a) Strukturierung von Zellmembranen, b) Zellinterne Nanochirurgie an Zellbestandteilen Abbildung: Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik
Forschung

Die Zelle als Operationsfeld

17. April 2012 Detlef Hoewing 0

a) Strukturierung von Zellmembranen, b) Zellinterne Nanochirurgie an Zellbestandteilen Abbildung: Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische KlinikMikrochirurgische Eingriffe, beispielsweise am Auge, sind seit Jahrzehnten Routine. Doch wie steht es mit einer lebenden Zelle als Operationsgebiet? Mechanische Instrumente könnten hier auch im Miniaturformat nur Zerstörung anrichten. Dennoch arbeiten Wissenschaftler der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Uniklinikums Erlangen daran, die Prinzipien der klassischen Chirurgie auf Behandlungen innerhalb der Zellmembran zu übertragen. Vom gewohnten Handwerkszeug der Chirurgen bleiben jedoch nur Begriffe; Nanopartikel und Laser ersetzen das Operationsbesteck beim Schneiden, Greifen und Verschließen von Schnitten auf subzellulärer Ebene.

Zur Erforschung nanochirurgischer Verfahren hat sich eine interdisziplinäre Gruppe des Lehrstuhls für Photonische Technologien, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik und der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies zusammengefunden. 500.000 Euro erhält ihr Projekt aus dem DFG-Schwerpunktprogramm „Optisch erzeugte Sub-100-nm-Strukturen für bio-medizinische und technische Applikationen“. Die neuesten Erkenntnisse der Molekularbiologie aus dem Zellinneren sollen dabei der Praxis zugeführt und therapeutisch anwendbar werden.

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