Nierentransplantation-Lebendspende
DGU-Kongress 2016

Nierentransplantation – Lebendspende

1. Oktober 2016 Detlef Hoewing 0

Vorentwurf der Richtlinie erstellt und innovatives Operationsverfahren etabliert Trotz der Erfolge der letzten Jahrzehnte sieht sich die Transplantation weiterhin großen Herausforderungen gegenüber. Zum einen bleibt der eklatante Spenderorganmangel mit den sich daraus ergebenden immer noch offenen Fragen das Hauptproblem, zum anderen gilt es gleichzeitig, Ergebnisse und Rahmenbedingungen zu verbessern. Dies gilt auch und insbesondere für die Lebendnierentransplantation, die in Deutschland 30 % aller Nierentransplantationen ausmacht. Für die Nierenlebendspende liegt nun der endgültige Entwurf einer Lebendspenderichtlinie vor. Die Richtlinie ist gezielt auf den Schutz des Spenders ausgelegt. Dieser Schutz beinhaltet eine individuelle Evaluation sämtlicher wesentlicher Umstände, die mit der Lebendspende im Zusammenhang stehen, sowie aber auch die voraussichtliche gesundheitliche Entwicklung nach der Lebendspende und die danach zu ergreifenden Maßnahmen inklusive der Rehabilitation sowie der lebenslänglichen Nachsorge. In der Richtlinie finden sich also detaillierte Angaben über die einzelnen Schritte, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge einer Lebendspende zwingend von den jeweiligen Transplantationszentren einzuhalten sind. Damit wird eine eklatante Lücke in Deutschland geschlossen, da Deutschland europaweit das einzige Land war, das bisher über keine Richtlinie bei der Lebendspende verfügte. Innovatives Operationsverfahren Die roboterassistierte Chirurgie ist in der Urologie mittlerweile Routine geworden, heute werden immer komplexere onkologische Operationen robotisch assistiert durchgeführt, vorwiegend funktions- […mehr lesen]