Schematische Darstellung wie die Leber während der Behandlung vom restlichen Kreislauf abgekoppelt wird. - Quelle: Delcath
Forschung

Diagnose Lebertumor: Stammzellen verkürzen Wartezeit bis zur Leberresektion

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Sind Patienten an bösartigen Lebertumoren oder Lebermetastasen erkrankt, ist eine Leberresektion die derzeit einzig mögliche kurative Therapie. Oft jedoch ist das geplant verbleibende Leberrestvolumen zu klein, um den Patienten sofort operieren zu können. In solchen Fällen ist eine spezielle Vorbehandlung über mehrere Wochen nötig, mit der die verbleibende Restleber zum Wachstum angeregt wird. Einem Forscherteam um Prof. Dr. Jan Schulte am Esch und Prof. Dr. Wolfram Trudo Knoefel vom Universitätsklinikum Düsseldorf ist es nun erstmals gelungen, diese Wachstumszeit mit Hilfe von Stammzellen um die Hälfte zu verkürzen. Ihre Studie, an der auch Dr. Moritz Schmelzle, welcher inzwischen am Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig sowie am Universitätsklinikum Leipzig tätig ist, mitgewirkt hat, liefert die weltweit ersten Langzeitergebnisse einer therapeutischen Applikation von Stammzellen zur Steigerung der Leberregeneration. Sie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Annals of Surgery veröffentlicht.

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