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Offener Brief des Bundesverbandes der Asbestose Selbsthilfegruppen an die Deutsche Krebsgesellschaft

10. August 2014

Alle 16 deutschen Landeskrebsgesellschaften und u.a. auch internationale Krebsorganisationen fordern mehr Unterstützung und Erleichterungen in Berufskrankheitenverfahren für die deutschen Asbestopfer. Nur die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) sieht sich trotz dieser positiven Voten bisher nicht in der Lage, die Ziele der Asbestose Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Warum? Eine Erklärung hat die Asbestopferorganisation trotz eines Schreibens bis heute nicht erhalten. Was steht dahinter? Auf dem deutschen Krebskongress im Februar des Jahres in Berlin wurde auf Imitative der norddeutschen Landeskrebsgesellschaften Hamburg-Schleswig-Holstein – Bremen im Verbund mit der UICC (Union of International Cancer Control) eine Berliner Erklärung zu Gesundheitsrisiken durch Asbest und Lage der asbestbedingt Erkrankten verabschiedet (Anlage). Neben den internationalen Forderungen u.a. nach einem absoluten Asbestverbot, die unstrittig sind, geht es darum, die Betroffenen in Deutschland bei der Realisierung ihrer Rechte gegenüber den Berufsgenossenschaften und bei der Anerkennung ihrer asbestbedingen Berufserkrankungen zu unterstützen: So geht es u.a. um Beweislastumkehr bzw. Beweiserleichterungen in Berufskrankheitenverfahren, um Aufarbeitung und Wiedergutmachung für Fälle, über die aufgrund veralteter wissenschaftlicher Standards ablehnend entschieden und konsequente Umsetzung der wissenschaftlichen Standards in der Diagnostik und Begutachtung. Der Bundesverband der Asbestose Selbsthilfegruppen bittet nunmehr mit einem Offenen Brief um die Unterstützung der Deutschen Krebsgesellschaft und um die Unterzeichnung der Berliner Erklärung. Für Nachfragen: Dr. […mehr lesen]