Das entnommene Gewebe von zwei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt braun gefärbt die Biomarkerproteine an. In der linken Probe lassen sich deutlich mehr dieser spezifischen Proteine nachweisen als und rechts, was auf einen aggressiveren Krebs schließen lässt. ©UKD, Vera Hentrich
Forschung

Bessere Krebsbiomarker – abgeguckt bei Google und Facebook

17. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Das entnommene Gewebe von zwei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt braun gefärbt die Biomarkerproteine an. In der linken Probe lassen sich deutlich mehr dieser spezifischen Proteine nachweisen als und rechts, was auf einen aggressiveren Krebs schließen lässt. ©UKD, Vera HentrichDresden. Google liefert gute Suchergebnisse, weil es nicht nur Webseiten, sondern auch die Hyperlinks zwischen ihnen berücksichtigt. Eine ähnliche Strategie kommt zum Einsatz, um zu entscheiden, welche Proteine im Tumor eines Patienten relevant für den Krankheitsverlauf sind. Forscher des Biotechnologischen Zentrums der Universität Dresden (BIOTEC) haben gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe des Dresdner Universitätsklinikums Carl Gustav Carus (UKD) eine modifizierte Version von Googles PageRank- Algorithmus benutzt, um 20.000 Proteine nach ihrem Einfluss auf das Voranschreiten von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu untersuchen. In der Studie, die in dem amerikanischen Fachjournal „PLoS Computational Biology“ veröffentlicht wurde, haben die Forscher sieben Proteine gefunden, die dabei helfen können, die Aggressivität eines diagnostizierten Tumors anhand des Tumorgewebes zu bestimmen. Diese Information kann dem behandelnden Arzt helfen zu entscheiden, ob der Patient eine Chemotherapie erhalten sollte oder nicht. (DOI: 10.1371/journal.pcbi.1002511)

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