Nano-Medikamenten

Ins Innere von Nano-Medikamenten spähen

Deutsche Forschungsgemeinschaft und Land Nordrhein-Westfalen fördern Röntgenanlage für Universität Bielefeld

Professor Thomas Hellweg injiziert eine Probe mit Mikrogelen in die bisherige Röntgenanlageder Fakultät für Chemie. Im Vordergrund ist eine Flasche mit Mikrogelen zu sehen, die in Wassergelöst sind.  - Quelle: Universität BielefeldMit mehr als 600.000 Euro unterstützen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen die Anschaffung einer neuen Röntgenanlage für die naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Bielefeld. Die Forscherinnen und Forscher analysieren mit dem Gerät künftig Materialien, die tausend Mal kleiner sind als ein typisches Bakterium. Präzise heißt das Gerät Röntgenkleinwinkeldiffraktometer. Mit seiner Hilfe wollen die Wissenschaftler Nano-Materialien entwickelten, um beispielsweise Medikamente treffsicherer zu machen und Giftstoffe zu neutralisieren.

„Röntgentechniken spielen eine große Rolle in der Erforschung von Nano- Materialien – zum Beispiel bei der Entwicklung intelligenter Trägermaterialien für Medikamente“, sagt Professor Dr. Thomas Hellweg von der Fakultät für Chemie. Er war federführend für den DFG-Antrag zuständig, den er erfolgreich zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus den Fakultäten für Physik, Biologie und Chemie gestellt hat. „Wir wollen das Gerät unter anderem für die Untersuchung von intelligenten Mikrogelen einsetzen. Mit ihnen lassen sich Medikamente in den Körper transportieren, um genau dort freigesetzt zu werden, wo sie wirken sollen.“

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