Sonographie
Krebsthemen

Lymphknoten-Sonografie erleichtert Krebsdiagnose

14. April 2014 Detlef Hoewing 0

Ultraschall klärt, ob der Krebs „gestreut“ hat Bonn – Wenn Ärzte nach einer Krebsdiagnose die Ausdehnung des Tumors beurteilen wollen, stehen die Lymphknoten im Zentrum ihres Interesses: Ob sie befallen sind oder nicht, entscheidet mit darüber, ob die Patienten nach der Operation eine Strahlen- oder Chemotherapie erhalten. Um die Lymphknoten zu beurteilen, nutzen Ärzte vermehrt die Ultraschalltechnik. Der Ultraschall habe sich für die Diagnosestellung und auch zum „Staging“ – also zur Stadieneinteilung – von Krebserkrankungen etabliert, berichten Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in der „Zeitschrift für Gastroenterologie“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart). Lymphknoten sind Organe des Immunsystems und der Ursprungsort von Abwehrzellen, die Krankheitserreger bekämpfen. Gleichzeitig filtern sie auch Lymphflüssigkeit, über die sich viele Krebserkrankungen ausbreiten. „Die Untersuchung der Lymphknoten ist deshalb von großer Bedeutung für die Diagnostik und Therapieplanung bei Krebs“, sagt Professor Dr. med. Christoph Dietrich, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim und Präsident der Europäischen Ultraschallgesellschaft (EFSUMB). Gegenüber anderen bildgebenden Verfahren biete die Lymphknoten-Sonografie den großen Vorteil, dass sie die Patienten keiner Strahlenbelastung aussetzt und die Untersuchung – auch am Krankenbett – beliebig oft wiederholt werden kann. Zudem sei der Ultraschall kostengünstig. Ein erstes Indiz dafür, ob der Krebs […mehr lesen]