Damit die Axl-Kinase aktiviert und ihr Signal zum Zellkern weitergeleitet wird, muss außen ein Signalstoff (blau) und innen der Energieträger ATP (grün) binden. Die Inhibitoren (orange) verhindern eine Signalweiterleitung, weil sie die ATP-Bindestelle blockieren. Bild: Axel Ullrich/Copyright: MPI für Biochemie
Forschung

Anti-Krebs-Wirkstoffe nehmen nächste Hürde

12. März 2013 Detlef Hoewing 0

Damit die Axl-Kinase aktiviert und ihr Signal zum Zellkern weitergeleitet wird, muss außen ein Signalstoff (blau) und innen der Energieträger ATP (grün) binden. Die Inhibitoren (orange) verhindern eine Signalweiterleitung, weil sie die ATP-Bindestelle blockieren. Bild: Axel Ullrich/Copyright: MPI für BiochemieForscher des MPI für Biochemie und ihre Kooperationspartner des Lead Discovery Center GmbH (LDC) haben jetzt mit der koreanischen Firma Qurient eine Lizenzvereinbarung über eine von ihnen langjährig erforschte Wirkstoffgruppe getroffen. Diese Wirkstoffe sollen metastasierende und Medikamenten-resistente Tumore gezielter und selektiver angreifen. Qurient wird die getesteten Substanzen nach und nach in präklinische und klinische Studien einbringen, um sie später als Medikament verwenden zu können. Wenn die Experimente und klinischen Studien erfolgreich verlaufen, könnte bis Ende des Jahrzehnts ein Medikament auf Basis der neuen Wirkstoffe entstanden sein, hoffen die Max-Planck-Forscher.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Krebs nach Herz- Kreislauferkrankungen mit circa 7,6 Millionen Toten die zweithäufigste Todesursache weltweit und der Bedarf an wirksamen Medikamenten steigt. Die meisten Krebspatienten sterben dabei an einzelnen Tumorzellen, die sich im Körper ausbreiten und neue Tumore, so genannte Metastasen, bilden. Die neuen Substanzen, an denen die drei Kooperationspartner forschen, zählen zur Familie der hochspezifischen Axl-Kinase-Inhibitoren. Am MPI für Biochemie in der Forschungsabteilung von Axel Ullrich untersuchen die Wissenschaftler Pjotr Knyazev und Robert Torka das Protein Axl-Kinase und seine Hemmstoffe schon seit mehr als zehn Jahren.

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Schmerz - pixabay
Forschung

Schmerzen bei Krebspatienten wirksam behandeln

18. Juni 2009 Detlef Hoewing 0

Krebspatienten leiden häufig unter sehr starken Schmerzen, die mit herkömmlichen Medikamenten nicht wirksam behandelt werden können. Wissenschaftler des Pharmakologischen Instituts der Universität Heidelberg sind den möglichen Ursachen jetzt auf die Spur gekommen: Krebstumoren setzen zwei bestimmte Signalstoffe aus, die Nervenzellen besonders empfindlich machen und das Tumorwachstum verstärken. Blockierten die Forscher im Tierversuch die Einwirkung der Signalstoffe auf die Nervenzellen, so nahmen sowohl die Empfindlichkeit der Nervenzellen als auch das Tumorwachstum ab.

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Chemotherapie - pixabay
Chemotherapie

Resistenzen bei der Chemotherapie von Krebs

4. September 2008 Detlef Hoewing 0

Tumorzellen ohne Multidrug-Resistenz - Quelle: AG PD Dr. Johanna WeißViele Krebsarten können nur schlecht mit Medikamenten (Chemotherapeutika) bekämpft werden, da sie gegenüber diesen Wirkstoffen entweder resistent sind oder im Laufe der Therapie resistent werden. Dabei besteht die Resistenz meist gegenüber einer großen Vielzahl von Chemotherapeutika (sogenannte Multidrug- Resistenz). Die Arbeitsgruppe um Johanna Weiß am Universitätsklinikum Heidelberg untersucht molekulare Grundlagen dieser Multidrug-Resistenz mit dem Ziel, die Chemotherapie von Krebspatienten zu optimieren bzw. zu individualisieren.

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Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz
Hirntumoren

Neues Krebsmedikament in klinischer Erprobung

15. Dezember 2004 Detlef Hoewing 0

Eine der am häufigsten auftretenden Formen von Hirntumoren sind die so genannten „Glioblastome“, an denen allein in Deutschland jährlich bis zu 5.000 Menschen erkranken. Die Behandlungsmöglichkeiten hierfür sind gegenwärtig noch sehr beschränkt, an wirksamen Medikamenten wird intensiv geforscht. Einer Gruppe von Wissenschaftlern am Lehrstuhl II für Organische Chemie der TU München (Prof. Horst Kessler) gelang es in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Pharma-Konzern Merck bereits 1995 ein Eiweißmolekül („Cilengitide“) zu synthetisieren, das zur Bekämpfung aggressiver Krebszellen eingesetzt werden kann. Nach erfolgreich abgeschlossenen klinischen Vorstudien ist der Wirkstoff „Cilengitide“ kürzlich in die klinische Studie II aufgenommen worden.

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