Operationstechnik

Neue Operationstechnik: Speicheldrüsentransplantation bei Tumorpatienten

Bei der neuen Operationstechnik aus Würzburg wird eine Speicheldrüse vorübergehend in den Unterarm des Patienten verpflanzt. Rechts oben ist der an die Hautoberfläche gelegte Ausführungsgang der Drüse zu erkennen. Bild: Universitätsklinikum WürzburgEine neue Operationstechnik erspart Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich die unangenehme Mundtrockenheit nach einer Bestrahlung. Bei der weltweit erstmals durchgeführten Methode wird vor der Bestrahlung eine Speicheldrüse in den Unterarm der Patienten und später wieder zurückverpflanzt.

Wenn im Mund zu wenig Speichel fließt, ist das unangenehm und problematisch. „Ohne eine ausreichende Speichelproduktion sind Mund und Rachen stets trocken und infektionsanfällig. Die Zunge brennt und klebt am Gaumen, das Geschmacksempfinden ist stark reduziert und auch das Essen macht keine Freude mehr.“

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Speiseröhrenkrebs wirksamer behandeln

Berlin – Die Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie kann einen Speiseröhrenkrebs, medizinisch Ösophaguskarzinom genannt, vor der Operation so weit verkleinern, dass der Chirurg den Tumor anschließend vollständig entfernen kann. Eine Studie aus den Niederlanden weist jetzt erstmals nach, dass diese Radiochemotherapie auch die Überlebenszeit der Betroffenen verlängert. Die Behandlung kommt nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) für Patienten infrage, die sich in einem guten Allgemeinzustand befinden und bei denen Voruntersuchungen eine erfolgreiche Operation versprechen.

Bestrahlung und Medikamente vor der OP verlängern Leben

In Deutschland erkranken pro Jahr 6000 Menschen neu an einem Ösophaguskarzinom. „Da sich die Speiseröhre im Brustkorb hinter Herz und Lungen befindet, sind Krebsoperationen technisch sehr anspruchsvoll“, berichtet Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Präsident der DEGRO und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck. Nicht immer gelinge es, den Tumor operativ komplett zu entfernen. „In etwa einem Drittel der Fälle findet der Pathologe bei der feingeweblichen Nachuntersuchung noch Krebszellen im Randbereich des herausoperierten Tumors“, erläutert Professor Dunst. Daraus könnte sich erneut Krebs entwickeln, und die Überlebenszeiten verkürzten sich.


Von der radikalen Operation bis zur Schlüsselloch-Chirurgie

Die Urologische Universitätsklinik Heidelberg bietet das gesamte Spektrum der Prostatachirurgie an / Schonender Eingriff durch computer-assistierte Operationstechnik. Am Prostata Centrum Heidelberg des Universitätsklinikums Heidelberg kann für jeden individuellen Patienten ein optimaler Behandlungsplan erstellt werden. Grundlage dafür ist, dass alle gängigen und alle modernen Therapieverfahren unter einem Dach verfügbar sind.