Genetisch markierte (gelb) und nicht markierte (rot) Stromazellen in Tumorgewebe. Blutgefäß in blau. - Quelle: AG Ludewig
Forschung

Den Tumor aushungern: Forscher entwickeln Methode, die Versorgungssystem von Geschwülsten lahm legt

20. Dezember 2012 Detlef Hoewing 0

Genetisch markierte (gelb) und nicht markierte (rot) Stromazellen in Tumorgewebe. Blutgefäß in blau. - Quelle: AG LudewigUm Tumorerkrankungen besser verstehen und behandeln zu können, gehen Prof. Dr. Ludewig und sein Team am Kantonsspital St. Gallen (Schweiz) einen neuen Weg: Sie wollen das Versorgungssystem von Krebsgeschwüren gezielt schwächen und den Tumor damit aushungern. Die Forschenden am Institut für Immunbiologie haben eine Methode entwickelt, mit der sie die entsprechenden Zellen genetisch markieren. Das könnte Ärzten künftig die Möglichkeit eröffnen, Versorgungsleitungen des Tumors gezielt anzugreifen und zu zerstören – und damit den Therapieerfolg zu verbessern.

Neben den eigentlichen Tumorzellen finden sich im Tumorgewebe sogenannte Stromazellen, die das strukturelle Grundgerüst des Tumors bilden und die entarteten Tumorzellen mit Nährstoffen und Überlebensfaktoren versorgen. Das Tumorstroma besteht aus unterschiedlichen Zelltypen.

Im Labor des Instituts für Immunbiologie des Kantonsspitals St. Gallen wurden Modellsysteme entwickelt, mit denen die Tumorstromazellen markiert und charakterisiert werden können. Ziel des von der Wilhelm Sander- Stiftung geförderten Projekts ist es nun, neue Erkenntnisse über die unterschiedlichen Tumorstromazellen zu gewinnen. Darüber hinaus testen die Mediziner, ob ein gezielter Angriff auf die Zellen einen therapeutischen Vorteil mit sich bringt.

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