Dickdarm Aquarell Quelle: dkfz
Darmkrebs

Medizintechnik ermöglicht schonendere Darmkrebs-Operationen

10. September 2014 Detlef Hoewing 0

Darmkrebs kann noch immer nicht ohne eine Operation geheilt werden. Doch die chirurgischen Techniken haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Im Frühstadium ist häufig eine schonende „Schlüsselloch“-Operation möglich, bei fortgeschrittenen Tumoren erhöhen ausgedehnte Operationen und der Einsatz von Zytostatika die Überlebenschancen der Patienten, berichtet ein Experte anlässlich der Pressekonferenz am 11. September 2014 zur MEDICA EDUCATION CONFERENCE. In Deutschland erkranken pro Jahr mehr als 73.000 Menschen an Darmkrebs. Etwa 46.000 Patienten überleben, weil der Tumor rechtzeitig entfernt werden kann und eventuell eine Chemotherapie die Bildung von Metastasen verhindert. „Darmkrebsoperationen sind für Bauchchirurgen seit langem ein Routineeingriff, doch die Techniken haben sich in mehreren Bereichen entscheidend verbessert“, erläutert Prof. Tobias Keck vom Campus Lübeck des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. „Die Patienten sind dank einer Periduralanästhesie schmerzfrei und sie können durch eine schnelle und forcierte Mobilisation Bett und Krankenhaus früher verlassen“, erläutert der Direktor der Klinik für Chirurgie. Hinzu käme, dass ein früher Kostaufbau das Komplikationsrisiko nach der Operation verringere. Immer mehr Patienten werden minimal-invasiv operiert. Die Chirurgen entfernen dabei den Tumor mit Spezialinstrumenten über kleine Öffnungen in der Darmwand. Auf eine großflächige Eröffnung des Bauchraums kann dadurch verzichtet werden. Anfangs gab es Bedenken, dass die Krebsgeschwulste nicht vollständig entfernt würden. „Neue […mehr lesen]