Nachweis von Cisplatin-Vernetzungsstellen. (c) Wiley-VCH
Neuroendokrine Tumoren

Behandlungserfolge bei neuroendokrinen Tumoren (NET)

5. Oktober 2015 Detlef Hoewing 0

Neue Therapieoptionen bei Krebs in Lunge und Dünndarm Mainz – Neue Medikamente und eine verbesserte Therapie mit radioaktiv markierten Substanzen zur „internen Bestrahlung“ verbessern die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren (NET) im Magen-Darm-Trakt und der Lunge und zögern wirksam das Tumorwachstum hinaus. Dies zeigen zwei aktuelle Studien, die Wissenschaftler auf dem europäischen Krebskongress ESMO in Wien vorstellten. Damit schließe sich eine wichtige therapeutische Lücke, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Neuroendokrine Tumoren sind seltene Wucherungen, die aus hormonbildenden Zellen hervorgehen und zum Teil Hormone produzieren und in den Blutkreislauf abgeben. Etwa fünf Menschen von 100 000 erkranken in Deutschland jährlich daran. Die Geschwulste/Tumoren wachsen langsam und treten vor allem im Magen, Dünndarm, Dickdarm, Wurmfortsatz oder Lunge auf. Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Mediensprecher der DGE und Leiter des Endokrinen und Neuroendokrinen Tumorzentrums von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, erklärt: „Ein Großteil der neuroendokrinen Zellen befinden sich im Magen-Darm-Trakt oder der Lunge. Daher entstehen dort auch die meisten NET.“ Von der neuen, zielgerichteten Therapie profitieren nun vor allem auch Patienten mit fortgeschrittenen, nicht mehr operativ zu entfernenden NET des Magen-Darm-Trakts, bei welchen bisher lediglich eine Behandlung mit Depotpräparaten des wachstumshemmenden Hormons Somatostatin zugelassen war, erklärt Weber. Die neuen Medikamente machten sich besondere […mehr lesen]