Thoraxmodell Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Lungenkrebs

Erste Tests für Lungenkrebs-Therapie mit Schwerionen

17. Juli 2012 Detlef Hoewing 0

Thoraxmodell Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für SchwerionenforschungDie an der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt entwickelte sehr erfolgreiche Krebstherapie mit Schwerionen ist bisher hauptsächlich bei Gehirntumoren möglich – denn der Kopf kann völlig ruhig gestellt werden. Nur so kann der millimetergenaue Ionenstrahl die Krebszellen sicher treffen. Die sehr häufigen Tumore im Brust und Bauchbereich bewegen sich durch Atmung oder Verdauung, was die Behandlung schwierig macht. Bei GSI ist es Forschern nun erstmals gelungen einen nachgebauten Tumor in einem atmenden Brustkorbmodell so zu bestrahlen, wie es auch am echten Patienten möglich wäre.

Die Atmung ist ein sehr komplexer Vorgang. Ist ein Mensch aufgeregt oder entspannt, hustet oder räuspert er sich – stets geht seine Atmung in einem anderen Takt. Bei jeder dieser Bewegungen zieht das Zwerchfell die Lunge und somit alle inneren Organe hin und her. Auch der Tumor in einer Lunge ist so stets in Bewegung.

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Ärzte der Frankfurter Universitätsklinik bei der minimalinvasiven Lobektomie mithilfe des Da-Vinci-Systems
Lungenkrebs

Neuheit aus Frankfurt im Kampf gegen Lungenkrebs

27. Juni 2012 Detlef Hoewing 0

Ärzte der Frankfurter Universitätsklinik bei der minimalinvasiven Lobektomie mithilfe des Da-Vinci-SystemsBetroffene profitieren von der sehr effektiven und zugleich schonenden Methode. Nach Abschluss der Entwicklungsphase lernen internationale Mediziner am Uniklinikum.An der Frankfurter Uniklinik wurde ein europaweit einmaliges, wegweisendes Operationsverfahren entwickelt, um Lungenkrebs zu behandeln. Von dieser onkologischen Diagnose sind jedes Jahr neu etwa 50.000 Menschen in Deutschland betroffen.

Bei der so genannten Lobektomie, also der Freilegung und Entfernung großer Gewebelappen, werden minimalinvasiv durch kleinstmögliche Zugänge in den Oberkörper befallene Lungenteile reseziert und geborgen. Daher ist diese Operation für Patienten um ein Vielfaches schonender als die bisherigen konventionell-chirurgischen Eingriffe.

Mediziner aus ganz Europa kommen nach Frankfurt, um in dem Verfahren geschult zu werden. Bis heute ist die Uniklinik in Europa das einzige Haus, das die neuartige Methode anwendet. Die Entwicklung der Lungenlappenentfernungen dauerte 12 Jahre. Der Durchbruch kam 2011 mit der Verwendung der Da-Vinci-Methode. Die Entwicklungsphase ist nun abgeschlossen, sodass das Verfahren in die reguläre Anwendung geht. Es kann derzeit in Frankfurt schon rund 35 Patienten im Jahr zur Verfügung stehen.

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