Im Bild links ist Beta-Catenin (rot) zu sehen, was auf Krebsstammzellen hinweist. Rechts wurde Beta-Catenin entfernt. - Liang Fang / AG W. Birchmeier / MDC
Forschung

Wie Krebsstammzellen umprogrammiert werden

26. Januar 2016 Detlef Hoewing 0

Eine Signalkette aggressiver Krebszellen lässt sich durch einen neuen Wirkstoffkandidaten unterbrechen. Die durch Screenings an den Berliner Forschungsinstituten MDC und FMP entdeckte Substanz unterbindet die Aktivierung bestimmter Zielgene. Im Mausmodell konnten so Tumore zurückgedrängt werden. Zwar stammen alle Zellen eines Tumors von einer einzigen, entarteten Zelle ab, doch sind nicht alle gleich. Nur wenige von ihnen behalten die Fähigkeit der ursprünglichen Zelle, einen ganzen Tumor wachsen zu lassen. Diese „Krebsstammzellen“ können in andere Gewebe einwandern und dort tödliche Metastasen bilden. Um Krebs auszuheilen, müssen all diese Zellen aufgespürt und eliminiert werden, denn wenn welche entkommen, können sie den Tumor neu wachsen und sich im ganzen Körper ausbreiten lassen. Ein in diesem Zusammenhang interessantes Molekül haben jetzt Dr. Liang Fang und seine Kollegen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Walter Birchmeier vom Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin (MDC) entdeckt. Das Molekül unterbricht biochemische Signalwege, die bestimmte Krebsstammzellen am Leben erhalten. In der Online-Ausgabe der Zeitschrift Cancer Research stellen die Forscher ihre Arbeit nun vor. In ihrer Studie konzentrierten sich Fang und seine Kollegen auf den „Wnt-Signalweg“, ein biochemisches Netzwerk der Zelle. Birchmeiers Arbeitsgruppe forscht seit vielen Jahren daran und entdeckte, dass bestimmte Typen von Krebsstammzellen fortwährend über den Wnt-Signalweg stimuliert werden müssen, damit […mehr lesen]

Prof. Ingrid Herr und Dr. Wolfgang Groß, Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg, bestimmen Proben am neuen Messgerät für die Krebsforschung. Die Dietmar Hopp Stiftung hat die Anschaffung unterstützt. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg.
Forschung

Neueste Forschung zu Krebsstammzellen

1. März 2013 Detlef Hoewing 0

Wittener Wissenschaftler: „Die Krebsstammzelle als therapeutische Zielzelle wird die Tumortherapie revolutionieren“

Prof. Dr. Thomas Dittmar und Prof. Dr. Kurt S. Zänker vom Institut für Immunologie der Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben ein neues Fachbuch zur Rolle der Krebsstammzellen in der Biologie, der Diagnostik und Therapie veröffentlicht. Seit 2008 ist dies bereits das dritte Buch zum Thema Stammzellforschung, dass die Wittener Forscher bei international renommierten Verlagen editiert haben.

Die neueste Publikation „Role of Cancer Stem Cells in Cancer Biology and Therapy” ist bei CRC Press (Boca Raton, USA) erschienen und fasst in den einzelnen Kapiteln, geschrieben von anerkannten Wissenschaftlern aus forschungsstarken Instituten, die Rolle von Krebsstammzellen auf dem neuesten Stand der Erkenntnis zusammen, so zum Beispiel für Therapieoptionen für eine Rezidiv- oder Metastasenbildung.

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Prof. Anna Dubrovska (2. von rechts) leitet die OncoRay-Nachwuchsgruppe „Biomarker für die individualisierte Radioonkologie“. Sie wird unterstützt von Alla Nykytenko, Vasyl Lukiyanchuk, Monica Cojoc, (von links nach rechts) sowie Dr. Ina Kurth (rechts). Nicht im Bild ist Dr. Claudia Peitzsch. Foto: OncoRay
Radiologie

Krebsstammzellen als Schlüssel für individuelle Tumortherapie

14. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Prof. Anna Dubrovska (2. von rechts) leitet die OncoRay-Nachwuchsgruppe „Biomarker für die individualisierte Radioonkologie“. Sie wird unterstützt von Alla Nykytenko, Vasyl Lukiyanchuk, Monica Cojoc, (von links nach rechts) sowie Dr. Ina Kurth (rechts). Nicht im Bild ist Dr. Claudia Peitzsch. Foto: OncoRayMit insgesamt 3,1 Millionen Euro für zunächst fünf Jahre fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Nachwuchsgruppe „Biomarker für die individualisierte Radioonkologie“ am „OncoRay – gemeinsames Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie“, das die Medizinische Fakultät sowie das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HDZR) initiiert haben.

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Themenfoto Darmkrebs - Foto: Bayer Vital gmbH
Darmkrebs

Mobile Krebsstammzellen

2. April 2008 Detlef Hoewing 0

Berlin – Mobile Krebsstammzellen sind nach einem von Prof. Thomas Brabletz von der Universitätsklinik Freiburg entwickelten Modell die Ursache für Metastasen beim Dickdarmkrebs und vielen anderen bösartigen Geschwüren. „Die mobilen Krebsstammzellen sind die gefährlichsten Zellen für den Krebspatienten, denn sie sind nach unserem Modell der Hauptursprung von Metastasen“, sagte er auf dem internationalen Kongress „Invasion and Metastasis“ des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Bisher ging die Forschung davon aus, dass jede einzelne Tumorzelle Metastasen bilden kann.

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