Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN
Forschung

Neue Serum-Biomarker indizieren Prostatakrebs-Therapie

15. August 2013 Detlef Hoewing 0

Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach  Quelle: NGFNDas Prostatakarzinom ist der am häufigsten vorkommende Tumor bei Männern in Deutschland. Etwa 60.000 Männer erkranken jedes Jahr. Doch nur für eine Minderheit der Patienten ist die Krebserkrankung lebensbedrohlich und damit eine unmittelbare Therapie erforderlich.

Bisher sind keine wenig-invasiven Methoden verfügbar, um zuverlässig die klinische Relevanz einer Tumorerkrankung zu ermitteln – so werden zu viele Patienten ohne Notwendigkeit operiert. Die NGFN-Wissenschaftler Dr. Jan Brase, Dr. Ruprecht Kuner und Prof. Dr. Holger Sültmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wiesen bestimmte microRNAs im Blutserum von Patienten mit Prostatakrebs als vielversprechende Biomarker nach. MicroRNAs sind kurze, hoch konservierte Erbgut-Schnipsel.

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Brustkrebs

Erbgut-Schnipsel gegen Brustkrebs

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Logo der NGFNMit einer neuentwickelten Strategie haben Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN-Plus) die Rolle regulatorischer microRNAs (kurz miRNAs) für einen bei Brustkrebs häufig außer Kontrolle geratenen Signalweg aufgedeckt. Das Team um Privatdozent Dr. Stefan Wiemann und Dr. Özgür Sahin am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg entdeckte drei miRNAs, die hemmend in den Signalweg eingreifen und so das Wachstum der Tumorzellen bremsen. Der eigens entwickelte Ansatz kombiniert Hochdurchsatzverfahren mit computerbasierten Analysen und ermöglicht Untersuchungen auf Netzwerkebene, statt nur einzelne Komponenten isoliert voneinander zu betrachten.

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