Asco-Brunnen - pixabay
Medizin

Personalisierte Krebstherapie – Heilung in Sicht?

16. Juni 2012 Detlef Hoewing 0

Personalisierte Krebstherapie – Heilung in Sicht?

Der Jahreskongress 2012 der amerikanischen Krebsgesellschaft (ASCO) stand in diesem Jahr unter dem Motto „Collaborating to Conquer Cancer“. Dieser Aufruf macht deutlich, welchen hohen Stellenwert die interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den Betroffenen im Kampf gegen Krebs besitzen.

„Im Mittelpunkt unserer Forschung steht der Patient“, sagte der Cancer Communications Committee Chair der ASCO, Nicholas J. Vogelzang, bei der Einführungspressekonferenz. Erstes Ziel ist die Heilung, die für immer mehr Patienten ein realistisches Ziel ist. Zudem können inzwischen viele unheilbare Krebserkrankungen in eine chronische Verlaufsform gebracht werden, mit immer wiederkehrenden Therapien. Deshalb wird heute gefordert, dass der Nutzen einer Behandlung möglichst individuell für jeden Patienten bereits vor der Therapie abgeschätzt werden kann. Zahlreiche zielgerichtete Therapien, die an ganz bestimmten Stellen in den Zyklus von Tumorzellen eingreifen, haben in den letzten 15 Jahren Einzug in die Klinik gehalten. Doch diese sind häufig noch nicht spezifisch genug und es lässt sich nicht vorhersagen, ob ein Tumor auf eine bestimmte „Targeted Therapie“ anspricht. Deshalb beschäftigt die Suche nach so genannten „Biomarkern“ die Krebsforscher weltweit. Hier werden jährlich durch translationale Forschung in Klinik und Labor große Fortschritte erzielt – und es steht zu hoffen, dass für noch mehr Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen in den nächsten Jahren die Heilung in Sicht ist. Hierbei stellt sich die kritische Frage, mit welchen Methoden der weitere Fortschritt erzielt wird, damit das „Gießkannenprinzip: Eine Therapie für Alle“ durchbrochen wird. Auch die Beachtung der Lebensqualität und die Präferenz der Patienten sind noch stärker zu berücksichtigen.

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Eierstockkrebs

Nutzen von PET und PET/CT bei Eierstockkrebs ist nicht belegt

23. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Mangels Studien gibt es derzeit keine Belege, dass Patientinnen mit Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) von der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) einen Nutzen haben. Was die diagnostische Güte betrifft, lassen sich Rückfälle (Rezidive) in bestimmten Fällen mit PET oder PET/CT früher und genauer erkennen als mit konventionellen bildgebenden Verfahren. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), den die Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 23. Mai 2012 publiziert haben.

Nur in bestimmten Fällen werden Rezidive zuverlässiger erkannt als mit herkömmlichen Verfahren

Zuverlässigere Diagnose soll Therapie verbessern

Eierstockkrebs ist der fünfthäufigste Tumor bei Frauen. In Deutschland erkranken von 100.000 Frauen jährlich 15,9 an einem Ovarialkarzinom und 8 von 100.000 Frauen sterben jährlich daran. Da Eierstöcke tief im Bauchraum liegen und ein Tumor dort üblicherweise lange keine Beschwerden bereitet, werden Tumoren im Bereich der Eierstöcke häufig erst spät entdeckt.

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Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
Eierstockkrebs

Neuer Ansatz für Eierstock-Krebstherapie

16. Mai 2009 Detlef Hoewing 0

Ein Wissenschaftsverbund der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Bonner Forschungszentrums „caesar“ und der Berliner Charité klärt einen Mechanismus der Resistenz von Eierstockkrebs gegen Chemotherapie auf. Ein neuer Ansatzpunkt für die Eierstock-Krebstherapie.

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Tiefgefrierung von Eierstockgewebe - Quelle: Prof. Dr. Ralf Dittrich, Frauenklinik Erlangen.
Eierstockkrebs

Studie belegt Behandlungsdefizite bei Patientinnen mit Eierstock-Krebs

15. September 2004 Detlef Hoewing 0

(HAMBURG) Patientinnen mit Eierstock-Krebs haben eine bessere Überlebenschance, wenn sie sich in Kliniken behandeln lassen, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen – unabhängig davon, ob sie selbst im Rahmen einer klinischen Studie behandelt werden oder nicht. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die Experten auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg präsentieren. Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Therapie-Ergebnisse in Deutschland – trotz Forschritte in den letzten Jahren – das internationale Niveau noch nicht erreicht haben.

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