Operationsmethode

Durchbruch bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Die an der Universität Leipzig entwickelte neue Operationsmethode, die totale mesometriale Resektion (TMMR), ermöglicht eine sichere und schonendere Behandlung des Gebärmutterhalskrebses, dem sog. Zervixkarzinom. Grundlage dafür sind Erkenntnisse Leipziger Gynäkologen und Gynäkopathologen zur Ausbreitung des Tumors entsprechend seiner embryonalen Herkunft. Studien zeigen, dass die neue Behandlung nicht nur schonender ist, sondern auch keine nachfolgende Strahlentherapie mehr erfordert. Diese innovative Operationstechnik wurde kürzlich im renommierten Wissensjournal „The Lancet Oncology“ (Titel: „Resection of the embryologically defined uterovaginal (Müllerian) compartment and pelvic control in patients with cervical cancer: a prospective analysis“; Early Online Publication, 1.6.2009) veröffentlicht und mit einem Bericht in den BBC News gewürdigt.

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Lymphknoten erhaltend operieren

Gebärmutterhalskrebs muss nicht zwangsweise die Entfernung der Lymphknoten bedeuten, wie eine Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin belegt. „Bei vielen Frauen genügt ein weit weniger komplizierter Eingriff“, sagt Prof. Achim Schneider MPH von der Klinik für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie der Charité. „Die Leitlinien für Operationen müssen entsprechend geändert werden – wie es bei Brustkrebs und Melanomen bereits der Fall ist.“