myelom

Neue Krebstherapie aus alten Medikamenten

Eine akademische Arbeitsgruppe am Kantonsspital St. Gallen fand ein altes, nicht mehr gebräuchliches HIV-Medikament, dessen Einsatz in der Therapie bestimmter Tumorerkrankungen Ansprechraten erzielt, die über denen der neuesten speziell entwickelten Krebsmedikamente liegt – bei deutlich geringeren Medikamentenkosten. Nun soll der molekulare Mechanismus dieser Wirkung ergründet werden. Finanziert wird das Forschungsprojekt…

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Tumorzellen auf Diät

Tumorzellen benötigen viel Energie, damit sie sich teilen und ungebremst vermehren können. Diese Energie gewinnen sie auf einem anderen Weg als gesunde Zellen. Ob sich dieser Weg als Ansatz für eine neue Therapie eignet, untersuchen Wissenschaftler der Uni Würzburg am Beispiel des Multiplen Myeloms.

Die Idee klingt bestechend einfach: In einem Multiplen Myelom sind die Tumorzellen auf einen permanenten Nachschub an Glukose und Glutamin angewiesen, damit sie sich teilen und wachsen können. Entzieht man der Zelle Glutamin, stirbt sie. Glutaminase ist das zentrale Enzym des Glutamin-Stoffwechsels und in Tumorzellen häufig erhöht aktiv. Ob sich Glutaminase als therapeutische Zielstruktur eignet, untersucht Dr. Madlen Effenberger in einem neuen Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Würzburg. Die Deutsche Krebshilfe finanziert das Projekt mit 250.000 Euro.


Neue Strategien gegen das Multiple Myelom

Eine europäische Großinitiative will neuartige Substanzen gegen eine bösartige Blutkrebs-Erkrankung erproben, gegen das Multiple Myelom. Mediziner der Universität Würzburg sind an dem Projekt maßgeblich beteiligt.

Jährlich erkranken in den westlichen Industrienationen rund eine halbe Million vor allem ältere Menschen am Multiplen Myelom. Bei dieser Krebskrankheit entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten dann den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. Mit den verfügbaren Standardtherapien ist das Multiple Myelom bislang nicht heilbar.


Knochenmarkkrebs: Hamburger Forscherin arbeitet an Therapie für die bislang unheilbare Krankheit

Ein Hamburger Forscherteam um Dr. Mascha Binder arbeitet an einer Therapie für das bisher unheilbare Multiple Myelom. Bei dieser Form des Knochenmarkkrebses vermehren sich Antikörper-produzierende Zellen, die sogenannten Plasmazellen, unkontrolliert. Obwohl viele Patienten auf eine Chemotherapie zunächst ansprechen, erleben sie in der Regel einen Rückfall ihrer Erkrankung. Binder vermutet: „Durch die gängigen Verfahren werden lediglich die bösartigen Plasmazellen abgetötet, nicht aber deren unreifere Krebsvorläuferzellen“. Daher will die Fachärztin diese entarteten Stammzellen unter die Lupe nehmen und Strategien entwickeln, wie diese gezielt abgetötet werden können.

Während im gesunden Organismus das blutbildende System eine Vielzahl unterschiedlicher Plasmazellen hervorbringt, kommt es beim Multiplen Myelom auf noch nicht abschließend geklärte Weise zur bösartigen Vermehrung eines einzelnen Plasmazellklons im Knochenmark. Die betroffenen Patienten leiden u.a. unter Knochenbrüchigkeit, Nierenversagen und Blutarmut.


Knochenmarkkrebs: Neue Therapien gesucht

Wie lassen sich Therapien gegen Knochenmarkkrebs weiter verbessern? Dieser Frage geht eine neue Klinische Forschergruppe an der Universität Würzburg nach. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Gruppe in den kommenden drei Jahren mit 3,2 Millionen Euro.

Die neue Forschergruppe am Universitätsklinikum Würzburg widmet sich dem Multiplen Myelom. Bei dieser Form des Knochenmarkkrebses geht die bösartige Erscheinungsform vermutlich auf die Aktivierung krebserregender Signalwege in den Zellen zurück. Darum wollen die Wissenschaftler die einzelnen Signalwege und deren Vernetzung detailliert untersuchen. Mit dem Wissen, das sie dabei gewinnen, lassen sich möglicherweise neue Therapiemöglichkeiten entwickeln.



Multiples Myelom mit krimineller Energie

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Medizinische Klinik der Universität Heidelberg führen gemeinsam eine Studie zum Multiplen Myelom durch. Dabei wollen die Forscher herausfinden, inwieweit das Ausmaß neugebildeter Blutgefäße im Knochenmark Aussagen über den weiteren Krankheitsverlauf zulässt.