Biopsie-Gerät Quelle: NCT Heidelberg
Allgemein

Erste Heidelberger Krebspatientin schwanger nach Transplantation von Eierstockgewebe

1. August 2014 Detlef Hoewing 0

Einfrieren von Eizellen oder Eierstockgewebe ermöglicht jungen Frauen Schwangerschaft nach Brustkrebs und Chemotherapie / Universitäts- Frauenklinik Heidelberg bietet verschiedene Verfahren zum Erhalt der Fruchtbarkeit an Erstmals ist eine Patientin des Universitätsklinikums Heidelberg nach der Transplantation eigenen Eierstockgewebes schwanger geworden. Die Frau war im Alter von 32 Jahren an Brustkrebs erkrankt und hatte sich vor Beginn der Therapie Teile eines Eierstocks entnehmen lassen. Das Gewebe wurde im Rahmen einer engen Kooperation an der Universitäts-Frauenklinik Bonn gelagert. Nach der Rücktransplantation kann sie nun ohne weitere medizinische Unterstützung Kinder bekommen. „Die Patientin ist momentan im fünften Monat schwanger und alles läuft gut. Wir haben keinen Grund zur Sorge“, erklärt Professor Dr. Bettina Toth, die an der Universitäts- Frauenklinik Heidelberg die Kinderwunschambulanz einschließlich dem Programm zum Fertilitätserhalt bei Chemo- und Strahlentherapien leitet. Deutschlandweit sind bisher vier Kinder nach einer solchen Behandlung zur Welt bekommen. Noch bis vor wenigen Jahren konnten Frauen, die jung an Brustkrebs oder bestimmten anderen Krebsarten erkrankten, aufgrund der aggressiven Chemotherapie häufig keine Kinder mehr bekommen. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Chance auf eigenen Nachwuchs zu erhalten. Bestimmte Chemotherapien schädigen Eierstöcke und Hoden Bestimmte Medikamente für Chemotherapien sowie Bestrahlungen im Bereich des Beckens können – abhängig von der notwendigen Dosierung […mehr lesen]