfe offiziell an die Nutzer übergeben. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, und Dr. Otto Ebnet, Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

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Im Waldpiratencamp können krebskranke Kinder endlich wieder das tun, was auch gesunde Kinder in ihrer Freizeit tun - Quelle: Deutsche Kinderkrebsstiftung
Krebs bei Kindern

Freizeitspaß für krebskranke Kinder

23. Mai 2008 Detlef Hoewing 0

Augsburg, 7. Mai 2008 – Nach langer Therapie endlich wieder auf den Spielplatz: Klassik Radio unterstützt die Deutsche Kinderkrebsstiftung und sammelt Spenden für das Waldpiratencamp in Heidelberg. In der einzigartigen Freizeiteinrichtung können krebskranke Kinder wieder ein Stück Kindheit erfahren und Ferien von der Krankheit machen.

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
Deutsche Krebshilfe

Patienten, Ärzte und Wissenschaftlerunter einem Dach

29. Oktober 2007 Detlef Hoewing 0

Planung NCT HeidelbergHeidelberg (ek) – „Krebskranke brauchen eine individuell zugeschnittene Behandlung nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, sagte die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, heute, am 26. Oktober 2007, anlässlich des Ersten Spatenstichs für den Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Die Struktur des NCT ist beispielgebend: Das Centrum verfügt über eine zentrale Anlaufstelle für Krebs-Patienten. Von dort aus wird die interdisziplinäre Versorgung der krebskranken Menschen gesteuert. Außerdem verfolgt das NCT das Ziel, neue Erkenntnisse und viel versprechende Ansätze aus der Grundlagenforschung rasch in der klinischen Praxis umzusetzen.

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