Krebstherapien

Forschungsimpulse für personalisierte Krebstherapien

Dresden. Forschung und klinische Versorgung in der Urologie rücken enger zusammen: Vom 25. bis 28. September 2013 halten die europäischen urologischen Grundlagenforscher und die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ihre Jahrestagungen unter einem Dach in der Messe Dresden ab.

Ihr gemeinsames Anliegen sind immer stärker individualisierte Krebstherapien bei fortgeschrittenen Tumoren von Nieren, Harnblase und Prostata. „Wir wollen die Chance nutzen, voneinander zu lernen“, sagt die Präsidentin der EAU Section of Urological Research (ESUR), Prof. Dr. Kerstin Junker. Auch DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle erwartet Innovationskraft von der Begegnung: „Wenn Kliniker sehen, was in der Forschung möglich ist und umgekehrt die Grundlagenforscher besser verstehen, wo die klinischen Probleme sind, können neue Forschungsimpulse und damit langfristig neue Behandlungserfolge entstehen.“

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Monatsthema Februar: Mundhygiene bei Krebs – warum ist sie so wichtig?

Entzündungen in Mund und Rachen können bei verschiedenen Krebstherapien als Begleitsymptome auftreten. Für die betroffenen Patienten ist daher eine konsequente Mundhygiene besonders wichtig. Im Monatsthema Februar gibt das Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) hilfreiche Tipps, wie schmerzhaften Schleimhautschädigungen durch prophylaktische oder lindernde Maßnahmen vorgebeugt werden kann.

Berlin, 1. Februar 2013 – Entzündungen der Mundschleimhaut sowie des Mund-Rachenbereichs, in der Fachsprache als orale Mukositis bzw. Stomatitis bezeichnet, können als Begleitsymptome verschiedener Krebstherapien, wie Chemo- oder Strahlentherapie, auftreten. So wirkt die Chemotherapie beispielsweise auf sich schnell teilende Zellen, wozu neben den Tumorzellen auch die Schleimhautzellen der Mundhöhle zählen. In der Mundhöhle bilden Zähne, Schleimhäute, Speichel und Mikroorganismen eine enge Einheit. Veränderungen in diesem System können für die Mundgesundheit ernsthafte Auswirkungen haben und zu Schmerzen, Mundtrockenheit, Karies, Gewebeuntergang oder auch lebensbedrohlichen Infektionen führen.


Argyrin: Hoffnung auf neue Krebstherapien

Die wirksame Behandlung vieler Krebserkrankungen ist für die Medizin nach wie vor ein großes Problem. Zahlreiche Tumore sprechen auf die gängigen Chemotherapeutika nicht an oder werden gegen die Medikamente resistent. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig sowie der Medizinischen Hochschule (MHH) und der Leibniz-Universität (LUH) in Hannover haben jetzt einen Wirkmechanismus entdeckt, mit dem ein Naturstoff – das Argyrin – Krebswucherungen zerstört. Ihre Erkenntnisse veröffentlichen die Forscher heute in der renommierten Fachzeitschrift „CancerCell“.