mammasonografie

Vom Farb-Doppler- bis zum 3-D-Ultraschall

Neueste ultraschallmedizinische Verfahren und Techniken zur Beurteilung von Brustkrebs

Die technischen Möglichkeiten der Mammasonografie entwickeln sich ständig weiter. Die Mindestanforderungen sind in der Ultraschallvereinbarung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) fixiert. Die konventionelle Mammasonografie wird mit einem circa vier Zentimeter breiten Schallkopf und einer Mindest-Sendefrequenz von sieben MHz durchgeführt als „Freihand“-Ultraschall. Das heißt, dass die weibliche Brust von der Untersucherin/dem Untersucher abschnittsweise mit dem Ultraschallkopf untersucht wird. Der Vorteil ist, dass jeder Bereich in einer schmalen Breite und mit maximaler Bildgröße untersucht wird. Die Nachteile sind die möglichen Lücken dieser Untersuchung und die fehlende Vergleichbarkeit mit Voruntersuchungen, da unauffällige Abschnitte nicht dokumentiert werden können.

Neuere Techniken versuchen die „Freihand“-Mammasonografie zu verbessern, zum Beispiel durch höhere Sendefrequenzen (Hochfrequenz-Ultraschall mit bis zu 16 MHz) oder durch veränderte Einfallwinkel der Ultraschallwellen, die den Tumor dann von allen Seiten „abtasten“ können (sogenannter X- oder Cross-Beam oder Sono-CT) oder auch durch die Hinzunahme weiterer Ultraschalltechniken wie den Doppler-Ultraschall oder den Amplitudenkodierten Ultraschall zum Nachweis von Tumorgefäßen, auch optimiert mit Ultraschallkontrastmitteln.

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Qualifizierte Ärzte und hochwertige Ultraschallgeräte für die Brustkrebsdiagnostik – woran erkennen Patientinnen die geeignete Praxis?

Das Mammakarzinom ist mit Abstand das häufigste Karzinom der Frau. Zur Erkennung und Behandlung stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Mammografie ist die Mammasonografie die Technik mit der besten Entdeckungsrate. Im Vergleich zur Röntgenmammografie hat die Mammasonografie nicht das Risiko einer Strahlenbelastung.

In Deutschland wird als technische Voraussetzung für eine Mammasonografie ein linearer Ultraschallkopf mit einer Sendefrequenz von 7 MHz und mehr zur sonografischen Untersuchung der Brust gefordert. Eine spezielle Ausbildung für diese Fertigkeit, im Rahmen der meist fünfjährigen Ausbildungszeit zum Facharzt für Frauenheilkunde oder Radiologie, ist nicht immer gegeben. Die Anzahl der nachzuweisenden sonografischen Untersuchungen ist festgelegt. Es wird gefordert, dass sonografisch tätige Ärzte, die diese Untersuchungen durchführen wollen, spezielle Kurse besuchen.